Immobilienmarkt

Berliner Wohnungsmarkt: Mehr Verkäufe trotz stagnierender Kaufpreise

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Berlin bleiben stabil, gleichzeitig werden wieder mehr Wohnungen verkauft und die Mieten steigen deutlich an. Der IVD Berlin-Brandenburg sieht den Markt jedoch durch politische Unsicherheiten belastet.

Zu sehen ist ein sich im Bau befindendes mehrstöckiges Haus. Davor steht ein Kran.

Wohnungsneubau wird dringend benötigt

Laut IVD Berlin-Brandenburg kostet eine Eigentumswohnung in Berlin durchschnittlich 5.070 Euro pro Quadratmeter – etwa so viel wie im Vorjahr – während sich freistehende Einfamilienhäuser um drei Prozent auf 5.360 Euro pro Quadratmeter verbilligten. In den ersten drei Quartalen 2026 stieg die Zahl der Verkäufe von Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent. Auch unbebaute Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau verzeichneten seit mehr als drei Jahren wieder mehr Transaktionen.

Die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhte sich innerhalb eines Jahres um elf Prozent auf 10,61 Euro pro Quadratmeter, mit deutlichen Unterschieden zwischen Stadtteilen. In den zentralen östlichen Stadtteilen liegt der Durchschnitt bei 13,33 Euro, in den östlichen Außenbezirken bei 8,20 Euro. Der IVD Berlin-Brandenburg warnt zudem, dass Debatten über Vergesellschaftung und Mietenstopp Investoren verunsichern und den benötigten Wohnungsneubau erschweren könnten.