Podcast: Businesszyklen, wenn Mut anklopft

Mut zur Haltung: Wie Justice Mvemba mit Stadtführungen Perspektiven verändert

Für Justice Mvemba sind persönliche Perspektiven und gesellschaftliche Aufklärung zum unternehmerischen Konzept geworden. Mit deSta macht sie koloniale Geschichte im Berliner Stadtraum sichtbar und eröffnet neue Blickwinkel. Im Podcast erzählt sie, wie ihr Unternehmen entstand und was sie aus den zahlreichen Hürden dabei gelernt hat.

Zu sehen ist eine Frau mit kurzen dunklen Haaren, die einen Hefter hält. Gleichzeitig zeigt sie mit der anderen Hand auf eine Infotafel und spricht zu Personen.

Justice Mvemba führt mit deSta durch Berlin und macht koloniale Spuren und ihre Auswirkungen bis heute sichtbar.

Die deutsche Kolonialgeschichte begegnet einem immer wieder, etwa in Straßennamen, Denkmälern oder Ausstellungen. Gleichzeitig bleibt vieles davon unsichtbar und wird im öffentlichen Bewusstsein eher als Randnotiz wahrgenommen. Für Justice Mvemba war genau diese Lücke, verbunden mit ihren persönlichen Erfahrungen und Perspektiven, ein Anstoß, deSta, die Dekoloniale Stadtführung, zu gründen. 

Nach Stationen in der Mode- und Digitalbranche machte sie sich 2022 selbstständig und betreibt seither politische Bildungsarbeit im unternehmerischem Kontext.

Justice Mvemba zeigt dabei, wie sich eine klare gesellschaftliche Haltung auch in der eigenen Unternehmensidee wiederfinden kann. Doch wie lässt sich ein solches Geschäftsmodell wirtschaftlich aufbauen? 

Mvemba erzählt von der Gründung mitten in der Pandemie, finanziellen Herausforderungen und Erfahrungen mit Rassismus. Dabei geht es auch um die Hürden, denen Schwarze Gründerinnen und Gründer begegnen, und um den Mut, die eigene Stimme auch im Geschäftsleben einzubringen.

Zu sehen ist eine Gruppe Menschen die vor einem großen Gebäude mit Säulen stehen. Eine Person redet zu ihnen. Es ist eine Stadtführung und die Gruppe befindet sich am Brandenburger Tor.

Justice Mvemba bei einer deSta-Stadtführung mit einer Gruppe am Brandenburger Tor.

Was macht die deSta genau?

Mit deSta macht Mvemba koloniale Kontinuitäten im Berliner Stadtraum sichtbar. Zum Angebot gehören unter anderem Touren durch das Afrikanische Viertel und rund um die Museumsinsel sowie Formate zur (post-)kolonialen Frauenbewegung. Dabei geht es nicht nur um historische Fakten, sondern auch darum, welche Perspektiven im Stadtbild und in der Bildung bislang wenig sichtbar sind.

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