IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Ausbildung

IHK-Umfragen: Hohe Zufriedenheit bei Azubis – doch Wohnraummangel bremst Berlins Ausbildungsmarkt

Berlins Auszubildende sind sehr zufrieden: 85 Prozent würden ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Dennoch bleiben viele Plätze unbesetzt. Neben dem klassischen Matching-Problem blockiert zunehmend der angespannte Berliner Wohnungsmarkt den Berufseinstieg. Das zeigen aktuelle IHK-Umfragen und eine Wohnbedarfsstudie des Forschungsinstituts empirica.

Milena Fritzsche
Pressekonferenz der IHK Berlin

Rund 80 Prozent der Berliner Auszubildenden haben sich trotz Alternativen bewusst für den dualen Weg entschieden, eine gute Nachricht, wie IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner betont.

An Stellen mangelt es nicht – laut Bundesagentur für Arbeit sind über 5.000 Plätze frei. Die Dunkelziffer ist hoch, da 44 Prozent der Betriebe ihre freien Stellen gar nicht oder nur selten der Arbeitsagentur melden.

Fehlende Bewerber und fehlender Wohnraum

Die Krux liegt in der Besetzung: 42 Prozent der Unternehmen können laut IHK-Umfrage ihre Ausbildungsplätze nicht vollständig besetzen. Als Hauptgrund nennen 95 Prozent das Fehlen passender Bewerbungen – ein Plus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zu 2025.

IHK Umfrageergebnisse

42 Prozent der Unternehmen konnten laut IHK-Umfrage nicht alle Ausbildungsplätze besetzen.

Zusätzlich verschärft der Wohnungsmarkt das Problem. Drei von zehn Unternehmen berichten, dass Jugendliche Stellen wegen fehlender Unterkünfte nicht antraten; fast jeder sechste Betrieb erlebte deshalb bereits Kündigungen. Laut empirica-Studie im Auftrag der IHK Berlin haben 65 Prozent der Ausbildungsanfänger Wohnraum-Bedarf. Bis 2040 werden jährlich rund 3.400 zusätzliche Wohnplätze für zuziehende Azubis benötigt.

Umfragergebnisse der IHK Berlin

Fehlender Wohnraum kostet Ausbildungsplätze - das zeigt die Wohnbedarfserhebung im Auftrag der IHK Berlin.

Unternehmen würden viel Zeit und Ressourcen investieren, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen und im Betrieb zu unterstützen, sagt Tanja Schirmann, Geschäftsleiterin von Plischka Möbeltransporte. In der Praxis erlebe sie jedoch, dass Ausbildungsverhältnisse an Rahmenbedingungen wie fehlendem Wohnraum scheitern, die Betriebe allein nicht lösen können. 

Wenn Auszubildende keinen Wohnraum finden, gehen uns wichtige Nachwuchskräfte verloren.“
Tanja Schirmann Geschäftsleiterin Plischka Möbeltransporte

Wirtschaft fordert Handeln von der Politik

Mit Blick auf die Wahlen im September hat fordert die IHK Berlin neben einer stärkeren Berufsorientierung an Schulen einen massiven Ausbau des Azubi-Werks.

Das Azubiwerk muss zum zentralen Steuerungsinstrument für günstigen Wohnraum für Azubis gemacht werden.“
Manja Schreiner Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin

Das gerade gegründete Azubiwerk sei ein wichtiger Schritt, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner. Wenn allerdings 65 Prozent der Azubis Wohnraum-Bedarf haben, liege auf der Hand, dass die vorhandenen Plätze nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf für die nächste Landesregierung.

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