IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Claudia Kerns, Sprechlaufwandern GmbH

Mit Sprechlaufwandern bringt Claudia Kerns Menschen in Bewegung. Im Interview erzählt die Unternehmerin, wie aus einer ehrenamtlichen Laufgruppe ein Social Business für Gesundheitsprävention wurde und was sie sich von der Politik wünscht.

Ulrike Menn

Claudia Kerns hat mit Sprechlaufwandern ein Social Business gegründet, das Menschen in Bewegung bringt und Gesundheitsprävention mit Gemeinschaftserlebnissen in der Natur verbindet.

Was ist ihr Business?

Wir sind ein Social Business im Bereich Gesundheitsprävention. Mit Sprechlaufwandern haben wir ein niederschwelliges Angebot geschaffen, mit dem jeder, ohne ein Rezept vom Arzt zu haben oder sich mit einer Mitgliedschaft zu binden, seinen Körper gemeinsam mit anderen wieder in Bewegung bringen kann. Das Einzige was man machen muss: Eine Buchung im Internet, und dann am Treffpunkt erscheinen. Wir laufen durch die grünen Oasen von Berlin, haben etwa 100 verschiedene Touren in Berlin, die alle acht bis zehn Kilometer lang sind. In Brandenburg bieten wir auch längere Touren an. Gelaufen wird in zügigem Schritttempo in kleinen Gruppen von durchschnittlich sechs Teilnehmenden.

Warum ist Laufen so wichtig?

Wir leben heute körperlich sehr bequem, mit viel Digitalisierung, und vielen Stunden am Schreibtisch sitzend. Die körperlichen Bewegungen, die wir vor hunderten von Jahren durch Ackerbau und Viehzucht hatten, fallen weg. Das heißt, die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt, aber unser Körper nicht. Und viele Menschen merken, dass es im Körper an einigen Stellen zwickt und sie zudem auch mentale Themen belasten. Diese Kombination aus physischer und psychischer Gesundheitsprävention - das ist es, was wir auf die Beine stellen. 

Was hat Sie motiviert, Unternehmerin zu werden?

Ich bin selbst gelaufen, hatte dann die Idee, dass Laufen in einer Gruppe doch schöner ist und habe dann über Facebook ehrenamtlich Laufgruppen geleitet. Nach vielem positiven Feedback habe ich daraus eine UG gemacht und 2021 die GmbH gegründet. Wir sind vier Gesellschafter plus Mitarbeitende, die die Touren als Buddy begleiten. Und es gibt Partner, wie zum Beispiel ein Rettungssanitäter, der gemeinsam mit uns ein Angebot entwickelt hat, in dem Menschen in der freien Natur Erste-Hilfe lernen. Das bieten wir auch Unternehmen an. Zudem habe ich das Unternehmertum von meinem Vater in die Wiege gelegt bekommen, wobei ich mich als Unternehmerin sehe, die gerne am Thema arbeitet und nicht das Ziel hat, ein großes oder mittelständisches Unternehmen mit Management-Ebenen aufzubauen.

Was gibt Ihnen positive Energie?

Ich ziehe meine Energie daraus zu spüren, dass ich etwas mit Sinn mache, indem ich Menschen wieder in Bewegung bringe und ihnen damit zu mehr Gesundheit verhelfe.

Was würden Sie sich von der Politik wünschen?

Wir haben im Verlauf unserer Unternehmensgeschichte auch schon ein Berliner Förderprojekt in Anspruch genommen. Da haben wir ein Produkt speziell für Alleinerziehende angeboten. Die Idee wurde direkt unterstützt. Aber als es in die Umsetzung ging, hat sich das sehr in einem Verwaltungsaufwand verloren, dessen Aufwand für mich nicht in Relation zu der Fördersumme stand. Das macht keinen Spaß, wie man da durch den Wolf gedreht wird. Ich würde mir von der Politik wünschen, dass der Prozess der Förderungen besonders für kleine Unternehmen vereinfacht wird.