IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Thomas Porstner, PSG PHARGO Service Gesellschaft

Wer morgens in einer Berliner Apotheke ein Medikament bestellt, kann es oft schon wenige Stunden später abholen. Für die meisten Kundinnen und Kunden ist das selbstverständlich. Dass dieses Versprechen meist eingehalten werden kann, liegt an einem eng verzahnten System im Hintergrund. Eine wichtige Rolle darin spielt die Berliner PSG PHAGRO-Service-Gesellschaft.

Von: Axel Novak
Ein Mann mit Brille steht vor dem Paul-Löbe Haus in Berlin. Er trägt einen Anzug.

Thomas Porstner führt die PSG PHAGRO-Service-Gesellschaft, die bundesweit Rücknahme- und Ausgleichsverfahren für den pharmazeutischen Großhandel organisiert.

Die PSG PHAGRO Service Gesellschaft sorgt dafür, dass die Abläufe zwischen pharmazeutischen Herstellern, Großhandel und Apotheken reibungslos funktionieren. Vieles davon bleibt für die Öffentlichkeit unsichtbar – für die Arzneimittelversorgung ist es jedoch unverzichtbar.

„Was uns auszeichnet, ist, dass wir standardisierte Verfahren für den pharmazeutischen Großhandel entwickeln und organisieren“, sagt Geschäftsführer Thomas Porstner. Dabei geht es vor allem um Arzneimittelrücknahmen und Lagerwertverlustausgleiche. „Statt vieler Einzelrücksendungen zwischen Apotheken und Herstellern bündeln wir die Prozesse effizient, transparent und kostensparend. Genau das motiviert uns: komplexe Rücknahme- und Ausgleichsverfahren so zu organisieren, dass sie für Industrie, Großhandel und Apotheken verlässlich, einfach und geräuschlos funktionieren“, sagt Porstner.

Die PSG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Bundesverbands des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO). Dessen acht Mitgliedsunternehmen beliefern alle 16.500 Apotheken in Deutschland und halten rund 100.000 verschiedene Arzneimittel sowie weitere apothekenübliche Produkte auf Lager. Mehrmals täglich versorgen sie auch die 673 Berliner Apotheken mit dringend benötigten Medikamenten und allen apothekenüblichen Produkten, wie Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte und Kosmetika.

Gegründet wurde die PSG 2010 in Berlin. Das Unternehmen versteht sich als schlanke Schaltzentrale für ein bundesweites Netzwerk. Neben Geschäftsführer Thomas Porstner, der zugleich Geschäftsführer und Justitiar des PHAGRO ist, gehört lediglich eine Mitarbeiterin als Assistenz und rechte Hand der Geschäftsführung zum Berliner Team. Von hier aus werden Prozesse koordiniert, an denen Hersteller, Großhandel und Tausende Apotheken beteiligt sind.

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Rücknahme von Arzneimitteln

Eine zentrale Aufgabe ist die Abwicklung von Rücknahmen. Müssen Arzneimittel oder Medizinprodukte  – meist wegen Rückrufen – vom Markt genommen werden, sorgt die PSG dafür, dass sie sicher und standardisiert zurück zu den Herstellern gelangen. Außerdem unterstützt das Unternehmen die Hersteller, wenn sich Preise ändern und deshalb Lagerwertverluste auftreten. Für die PHAGRO-Mitglieder organisiert die PSG Schulungen, etwa zur Erkennung gefälschter Arzneimittel oder zur Einhaltung der strengen Anforderungen an die sogenannte Gute Vertriebspraxis, die Good Distribution Practice (GDP).

Die regulatorischen Anforderungen an die PSG wachsen jedoch kontinuierlich. „Das ist eine große Herausforderung. Der Abstimmungsaufwand wächst, und gleichzeitig steigt der Druck, Prozesse trotz knapper Ressourcen jederzeit schnell, präzise und rechtssicher umzusetzen“, sagt Thomas Porstner. „Wir wünschen uns weniger Bürokratie, praxistauglichere Vorgaben und mehr Anerkennung für die wichtige Rolle, die der pharmazeutische Großhandel für die Arzneimittelversorgung übernimmt.“