20 Jahre „UNESCO City of Design“

LIVING BERLIN: Sonntagsöffnung zum doppelten Jubiläum

Verkaufsoffene Sonntage bleiben in Berlin ein umstrittenes Thema. Stephanie Salziger, Center Managerin des Interior-Design-Kaufhauses in der Kantstraße erläutert, warum ihr Unternehmen nach vielen Jahren wieder mitmacht und warum der Handel konkrete Anlässe liefern muss, um die Menschen in die Einkaufszentren zu holen.

Von: Mateusz Hartwich
Außenansicht des Kaufhauses Living Berlin in der Kantstraße

LIVING BERLIN, das Kaufhaus für Interior Design in der Kantstraße (früher "Stilwerk")

Am 4. Oktober veranstaltet die AG City einen verkaufsoffenen Sonntag. LIVING BERLIN beteiligt sich zum ersten Mal seit vielen Jahren daran. Was hat den Ausschlag gegeben?

In diesem Jahr feiert Berlin 20 Jahre als „UNESCO City of Design“. Das war für uns in Verbindung mit dem Feiertagswochenende der passende Anlass, einen verkaufsoffenen Sonntag im Herbst zu veranstalten. Gleichzeitig beginnt im Oktober die Hochsaison für unsere Stores und Showrooms, denn im Herbst nehmen viele Kundinnen und Kunden ihre Interior-Projekte in Angriff und starten mit der konkreten Planung.

„Entscheidend ist für uns, einen echten Anlass für den Besuch zu schaffen und Menschen ins Haus zu holen, die sich konkret mit Einrichtung und Interior Design beschäftigen.“
Stephanie Salziger Center Managerin LIVING Berlin

Berlin schöpft seine gesetzlichen Möglichkeiten bei verkaufsoffenen Sonntagen nicht aus, viele Unternehmen - und auch die IHK Berlin - fordern mehr Öffnungen. Einige Einzelhändler abseits der hochfrequentierten Einkaufsstraßen waren in der Vergangenheit eher skeptisch. Wie blicken Sie darauf?

Natürlich muss sich der zusätzliche Aufwand für unsere Stores lohnen. Deshalb verstehen wir den 4. Oktober nicht einfach als verlängerte Öffnungszeit. Wir schaffen gemeinsam mit unseren Stores ein Programm und investieren gezielt in die Kommunikation. Entscheidend ist für uns, einen echten Anlass für den Besuch zu schaffen und Menschen ins Haus zu holen, die sich konkret mit Einrichtung und Interior Design beschäftigen. Und wir feiern ein großes Jubiläum im Haus: 100 Jahre Lichthaus Mösch!

Im Mai 2021 wurde das ehemalige stilwerk in LIVING BERLIN umbenannt. Wie fällt Ihre Bilanz nach fünf Jahren aus?

Es war mehr als eine Umbenennung: Mit dem Eigentümerwechsel 2021 ging eine bewusste Neupositionierung des Hauses einher. Der Name LIVING BERLIN bringt zum Ausdruck, wofür das Haus seit mittlerweile mehr als 26 Jahren steht: eine Anlaufstelle für alle, die hochwertige Einrichtung für ihr Leben in Berlin suchen, und zwar für alle Bereiche des Zuhauses. Gleichzeitig haben wir uns in den vergangenen fünf Jahren noch stärker als Plattform für die Berliner Designszene geöffnet, mit eigenen Veranstaltungen, Kooperationen und neuen Formaten.

Zu sehen ist eine blonde Frau mit Brille, es ist Stephanie Salziger, Center Managerin von LIVING BERLIN

Stephanie Salziger, Center Managerin von LIVING BERLIN

LIVING BERLIN

LIVING BERLIN ist das Interior-Haus in der City West. Auf vier Etagen und rund 16.000 Quadratmetern präsentieren rund 40 Stores und Showrooms mehr als 4.000 Marken aus den Bereichen Möbel, Licht, Küchen, Bad, Wohnaccessoires, Kunst und Technik. Neben den Produkten steht die persönliche Beratung im Mittelpunkt. Zugleich versteht sich LIVING BERLIN als Plattform und Treffpunkt für Interior Design und die Berliner Designszene.