IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Shopping-Malls im Wandel

Mehr als Shopping: Besuch in den Gropius Passagen

Ist der Boom der Shopping-Center in Berlin vorbei? Seit dem Mauerfall ist die Stadt zur Hauptstadt der Malls geworden, mittlerweile befindet sich die Branche in einem Wandel. Umbauten, Umnutzungen, die Suche nach neuen Kundengruppen und Mietern – die meisten der etwa 70 Einkaufszentren positionieren sich neu.

Von: Mateusz Hartwich
Christian Danne, Centermanager der Gropius Passagen

Christian Danne, Centermanager der Gropius Passagen

Man muss sich Christian Danne als glücklichen Menschen vorstellen. Der Centermanager der Gropius Passagen ist Herr über 96.000 Quadratmeter. Das entspricht nicht nur fast 14 Fußballfeldern, sondern ist auch die größte Verkaufsfläche Berlins, mit 150 Läden. Galt früher auch in dieser Branche „Mehr ist mehr“, erfordert es heutzutage viel Einfallsreichtum, so viele Quadratmeter zu bespielen.

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Die Gropius Passagen im Wandel

Das Neuköllner Shopping-Center verdankt seine heutige Gestalt zwei Umbaumaßnahmen – zunächst wurde das seit 1969 bestehende Objekt Ende der Neunziger Jahre erheblich erweitert und modernisiert. Das Projekt war auch der Startschuss für die Berliner Karriere von Harald G. Huth, u.a. dem späteren Erbauer der Mall of Berlin. Ein weiterer Umbau erfolgte 2014-2018, seit 2025 zeichnet ein neuer Eigentümer und ein neuer Betreiber für die Gropius Passagen verantwortlich. Das Erbe war neben einer Branche im Wandel auch 15.000 Quadratmeter Leerstand nach dem Auszug von Galeria Karstadt Kaufhof, fast ein Sechstel der Fläche. Der Eigentümer befindet sich zur Nachnutzung in Verhandlungen, konkrete Namen künftiger Nutzer konnte Christian Danne nicht verraten.

Neuer Nutzermix

Wie bei vielen anderen Einkaufszentren in Berlin und weltweit gehen die Möglichkeiten weit über Shopping hinaus. An immer mehr Standorten entstehenin früheren Läden neue Nutzungen – von Arztpraxen, über Büros bis Restaurants. Best Practices gibt es genug: ob der Klub „Klunkerkranich“ auf dem Parkdeck der Neukölln Arcaden, ein Hotel auf dem Dach des Gesundbrunnen Centers im Wedding, oder das Indoor-Freizeitkonzept Game House im Lichtenberger Ring Center. Zuletzt wurde bekannt, dass ein Teil des Boulevard Berlin in Steglitz zu Mini-Apartments für Geschäftsreisende umgebaut wird.

Immer wieder gibt es auch Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen. Im Allee-Center in der Landsberger Allee wird bis September 2026 ein leerstehendes Ladenlokal vom Bezirksamt Lichtenberg bespielt. Auch für die Gropius Passagen kann sich Christian Danne eine solche Zusammenarbeit vorstellen. Das Interesse seitens der Verwaltung ist vorhanden.

In Kundenbefragungen werden wiederholt Namen von Modemarken genannt, die sich die Besucher des Centers wünschen und den Nutzermix erweitern würden: Zara, Tk Maxx, New Yorker. „Auch im gastronomischen Bereich, im Erlebnis- und Eventbereich gibt es diverse Partner, mit denen wir gerade sprechen, um die Mall nochmal auf ein anderes Level zu heben“, ergänzt Danne. Das Gebot der Stunde ist also, den Menschen mehr Anlässe zu geben, um in ein Shoppingcenter zu gehen.. Im Exklusiv-Interview mit der Berliner Wirtschaft betonte seinerzeit auch Harald G. Huth, der Schöpfer der heutigen Gropius Passagen: „Die stationären Läden müssen gestärkt werden, schließlich wollen alle lebendige Innenstädte, mehr soziales Miteinander, kulturellen Austausch“.