Wirtschaftsstandort

Autozulieferer Schaeffler schließt Berliner Standort

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft seinen Sparkurs. Der Berliner Standort mit 270 Beschäftigten soll geschlossen werden. Deutschlandweit fallen 2.660 Stellen weg.

LKW mit dem Schriftzug Schaeffler in einer Messehalle

Schaeffler schließt Standort in Berlin.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler plant die Schließung seines Berliner Standorts. Damit stehen die derzeit rund 270 Arbeitsplätze in der Hauptstadt vor dem Aus. Neben Berlin sollen auch die Standorte Dortmund, Morbach und Schwalbach perspektivisch geschlossen werden.

Die Maßnahmen sind Teil eines neuen Sparprogramms des Konzerns. Weltweit sollen knapp 3.500 Stellen wegfallen, davon 2.660 in Deutschland. Schaeffler begründet den Schritt mit den anhaltenden Schwierigkeiten im Automobilgeschäft sowie vergleichsweise hohen Personalkosten in Deutschland.

Rund die Hälfte des geplanten Stellenabbaus betrifft die Produktion, weitere 30 Prozent Forschung und Entwicklung. Insgesamt sind 16 europäische Standorte von den Maßnahmen betroffen.

Ab 2030 will Schaeffler damit jährlich rund 300 Millionen Euro einsparen. Für die Umsetzung rechnet der Konzern zunächst mit Kosten von etwa 480 Millionen Euro.

IG Metall und Konzernbetriebsrat kritisieren den erneuten Stellenabbau. Bereits 2024 und 2025 hatte Schaeffler den Abbau mehrerer Tausend Arbeitsplätze angekündigt.