IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Nicole Luckau, Familie Kupfer Hotelbetriebs GmbH

Für Nicole Luckau stellte sich die Frage nach einer eigenen unternehmerischen Zukunft eigentlich nie. Aufgewachsen im Familienbetrieb, war die Übernahme des elterlichen Unternehmens ganz natürlich. Nach ihrem Studium führte sie diese Tradition fort und übernahm das Hotel Spree-idyll, welches sie heute gemeinsam mit ihrem Team und ihrer Familie führt und in diesem Jahr 35 jähriges Jubiläum feiert.

Ulrike Menn
Nicole Luckau steht gemeinsam mit ihrer Familie vor dem Hotel Spree-idyll. Neben der Hotelchefin sind ihre Mutter Stefanie Kupfer, ihr Ehemann Robin Luckau, ihr Bruder André Kupfer sowie ihr Vater Peter Kupfer zu sehen. Das Familienunternehmen wird in zweiter Generation geführt.

Nicole Luckau führt das Hotel Spree-idyll in Köpenick in zweiter Generation. Auf dem Bild (v. l.): Stefanie Kupfer (Mutter), Robin Luckau (Ehemann), Nicole Luckau, André Kupfer (Bruder) und Peter Kupfer (Vater).

Das 3-Sterne-Hotel ist Teil des dortigen Wassersportzentrums und hat sich über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. „Heute verfügen wir über 41 Zimmer, eine Ferienwohnung, einen Seminar- und einen Besprechungsraum und betreiben seit 2023 auch das Restaurant vor Ort. Dort bieten wir Frühstück, hausgebackenen Kuchen, Abendessen und Veranstaltungen an. Besonders beliebt sind unsere eigenen Weinabende“, erzählt Nicole Luckau. Mittlerweile gehören mehr als 20 Mitarbeitende zum Hotel- & Gastronomiebetrieb, der für persönliche Gastfreundschaft, familiäre Atmosphäre und herzliche Begegnungen direkt an der Müggelspree in Köpenick steht. 

Die Gäste kommen überwiegend aus Deutschland, darunter Geschäftsleute, Urlauber, Familien und viele Radfahrer. Besonders geschätzt werden die Lage mit Blick auf die Spree sowie die persönliche Atmosphäre eines kleineren Familienhotels. „Wenn ich auf die Berliner Hotellerie schaue, sehe ich vor allem viele große Ketten, die anonym und sehr groß sind. Wir versuchen als individuelles Hotel dagegenzusetzen und zu überstehen. Ich selbst und ein Teil des Teams haben vorher auch in der Kettenhotellerie gearbeitet, somit kennen wir beide Seiten der Branche. Geprägt hat mich jedoch vor allem das Aufwachsen in einem familiengeführten Betrieb, in dem der freundliche und persönliche Umgang mit den Gästen schon immer eine zentrale Rolle gespielt hat“, resümiert Nicole Luckau, die Internationales Hotelmanagement studiert hat.

Dass dieses Konzept ankommt, zeigen auch die Rückmeldungen der Gäste. Auf einer großen Buchungsplattform wird das Spree-idyll mit der Bewertung „fabelhaft“ ausgezeichnet. Trotz verschiedener Herausforderungen der vergangenen Jahre – allen voran der Corona-Pandemie – blickt Nicole Luckau positiv auf die Entwicklung ihres Hotels zurück.

Hotelneubauten in Berlin – gehen dem Gastgewerbe die Gäste aus?
Das ehemalige Hotel Tiergarten beim Umbau
Tourismus in Berlin Hotelneubauten in Berlin – gehen dem Gastgewerbe die Gäste aus?
Lesezeit: 4 Minuten
Mateusz Hartwich
Berlins Tourismusbranche zieht Bilanz: Nicht „out“, aber …
Blick auf den Berliner Dom im Sommer
Branche Berlins Tourismusbranche zieht Bilanz: Nicht „out“, aber …
Lesezeit: 3 Minuten
Laurenzia Kiesche

Kritisch bewertet sie allerdings die Berliner Übernachtungssteuer, die aktuell 7,5 Prozent des Übernachtungspreises beträgt. „Ich habe Verständnis dafür, dass wir alle unseren Beitrag leisten – beispielsweise für Kultur, Bildung und Infrastruktur. Dennoch halte ich die Citytax in ihrer jetzigen Form für wenig transparent“, sagt sie. Die fehlende Zweckbindung der Abgabe erschwere es, den Gästen nachvollziehbar zu erklären, wofür die zusätzlichen Einnahmen eingesetzt werden. „Die Citytax wurde in der Vergangenheit in kurzer Zeit zweimal erhöht, während gleichzeitig die Ausgaben für Kultureinrichtungen und Bildung deutlich gesenkt wurden. Für mich passt das nicht zusammen“, so Luckau. Als Alternative könne sie sich eher eine feste Abgabe von 2,50 Euro pro Person und Übernachtung vorstellen – verbunden mit einer transparenten Information darüber, wie die Einnahmen verwendet werden.

Berlin bleibt dennoch eines der beliebtesten Städtereiseziele Europas. Im Jahr 2025 wurden rund 29,4 Millionen Übernachtungen in der Hauptstadt gezählt.

Ob das Hotel Spree-idyll eines Tages in die dritte Generation übergehen könnte? Nicole Luckau kann sich das grundsätzlich vorstellen: „Wenn meine Kinder die Leidenschaft für die Hotellerie mitbringen und ihnen bewusst ist, welcher Zeitaufwand damit verbunden ist, würde ich ihnen diesen Weg auf jeden Fall empfehlen. Aber diese Entscheidung dürfen sie selbst treffen, wenn es so weit ist.“