KI und Digitale Souveränität

Ecosia setzt auf Open Source für mehr digitale Unabhängigkeit

Die Berliner Suchmaschine Ecosia stellt ihre KI-Technologie neu auf. Damit greift das Unternehmen einen Trend auf, der auch für viele Berliner Unternehmen an Bedeutung gewinnt: Open Source als Weg zu mehr digitaler Unabhängigkeit.

Zu sehen ist ein Ausschnitt eines Laptopbildschirms. Zu erkennen ist ein offenes Fenster der Suchmaschine Ecosia. Man schaut durch das Glas einer Lupe.

Ecosia ist eine in Berlin gegründete Suchmaschine, die einen Teil ihrer Einnahmen in Klimaschutzprojekte investiert.

Ecosia-Gründer Christian Kroll begründet den Wechsel vom französischen Anbieter Mistral mit technischen Problemen, Qualitätsmängeln und hohen Kosten. Stattdessen setzt das Unternehmen auf offene KI-Modelle verschiedener Anbieter, darunter auch aus China. Laut IHK-Digitalisierungsumfrage steigt der Bedarf an Open-Source-Lösungen, während bereits drei Viertel der befragten Berliner Unternehmen entsprechende Software nutzen. Als wesentliche Gründe nennen diese dabei die digitale Souveränität und Kostensenkungen.

Die Unternehmen richten auch Forderungen an die Politik: 65 Prozent sprechen sich dafür aus, Open Source bei öffentlichen Vergaben stärker zu berücksichtigen, 59 Prozent wünschen sich mehr offene Lösungen in der Verwaltung.

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Holger Lunau