Arbeitsmarkt weiterhin angespannt

Arbeitslosigkeit sinkt leicht, Wirtschaft bleibt unter Druck

Weniger Arbeitslose als im August, aber mehr als vor einem Jahr: Der Berliner Arbeitsmarkt zeigt im September ein gemischtes Bild. Auch die Arbeitslosenquote liegt leicht über dem Vorjahreswert.

Zu sehen ist ein junger Mann mit kurzen, dunklen, lockigen Haaren. Er Trägt eine Brille und einen dunkelgrünen Pullover. Er steht an einem Tisch, darauf ein Laptop an dem er arbeitet. Neben ihm eine junge Frau, die beobachtet, was er am Laptop tut.

Die Wirtschaft braucht Investitionen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen

Laut Bundesagentur für Arbeit waren in Berlin im September 2026 insgesamt 223.826 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4.134 weniger als im Vormonat, zugleich aber 3.639 mehr als im September 2025. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,4 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. 

„Die leicht aufgehellten Konjunkturerwartungen sind noch keine Entwarnung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner. Eine nachhaltige Besserung sei nicht in Sicht. Schreiner fordert deshalb Maßnahmen für mehr Investitionen und neue Arbeitsplätze und warnt vor zusätzlichen Belastungen für Unternehmen. “Berlin braucht mehr Wirtschaft und nicht weniger”, betont Schreiner. Die Wahlversprechen könnten die ohnehin schwierige Haushaltslage noch verschlimmern und zu weiteren Sparzwängen führen. Um so mehr käme es auf ein positives Investitionsklima an, um zusätzliche Gewerbeerträge zu generieren.

Neben der im Bundesvergleich anhaltend hohen Arbeitslosigkeit besteht in Berlin weiterhin ein Passungsproblem. Im September 2026 wurden 5.149 neue Arbeitsstellen gemeldet, 15,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand lag mit 20.707 Stellen leicht über dem Vorjahreswert. Zum Start des Ausbildungsjahres waren zusätzlich rund 6.000 Ausbildungsplätze unbesetzt.