Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Alexander Spieß, Jalousien-Böttcher GmbH

Alexander Spieß ist Geschäftsführer von Jalousien-Böttcher. Mit der Berliner Wirtschaft spricht er über das Unternehmertum, welches für ihn mit dem Sport vergleichbar ist: Ziele setzen, Strategien entwickeln und mit seinem Team erfolgreich sein.

Von: Sabine Hölper
Ein Mann im Anzug sitzt in einem Büro und guckt kritisch in die Kamera

Alexander Spieß setzt mit Jalousien-Böttcher auf intelligenten Sonnenschutz für energieeffizientere und zukunftsfähige Gebäude.

Jalousien-Böttcher verkauft Sonnenschutz-Produkte. Das ist angesichts zunehmender Hitze sicherlich ein Geschäft mit Zukunft.

Absolut. Ich bin seit sechs Jahren Geschäftsführer der Jalousien-Böttcher GmbH mit aktuell 41 Mitarbeitern. Zu unseren Kunden zählen Hausverwaltungen, Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Auftraggeber, darunter auch der Deutsche Bundestag und die Deutsche Bahn. Was mich an unserer Branche begeistert: Wir verkaufen nicht einfach Sonnenschutz. Wir helfen dabei, Gebäude energieeffizienter und zukunftsfähiger zu machen. Angesichts steigender Temperaturen wird intelligenter Sonnenschutz immer wichtiger. Es motiviert mich, gemeinsam mit meinem Team Lösungen zu schaffen, die nachhaltig sind und den Komfort der Menschen verbessern.

Wie kam es dazu, dass Sie Chef des Unternehmens wurden?

Jalousien-Böttcher wurde 2020 von der Builtech Gruppe mit dem Ziel übernommen, traditionelles Handwerk mit modernen Strukturen weiterzuentwickeln. Ein Headhunter bot mir diese Position an. Die Chance, ein etabliertes Unternehmen mit großer Tradition aktiv weiterzuentwickeln, hat mich sofort gereizt. Unternehmerisches Denken begleitet mich nämlich seit meiner Jugend. Meine erste Selbstständigkeit begann mit 16 Jahren.

Was gefällt Ihnen als Unternehmer, was missfällt Ihnen?

Mich begeistert der Wettbewerb. Unternehmertum hat für mich viel mit Sport zu tun: Ziele setzen, Strategien entwickeln und mit seinem Team erfolgreich sein. Weniger Freude bereitet mir die zunehmend schwierige Suche nach qualifizierten Fachkräften. Das ist die größte Herausforderungen für den Mittelstand.

 

Könnte die Politik Abhilfe schaffen?

Davon bin ich überzeugt. Wir hatten mehrfach qualifizierte Bewerber aus dem Ausland, die sofort hätten anfangen können. Trotzdem scheiterte die Einstellung an langwierigen Visaverfahren. Wenn Deutschland seinen Fachkräftebedarf decken will, braucht es schnellere Verfahren und weniger bürokratische Hürden für Menschen, die hier arbeiten möchten.