Kleidung und Inklusion

3 Fragen an Lena Förster von der Wombly GmbH

Als Lena Försters Nichte als Frühchen geboren wurde, wurde ihr bewusst, wie schwer es ist, Baby- und Kinderkleidung zu finden, die nicht der Norm entspricht. Dabei ist sie auf diverse aus der Not heraus entstandene Lösungen von Eltern gestoßen. Auch wenn sie die kreativen Ideen begeisterten, wurde um so deutlicher: Hier fehlt etwas am Markt!

Von: Michael Gneuss
Zu sehen ist eine junge Frau mit dunklen lockigen Haaren, die vor einem neutralen Hintergrund steht und freundlich in die Kamera schaut.

Lena Förster, Geschäftsführerin der Wombly GmbH

Warum haben Sie Wombly gegründet?

Kinder ohne Behinderung können Kleidung aus einem riesigen Angebot auswählen. Für Kinder mit Behinderung gibt es so gut wie nichts. Deshalb wollten wir adaptive Bekleidung für Kinder entwickeln. Damit ist Kleidung gemeint, die die medizinische Versorgung oder den Pflegealltag erleichtert. Gleichzeitig soll sie das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. Zudem sind unsere Produkte online zu bestellen und in zwei Tagen da.

Was ist die Alternative für Eltern?

Alternativ müssen Eltern zu Änderungsschneidereien gehen oder Maßanfertigungen beauftragen. Aber das dauert oft sehr lange. Das ist ein Problem, weil adaptive Kleidung, zum Beispiel vor Operationen, schnell benötigt wird. Mitunter schneiden Eltern selbst Löcher in die Kleidung.

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Produzieren Sie die Kleidung selbst?

Das Design wird bei uns inhouse gemacht. Wir sprechen für die Produktentwicklung mit Eltern, Pflegefachkräften und medizinischem Personal. Die Produkte lassen wir industriell in Polen und Portugal fertigen.