IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Coworking in Berlin

Wo Start-ups, Kreative und Tech-Unternehmen heute arbeiten

Coworking gehört in Berlin inzwischen zur Wirtschaftsstruktur der Stadt. Doch welche Anbieter und Standorte prägen die Szene wirklich? Ein subjektiver Überblick über die wichtigsten Spaces der Hauptstadt.

Von: Jana Illhardt
Blick in den Innospace des betahaus Kreuzberg. Menschen sitzen an mehreren Tischen. Große Fensterfronten.

Hohe Decken, große Fensterfronten: Das Betahaus in Kreuzberg gehört zu den bekanntesten Coworking-Standorten Europas.

Coworking ist in ganz Deutschland und besonders in Berlin längst mehr als eine Übergangslösung für Freelancer. Flexible Arbeitsplätze gehören heute zur Infrastruktur der Hauptstadtwirtschaft – für Start-ups ebenso wie für Agenturen, Tech-Unternehmen oder hybride Teams großer Konzerne.

Die Szene ist entsprechend vielfältig: Manche Spaces setzen auf Community und Netzwerke, andere auf Premium-Büros oder spezialisierte Zielgruppen wie Climate-Tech-, Hardtech- oder Impact-Start-ups. Gleichzeitig haben sich bestimmte Berliner Kieze als Coworking-Hotspots etabliert.

Berlin zählt inzwischen deutlich mehr als 220 Coworking- und Flex-Office-Standorte. Besonders stark vertreten sind Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain und Prenzlauer Berg.

Was ist eigentlich Coworking?

Coworking bezeichnet flexible Arbeitsmodelle, bei denen Menschen aus unterschiedlichen Unternehmen oder Projekten gemeinsame Büroflächen nutzen. Typisch sind flexibel buchbare Schreibtische, Meetingräume, Community-Events und kurze Vertragslaufzeiten.

Coworking-Spaces sind besonders beliebt bei:

  • Freelancern und Kreativen 
  • Start-ups und Tech-Unternehmen 
  • Remote-Teams 
  • Projektgruppen größerer Firmen 
  • internationalen Unternehmen mit kleinen Berliner Teams
Coworking
rund 220
Standorte
gibt es in Berlin in unterschiedlicher Größe
Coworking
rund 90
Arbeitsplätze
bietet ein deutscher Coworking-Space im Schnitt.
Coworking
rund 30
Euro
kostet im Durchschnitt ein Tagespass in einem Berliner Coworking.

Welche Coworking-Anbieter prägen Berlin besonders?

Betahaus – der Berliner Coworking-Pionier

Standort:Kreuzberg, Rudi-Dutschke-Straße
Schwerpunkt: Start-ups, Freelancer, Community
Geeignet für: Kreative, Gründer, digitale Projekte

Das Betahaus wurde bereits 2009 in Kreuzberg gegründet und gehört zu den bekanntesten Coworking-Pionieren Europas. 2018 bezog das Betahaus den ehemaligen Hauptsitz der taz in der Rudi-Dutschke-Straße. Das historische Gebäude wurde zum Magneten für Freelancer, Designer, Entwickler und kleine Teams, die sich einen Arbeitsplatz mit Community-Gefühl wünschen. 

Wer möchte, kann hier auch ein privates Office buchen. Der Fokus aber liegt auf dem Austausch. Café, Rooftop-Terrasse, Yoga, Events, Workshops oder Netzwerktreffen wie das „betabreakfast“: Die Gelegenheiten fürs Connecten sind vielfältig. Besonders Berliner Gründer schätzen die offene Atmosphäre und die Nähe zur Start-up-Szene rund um Kreuzberg und Mitte.

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Blick in ein helles, freundliches Großraumbüro mit hohen Decken.

Das St. Oberholz bietet individuelle Angebote in ganz Berlin.

St. Oberholz – vom Laptop-Café zum Start-up-Hotspot

Standorte:Rosenthaler Platz und Oranienstraße
Schwerpunkt: Kreativwirtschaft, digitale Szene
Geeignet für: Selbstständige, kleine Teams, Kreative

Das St. Oberholz gehört zu den bekanntesten Namen der Berliner Digitalszene und war bei seiner Gründung 2005, glaubt man den Betreibern, das „erste Coworking-Café Europas“. Der Standort am Rosenthaler Platz wurde früh zum Symbol der Berliner Laptop-Ökonomie.

Viele Start-ups und Digitalprojekte entstanden in den Anfangsjahren zwischen Café und Coworking-Flächen. Heute bietet das St. Oberholz mehrere Standorte mit Büros, Arbeitsplätzen und Community-Angeboten. Spaces verschiedener Größen finden sich in Friedrichshain, Pankow, Schöneberg, Mitte, Kreuzberg und Prenzlauer Berg – aber auch außerhalb Berlins, in Potsdam, Frankfurt Oder oder Chemnitz. Seit 2023 gibt es außerdem Erholungsort an der Müritz, für das Team-Event zwischendurch, eine Workation oder einfach eine Ruhepause: das St. Oberholz Woldzegarten Retreat.

WeWork – globaler Anbieter mit Berliner Premiumlagen

Standorte: Potsdamer Platz, Alexanderplatz, Hackescher Markt
Schwerpunkt: Flexible Büros, internationale Teams
Geeignet für: Scale-ups, Unternehmen, hybride Teams

WeWork rollte das Konzept Coworking im großen Stil international aus, doch langfristige Mietverträge für Premiumobjekte, aggressives Wachstum und die sinkende Nachfrage in der Corona-Pandemie führten in die Sackgasse: 2023 beantragte das Unternehmen Insolvenz. 

Das Verfahren ist inzwischen abgeschlossen, die Strategie neu aufgestellt. Einige Flächen, wie die in der Berliner Friedrichstraße, zählen nun nicht mehr zum Portfolio. 

Die verbleibenden Standorte liegen in zentralen Businessarealen und richten sich stärker an Unternehmen und größere Teams als an klassische Freelancer. Für gemeinschaftliches Arbeiten nennt der Anbieter sieben Spaces in Mitte, Friedrichshain und Charlottenburg.

Besonders internationale Firmen nutzen WeWork häufig als schnellen Berliner Standort ohne langfristigen Mietvertrag.

Mindspace – Boutique-Coworking für anspruchsvolle Teams

Standorte: Ku’damm, Friedrichstraße, Hausvogteiplatz
Schwerpunkt: Design, Premium-Atmosphäre, hybride Arbeit
Geeignet für: Agenturen, Beratungen, internationale Unternehmen

Mindspace positioniert sich zwischen Boutique-Hotel und Coworking-Space. Die acht Berliner Standorte setzen stark auf schickes Interior-Design, hochwertig ausgestattete Meetingbereiche und repräsentative Büroflächen.

Besonders beliebt sind die Spaces bei internationalen Teams, Beratungen und Unternehmen, die zentrale Innenstadtlagen mit flexiblen Verträgen kombinieren möchten.

Die Flagship-Location in der Friedrichstraße ist nur wenige Schritte vom Gendarmenmarkt entfernt und punktet mit einer großen Sonnenterrasse.

 

Heller Coworking Space auf unterschiedlichen Ebenen.

Im Impact Hub treffen sich vor allem Unternehmen mit Nachhaltigkeitsfokus.

Impact Hub Berlin – Coworking für nachhaltige Geschäftsmodelle

Standort:Neukölln
Schwerpunkt: Social Entrepreneurship, Nachhaltigkeit, Circular Economy
Geeignet für: Impact-Start-ups, NGOs, Green-Tech-Projekte

Der Impact Hub Berlinverbindet Coworking mit Nachhaltigkeits- und Impact-Themen. Im Mittelpunkt stehen Start-ups und Organisationen, die an sozialen oder ökologischen Geschäftsmodellen arbeiten.

Der Standort auf dem ehemaligen Kindl-Brauerei-Areal in Neukölln gehört zu den sichtbarsten Impact-Hubs der Stadt. Besonders stark ist die Community rund um Circular Economy, nachhaltige Ernährung und soziale Innovationen. 

Offizielle Mitglieder der Community können an verschiedensten Events teilhaben und kostenlose Beratungsstunden durch Experten aus dem Mitgliederkreis in Anspruch nehmen.

MotionLab.Berlin – Coworking für Hardtech und Prototyping

Standorte: Treptow und Marzahn
Schwerpunkt: Hardtech, Deep Tech, Makerspaces
Geeignet für: Hardware-Start-ups, Entwicklerteams, Climate-Tech

MotionLab.Berlin zeigt, wie spezialisiert Coworking inzwischen geworden ist. Der Anbieter kombiniert klassische Arbeitsplätze mit Werkstätten, Maschinen und Prototyping-Infrastruktur.

Besonders für Hardware- und Deep-Tech-Teams ist das relevant, weil hier nicht nur am Laptop gearbeitet wird. Mehr als 70 Hardtech-Start-ups sollen Teil des Ökosystems sein. 

Techspace – Coworking für Scale-ups und Tech-Teams

Standorte: Kreuzberg und Mitte
Schwerpunkt: Tech-Unternehmen, internationale Scale-ups
Geeignet für: Wachstumsunternehmen, Entwicklerteams

Techspace richtet sich gezielt an schnell wachsende Technologieunternehmen. Die Standorte kombinieren flexible Büros mit Eventflächen und Community-Angeboten für internationale Scale-ups.

Besonders bekannt ist der Standort im historischen Eiswerk-Gebäude in Berlin-Mitte, das heute als Workspace für Tech-Unternehmen genutzt wird.

Die wichtigsten Coworking-Standorte in Berlin

Kreuzberg: Kreativszene und Start-up-Kultur

Kreuzberg gilt weiterhin als Herzstück der Berliner Coworking-Szene. Hier sitzen Pioniere wie Betahaus, das B-Part vom St. Oberholz und zahlreiche kleinere Community-Spaces.

Die Mischung aus Kreativwirtschaft, Agenturen, Start-ups und internationaler Szene macht den Bezirk besonders attraktiv für flexible Arbeitsmodelle.

Mitte: Business, Tech und internationale Teams

Mitte ist der wichtigste Standort für größere Coworking-Anbieter und internationale Unternehmen. Rund um Rosenthaler Platz, Friedrichstraße und Potsdamer Platz sitzen zahlreiche Premium-Spaces.

Besonders stark vertreten sind hier Tech-Unternehmen, internationale Teams und flexible Unternehmensbüros.

Neukölln: Community und Impact

Neukölln hat sich in den vergangenen Jahren als Standort für kreative Communities, nachhaltige Geschäftsmodelle und junge Start-ups etabliert.

Coworking-Spaces wie Impact Hub oder kleinere unabhängige Anbieter profitieren von vergleichsweise günstigen Flächen und einer starken Gründerszene.

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Treptow und Adlershof: Deep Tech und Innovation

Rund um Treptow, Oberschöneweide und Adlershof entstehen zunehmend spezialisierte Tech- und Innovationsstandorte.

Coworking wird hier stärker mit Forschung, Hardware-Entwicklung und industrieller Innovation verbunden – etwa bei MotionLab.Berlin oder im Umfeld technologieorientierter Zukunftsorte

Warum Coworking für Unternehmen interessant bleibt

Coworking galt lange als Freelancer-Thema. Inzwischen nutzen jedoch auch größere Unternehmen flexible Büroflächen strategisch:

  • schnelle Expansion ohne langfristige Mietverträge 
  • Projektflächen für hybride Teams 
  • temporäre Innovations- oder Kreativstandorte 
  • Zugang zu Start-up-Ökosystemen 
  • Recruiting-Vorteile in attraktiven Arbeitsumgebungen 

Gerade in Berlin wird Coworking damit zunehmend Teil moderner Unternehmensstrategien.

Warum Berlin eine der wichtigsten Coworking-Städte Europas bleibt

Berlin verbindet mehrere Faktoren, die Coworking besonders attraktiv machen: internationale Talente, starke Start-up-Netzwerke, vergleichsweise flexible Büromärkte und eine hohe Dichte an Kreativ- und Technologieunternehmen.

Hinzu kommt die enorme Bandbreite der Angebote: Zwischen Community-Hub, Premium-Office, Makerspace und Impact-Netzwerk findet nahezu jede Zielgruppe passende Arbeitsmodelle.

Die Berliner Coworking-Szene zeigt damit auch, wie sich Arbeit insgesamt verändert: In Spaces arbeiten die Menschen flexibler, projektorientierter und stärker vernetzt als in klassischen Büroetagen vergangener Jahrzehnte.

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