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Top 5 Food-Start-ups in Berlin: So schmeckt die Zukunft

Berlin ist nicht nur Start-up-Hauptstadt, sondern auch ein wichtiger Standort für Foodtech und neue Lebensmittelmarken. Diese fünf Food-Start-ups aus Berlin sollte man kennen – von veganem Käse über digitale Lieferketten bis zu Creator-Food-Brands.

Von: Jana Illhardt
Schreibtisch mit Proteinriegeln und Produkten von KoRo.

KoRo ist eines der bekanntesten Food-Start-ups aus Berlin.

Berlin gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Start-up-Standorte Europas. Besonders dynamisch ist die Szene dort, wo Ernährung, Technologie und neue Konsumgewohnheiten zusammenkommen: bei Food-Start-ups. Sie entwickeln neue Lebensmittel, digitalisieren den Handel, bauen Marken über Social Media auf oder arbeiten an Lösungen für eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion.

Die Bandbreite ist groß: Einige Berliner Food-Start-ups verkaufen Snacks europaweit im Handel, andere entwickeln Käse ohne Kuhmilch, Fleischalternativen mit Textiltechnologie oder Software für Lebensmittelgroßhändler. Genau diese Mischung macht Berlin zu einem spannenden Standort für Foodtech, Food-Commerce und neue Ernährungstrends.

Welche Food-Startups aus Berlin sollte man kennen?

Platz 1: KoRo – vom Onlinehandel zur europäischen Food-Marke

KoRo gehört zu den bekanntesten Food-Startups aus Berlin. Das Unternehmen ist mit Nüssen, Snacks, Trockenfrüchten, veganen Produkten und Vorratsartikeln groß geworden – zuerst stark über den eigenen Onlineshop, inzwischen auch im stationären Handel. Von Berlin-Schöneberg aus steuert KoRo die Expansion in mehrere europäische Märkte.

Besonders interessant ist KoRo, weil das Unternehmen zeigt, wie sich Food-Commerce, Social Media und Einzelhandel verbinden lassen. Aus einer digitalen Direktvertriebsmarke ist eine europaweit sichtbare Lebensmittelmarke geworden. 2025 erzielte KoRo laut Branchenberichten 252 Millionen Euro Umsatz – ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Branche: Food-Commerce 
Gründung: 2014
Geschäftsmodell: Onlinehandel und Einzelhandelsvertrieb für Snacks, Vorratsprodukte und vegane Lebensmittel

Platz 2: Choco – die Plattform für Lebensmittelgroßhandel und Gastronomie

Chocodigitalisiert die Bestellprozesse zwischen Restaurants, Lieferanten und Lebensmittelgroßhändlern. Über die Plattform können Unternehmen Bestellungen, Kundenbeziehungen und Abläufe im Foodservice effizienter organisieren. 

Das Berliner Unternehmen ist besonders relevant, weil es nicht direkt beim Endkunden ansetzt, sondern an einer zentralen Stelle der Branche: der Lieferkette. Gerade dort entstehen im Lebensmittelgeschäft hohe Kosten, Abstimmungsaufwand und Warenverluste. Choco will Bestellungen, Vertrieb und Kundenmanagement für Großhändler einfacher und datengetriebener machen.

Branche: Foodtech / B2B-Software
Gründung: 2018
Geschäftsmodell: Softwareplattform für Lebensmittelgroßhändler, Lieferanten und Gastronomie

Choco-Gründer Daniel Khachab bei einem Vortrag.

Daniel Khachab gründete Choco 2018 in Berlin.

Platz 3: Formo – Käse ohne Milch

Formo ist eines der bekanntesten Berliner Foodtech-Unternehmen im Bereich alternativer Proteine. Das Unternehmen arbeitet an tierfreien Käsealternativen und nutzt dafür Fermentationsverfahren. Die Europäische Investitionsbank stellte Formo 2025 ein Darlehen über 35 Millionen Euro bereit. Das Unternehmen wurde 2019 in Berlin gegründet und arbeitet an der Skalierung von Fermentationsprozessen für Alternativen zu Milch- und Ei-Produkten.

Formo steht exemplarisch für einen Foodtech-Trend, der weit über klassische vegane Ersatzprodukte hinausgeht: Lebensmittel sollen mithilfe von Biotechnologie entwickelt werden – mit Geschmack, Textur und Funktionalität, die näher am Original liegen. Damit verbindet das Unternehmen Forschung, Nachhaltigkeit und Konsumgütermarkt.

Branche: Foodtech / Alternative Proteine
Gründung: 2019
Geschäftsmodell: Entwicklung und Vertrieb tierfreier Käse- und Lebensmittelalternativen

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Jana Illhardt
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Platz 4: Project Eaden – Fleischalternativen mit Fasertechnologie

Project Eaden entwickelt pflanzenbasierte Fleischalternativen, die mithilfe einer eigenen Fasertechnologie hergestellt werden. Das Berliner Foodtech-Startup wurde 2022 gegründet und arbeitet an Produkten, die Textur und Struktur von Fleisch besser nachbilden sollen. Anfang 2025 sammelte Project Eaden 15 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierung ein.

Spannend ist Project Eaden, weil das Unternehmen Technik aus der Textilindustrie auf Lebensmittel überträgt. Statt nur Masse oder Geschmack zu imitieren, geht es um die Faserstruktur – also um das, was Fleisch im Mundgefühl ausmacht. Für Berlin zeigt das: Food-Startups sind hier längst auch Deep-Tech-Unternehmen.

Branche: Foodtech / Alternative Proteine
Gründung: 2022
Geschäftsmodell: Entwicklung pflanzenbasierter Fleischalternativen mit Fasertechnologie

Brot mit Salat, Tomate und Kräuterschinken-Alternative von Project Eaden.

Project Eaden forscht an Fleischersatzprodukten wie dieser Kräuterschinken-Alternative.

Umsatz
3,3
Milliarden Euro
Umsatz macht die Lebensmittelindustrie in der Haupstadt.
Arbeit
13.524
Beschäftigte
arbeiten in Berlin in der Lebensmittelproduktion.
Ausland
31,7
Prozent
des Umsatzes der Berliner Nahrungsmittelproduktion wird im Ausland erzielt.

Platz 5: LANCH – Food-Marken für die Creator Economy

LANCH entwickelt Food-Marken gemeinsam mit Creatorn, Musikern und bekannten Persönlichkeiten. Das Berliner Startup verbindet Foodtech, Markenaufbau, Social Media und Liefergeschäft. 2025 sammelte LANCH 26 Millionen Euro in einer Series-A-Runde ein, angeführt von Felix Capital und HV Capital. 

Das Geschäftsmodell zeigt, wie sich die Food-Branche verändert: Marken entstehen nicht mehr nur über Supermarktregale, sondern auch über Communitys, Reichweite und digitale Vertriebskanäle. NachBerlin passt LANCH besonders gut, weil hier Start-up-Szene, Kreativwirtschaft, Gastronomie und Social Commerce eng zusammenkommen.

Branche: Foodtech / Creator Commerce
Gründung: 2023
Geschäftsmodell: Aufbau und Skalierung von Food-Marken mit Creatorn und Partnerrestaurants

Warum die Food-Szene gerade in Berlin boomt

Food-Startups finden in Berlin mehrere Vorteile gleichzeitig: eine große und diverse Konsumentengruppe, internationale Gründerteams, Nähe zu Investoren, eine ausgeprägte Gastro-Szene und eine starke Nachfrage nach neuen Ernährungsformen. Besonders vegane und pflanzenbasierte Produkte profitieren davon. 

Gleichzeitig zeigt die Top 5: Food-Startups aus Berlin sind sehr unterschiedlich. KoRo baut eine europäische Konsummarke, Choco digitalisiert Lieferketten, Formo und Project Eaden arbeiten an neuen Proteinen, LANCH verbindet Food und Creator Economy. Genau diese Breite macht Berlin zu einem der spannendsten Foodtech-Standorte in Deutschland.

Hinweis: Die Auswahl ist keine verbindliche Rangliste nach Bewertung oder Umsatz. Berücksichtigt wurden Berliner Food-Startups mit hoher Sichtbarkeit, wirtschaftlicher Relevanz, Innovationsgrad und klarem Bezug zur Berliner Wirtschaft.