Kritische Infrastruktur & Resilienz

KRITIS-Dachgesetz: Verkehrsminister beraten über Umsetzungsstand

Angesichts zunehmender Cyberangriffe, Sabotageakte und hybrider Bedrohungen rückt die Sicherheit kritischer Infrastrukturen weiter in den Fokus. Die Verkehrsministerkonferenz berät am 21. und 22. Oktober über die Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes.

Zu sehen ist eine Person in blauem Hemd, die ihre Hand ausstreckt. Vor der Hand sind digitale Symbole zu sehen, die Resilienz und Schutz symbolisieren.

Das KRITIS-Dachgesetz setzt einen rechtlichen Rahmen für physische Sicherheit und Resilienz.

Mit dem im März verabschiedeten KRITIS-Dachgesetz und der derzeit erwarteten KRITIS-Verordnung sollen die Widerstandsfähigkeit und der Schutz kritischer Infrastrukturen gestärkt werden. Umsetzungsstand und Auswirkungen für Betreiber kritischer Verkehrs- und Versorgungsinfrastrukturen sind heute Thema der Verkehrsministerkonferenz. 

Die Verkehrsminister hatten bereits vor einem Jahr gewarnt, dass die Umsetzung des KRITIS-Dachgesetzes keine unnötigen zusätzlichen Bürokratielasten für Verkehrsbetreiber verursachen dürfe. Auch aus Sicht der Wirtschaft müssen die neuen Anforderungen praxistauglich und verhältnismäßig sein. Gerade der industrielle Mittelstand darf durch unklare Vorgaben oder Doppelregulierung nicht unnötig belastet werden.

Resilienz ist allerdings nicht nur Aufgabe für Staat und KRITIS-Betreiber. Mit dem neuen Seminar „Wirtschaftsschutz & Resilienz praktisch umsetzen“ unterstützt die IHK Berlin deshalb insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, kritische Prozesse abzusichern, Risiken zu erkennen und sich gegen Cyberangriffe, Sabotage und Krisenlagen besser aufzustellen. Im Fokus stehen konkrete Werkzeuge für die Praxis statt zusätzlicher Bürokratie.

Wirtschaftsschutz & Resilienz praktisch umsetzen

Wie krisenfest ist Ihr Unternehmen? Im Seminar der IHK Berlin identifizieren Sie Risiken und entwickeln konkrete Maßnahmen für Ihre Krisenvorsorge.

Inhalte:

  • Kritische Prozesse und Abhängigkeiten erkennen
  • Risiken bewerten
  • Maßnahmen für mehr Resilienz ableiten

20. November 2026, von 9:00 bis 17:00 Uhr
Jetzt anmelden

Auch die DIHK begrüßt das Ziel stärkerer Sicherheit und Resilienz, fordert aber zugleich verhältnismäßige und praxistaugliche Regelungen. Unternehmen benötigten frühzeitig Klarheit über rechtliche Anforderungen, Zuständigkeiten, Fristen und Kosten. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen bräuchten ein "Once only"-Prinzip statt mehrfacher Melde- und Nachweispflichten, um ihre Krisenvorsorge zu stärken.