IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Marie Steiner-Kastirr, Enablit GmbH

Marie Steiner-Kastirr und Ryan Lott haben beide einen BWL-Hintergrund, sich bei Zalando kennengelernt, und 2023 zusammen Enablit GmbH gegründet. Mit uns spricht Marie Steiner-Kastirr über ihre Vision, wie sie mit modernen Ansätzen für Führung, Arbeitsweisen und Organisationskultur, sowie der richtigen Haltung, die Arbeitswelt liebenswerter gestalten möchte.

Ulrike Menn
Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer Holzbank. Hinter ihnen ist eine weiße Wand zusehen. Beide sitzen entspannt

Marie Steiner-Kastirr und Ryan Lott gründeten 2023 gemeinsam die Enablit GmbH

Was ist Ihr Business?

Wir haben zwei Geschäftsfelder. Gestartet sind wir mit der Beratung von Führungskräften in Unternehmen. Dazu zählt die Begleitung von Change-Projekten, der strategischen Neuaufsetzung von Führungsteams, das Onboarding oder die Neugestaltung von Prozessen . Neu, und darauf möchten wir den Fokus richten, ist unsere selbstentwickelte Leadership Academy, die wir im Herbst launchen werden. „Leaders Share It“, ist eine Lernreise, bei der männliche und weibliche Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmen gemeinsam starten mit dem Ziel, den Status Quo der Arbeitswelt, ihrer Organisation und Teams zu hinterfragen und aktiv neu gestalten möchten. Unser Angebot ist auf Deutsch und richtet sich an Führungskräfte, die schon etwa vier Jahre führen.

Was ist das Besondere an Ihrer Leadership Academy “Leaders Share It"?

Wir haben eine achtwöchige Online-Lernreise gebaut, die auf dem sogenannten Blended-Learning-Ansatz basiert. Das bedeutet: Die Teilnehmenden bekommen gut verdauliche Snippets als Audio-Impuls, vielleicht für den Arbeitsweg, ein kurzes Video oder einen prägnanten Text, der sich perfekt in den Arbeitsalltag integrieren lässt. 

Sie lernen nicht allein, sie haben einen echten und tiefen Austausch garantiert durch unsere Community und auch dadurch, dass sie einen festen Learning-Buddy an die Seite bekommen. Und ganz wichtig ist uns auch, dass sie nicht nur passiv zuschauen, sondern sich wohlfühlen und aktiv einbringen. Wir haben erfahrene Executives aus verschiedenen Unternehmen, die ungeschönt ihre Erfahrungen teilen. Wir kreieren mit den Teilnehmenden einen fundierten Kulturcheck für ihre Teams, erarbeiten einen persönlichen Change-Plan bis hin zu dem neuen Leadership Manifest.

Aus welcher Motivation heraus haben Sie Enablit Gmbh gegründet? 

Wenn wir auf unsere Arbeitswelt blicken - und das habe ich persönlich auch erlebt - müssen wir uns ja eingestehen, dass die jetzige Form für die meisten Menschen eigentlich wenig passt. Ob Mann oder Frau, ob leise oder laute Persönlichkeiten, meistens haben wir veraltete Erwartungen und pressen uns in irgendwelche Schablonen rein. Wer leise denkt, wird überhört, wer vielleicht weiblich führt oder anders führt, gilt manchmal auch als ungeeignet und wird schärfer kritisiert. Wir wollen nicht in solch getrennten Silos weiterdenken, sondern Männer und Frauen und alle möglichen Persönlichkeitsmerkmale bewusst an einen Tisch bringen, um sich gegenseitig zuzuhören und zu verstehen. Wir möchten Antworten geben auf die Frage: „Was kann ich als Führungskraft daran ändern?“ Das Thema „Führung“ hat mich schon immer interessiert und ich möchte dazu beitragen, dass unsere Arbeitswelt liebenswerter wird.

Welche Wünsche hätten Sie an die Politik? 

Ich empfinde die neue Regelung, dass Arbeitnehmende schon ab dem ersten Tag einer Krankheit eine Krankschreibung einreichen müssen, als falsches Zeichen. Ich spüre damit ein starken Misstrauen den Arbeitnehmenden gegenüber. Misstrauen macht was mit Menschen, und das ist für mich total gegensätzlich ist zu dem, woran wir arbeiten und wofür wir eintreten: Eine sehr selbstbestimmte, autarke Arbeitnehmerinnen-Schaft. Außerdem würde ich mir wünschen, dass Leistung nicht in Arbeitszeit gemessen wird, sondern am Output. Leistung mit Arbeitszeit in Verbindung zu bringen, ist nicht das richtige Performance-Merkmal. 

Da sollte ein Umdenken stattfinden.