Warenhauskette kämpft ums Überleben

Galeria beantragt zum vierten Mal Insolvenz in sechs Jahren

Die Warenhauskette Galeria steht erneut vor einem Insolvenzverfahren. Bundesweit sind 83 Filialen und rund 12.000 Beschäftigte betroffen. Auch vier Berliner Häuser stehen auf einer Liste von Standorten, deren Fortbestand geprüft wird.

Foto von einem Galeria Kaufhof Gebäude

Zukunft fraglich: Für Galeria läuft aktuell das vierte Insolvenzverfahren.

Galeria hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Es ist die vierte Insolvenz seit 2020. Der Geschäftsbetrieb in den 83 verbliebenen Filialen soll zunächst weiterlaufen. 

Im Juni hatte Galeria eine Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro erhalten, die an ein Sanierungskonzept mit weiteren möglichen Filialschließungen geknüpft ist. Allerdings wurden laut Berichten bereits erhebliche Mittel der Finanzierung für die Ablösung eines bestehenden Kredits und offene Mietzahlungen verwendet.

In Berlin betreibt Galeria derzeit sechs Häuser mit rund 1.300 festangestellten Mitarbeitern: am Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, in der Schloßstraße, in Spandau und in Tegel. Die Standorte am Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm und in Spandau stehen bereits seit Juli auf dem Prüfstand. 

In den vergangenen Insolvenzverfahren wurden in Berlin bereits die Häuser an der Wilmersdorfer Straße und Müllerstraße sowie im Ring-Center und am Tempelhofer Damm geschlossen.

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