Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Dirk Holzfuss, Rheinfrank Antique Jewellery (Rheinfrank & Holzfuss OHG)

Dirk Holzfuss verkauft Antikschmuck. Sein Partner Oliver Rheinfrank und er haben klein angefangen, heute betreiben sie eine Dependance in München. Der Unternehmer spricht über Angebote aus den USA und mangelnder Sauberkeit in Berlin.

Von: Sabine Hölper
Auf dem Bild sin zwei Männer zu sehen. Beide stehen relativ nah an der Kamera. Der Mann rechts hat seinen Arm um den Mann links. Beide lächeln in die Kamera

Dirk Holzfuss und Oliver Rheinfrank führen gemeinsam die Rheinfrank & Holzfuss OHG. Aus einem kleinen Geschäft für Antikschmuck ist ein Unternehmen mit Showrooms in Berlin und München geworden.

Herr Holzfuss, Sie und Ihr Partner Oliver Rheinfrank sind Schmuckhändler. Erzählen Sie mehr.

Wir haben klein auf zwölf Quadratmetern und neben unseren Jobs mit dem Handel von Antikschmuck angefangen. Vor 17 Jahren sind wir dann in ein 160 Quadratmeter großes Ladenlokal in der Linienstraße gezogen, haben es ausgebaut und luxuriös einrichten lassen. Wir hatten das Glück, dass kurz später in der Nähe das Soho House eröffnete. Plötzlich standen die Stars im Laden. Es lief. Dann haben wir noch unseren Onlineshop ins Leben gerufen. Und vor einem Jahr haben wir einen zweiten Showroom in München eröffnet. 

Was genau finden die Kunden bei Ihnen?

Wir bieten die wohl größte und abwechslungsreichste Auswahl antiker Schmuckstücke und Verlobungsringe in Berlin an. Unser Antik- und Vintageschmuck stammt aus den Jahren 1750 bis 1980, vereinzelt aus den 1990er Jahren. Ein Großteil kommt aus Europa. Wir verkaufen ausschließlich Originale, niemals Duplikate. Jedes Schmuckstück ist individuell, gibt es nur ein Mal auf der Welt. Das schätzen unsere Kunden, die im Kern zwischen Mitte 20 und Ende 30 sind.

Was gefällt Ihnen am Unternehmer sein?

Ich war immer unternehmerisch tätig, vorher in der Reisebranche. Ich möchte das nie wieder ändern. Es ist befriedigend, eigene Entscheidungen treffen zu können.

Nervt Sie auch das ein oder andere?

Einerseits gibt es etliches, das mir aufstößt. Deutschland ist ein Hochabgabenland, trotzdem funktioniert wenig. Ich hatte viele Angebote, vor allem aus den USA, ich hätte hingehen können. Aber ich bin in meiner Heimatstadt Berlin geblieben. Denn ich habe ja trotzdem ein schönes Leben. Und jammern bringt sowieso nichts.

Was könnte die Politik verbessern?

Wenn diese Stadt nicht bald sauberer wird, bleiben die einkommensstarken Touristen demnächst ganz weg. Wir aber brauchen diese Touristen.