IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Gesundheitswirtschaft

Health Innovation Quarter Berlin-Mitte: Neue Wege für medizinische Innovationen

Im Health Innovation Quarter Berlin-Mitte entstehen medizinische Innovationen im Zusammenspiel von Forschung, Startups und Industrie. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Produkte und Therapien zu überführen.

Von: Christian Nestler
Außenaufnahme des Unternehmenssitzes von Bayer Schering Pharma in Berlin

Teil des neuen Zukunftsortes für die Berliner Gesundheitswirtschaft: Bayer Schering im Wedding

Neue Technologien eröffnen Chancen, Krankheiten besser zu behandeln oder sogar zu verhindern. Am Zukunftsort Health Innovation Quarter Berlin-Mitte arbeiten Forschungseinrichtungen, Startups und Unternehmen gemeinsam daran, diese Möglichkeiten Realität werden zu lassen.

Die Bayer AG und die Charité – Universitätsmedizin Berlin schaffen gemeinsam mit weiteren Partnern ein Ökosystem, in dem DeepTech-Startups von der Forschung bis zur Produktion wachsen können. „In Berlin wird hochwertige medizinische Forschung betrieben“, erklärt Dr. Bettina von Streit, Standortleiterin von Bayer in Berlin. „Wir wollen helfen, diese Forschung aus dem Labor in den Markt zu bringen.“

Dafür unterstützt Bayer Gründerteams unter anderem mit Laborinfrastruktur, Expertise in der Medikamentenentwicklung und einem internationalen Netzwerk. Gleichzeitig profitieren junge Unternehmen von der Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit, die ein Standort im Bayer Co.Lab mit sich bringt.

EpiBlok: Neue Ansätze für die Behandlung von Epilepsie

Zu den jüngsten Unternehmen im Bayer Co.Lab gehört EpiBlok. „Wir haben einen Genvektor entwickelt, mit dessen Hilfe wir Temporallappenepilepsie behandeln können“, erklärt Mitgründerin Prof. Regine Heilbronn. Bei dieser Form der Epilepsie sprechen viele Betroffene nicht ausreichend auf bestehende Medikamente an. EpiBlok verfolgt deshalb einen neuen Ansatz: Ein minimalinvasiv eingebrachter Genvektor soll die Bildung von Dynorphinen in den betroffenen Nervenzellen anregen und dadurch epileptische Anfälle unterdrücken.

Die Entwicklung basiert auf langjähriger Forschungsarbeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Unterstützung erhielt das Unternehmen unter anderem durch die Charité sowie das Förderprogramm GO-Bio des Bundes. Mit dem Übergang in die Produktionsphase beginnt nun der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zur möglichen Anwendung am Patienten.

Cellbricks: Gewebe aus dem 3D-Drucker

Ein weiteres Beispiel für medizinische Innovationen aus Berlin ist Cellbricks. Das Spin-off der Technische Universität Berlin hat ein 3D-Druckverfahren entwickelt, mit dem sich aus Zellen und Biomaterialien lebensfähiges Gewebe herstellen lässt. „Wir arbeiten zunächst mit Fett- und Leberzellen“, erläutert Mitgründer Alexander Leutner. Die Technologie soll künftig unter anderem in der Wundheilung und bei der Behandlung von Leberschäden eingesetzt werden.

Die Grundlagen für die Entwicklung wurden bereits 2016 gelegt. Danach folgten mehrere Jahre intensiver Forschung und Entwicklung. Besonders wichtig waren dabei Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Partnern aus dem Berliner Innovationsökosystem. Heute beschäftigt Cellbricks 26 Mitarbeitende aus 13 Nationen. Gleichzeitig sieht Leutner Herausforderungen am Standort Deutschland. Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren müssten deutlich schneller werden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Zu sehen ist eine mittelalte Frau in hellem Sakko, die freundlich in die Kamera lächelt.
Bei Zell- und Gentherapie agieren wir auf internationalem Spitzenniveau.“
Dr. Bettina von Streit Standortleiterin Bayer AG, Berlin

Berlin als Standort für medizinische Innovationen

Das Health Innovation Quarter Berlin-Mitte verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Exzellenz stärker in wirtschaftlichen Erfolg zu übersetzen. „Wir wollen die Wissenschaft und ihre Ausgründungen ins Schaufenster stellen“, sagt Bettina von Streit. Gerade in Bereichen wie Zell- und Gentherapie befinde sich Berlin auf internationalem Spitzenniveau.

Damit aus wissenschaftlichen Durchbrüchen auch erfolgreiche Unternehmen entstehen, müsse sich jedoch das Verständnis von Forschung weiterentwickeln. Neben wissenschaftlichen Publikationen sollten auch Ausgründungen und der Transfer von Innovationen stärker als Erfolgsmaßstab betrachtet werden.

„Medizinischer Fortschritt soll beim Patienten ankommen. Dafür müssen Verfahren und Wirkstoffe skaliert werden“, betont von Streit. Mit seiner Kombination aus Forschung, Unternehmertum, Infrastruktur und Industriepartnern soll das Health Innovation Quarter Berlin-Mitte genau diese Voraussetzungen schaffen.

Berlin investiert Millionen in Hochschulen und Forschung
Zu sehen ist ein Hochhaus vor wolkigem Himmel. Es handelt sich um die Technische Universität Berlin.
Wissenschaft Berlin investiert Millionen in Hochschulen und Forschung
Wo Medizin auf Märkte trifft: Wie Berlin sich als Taktgeber für Digital Health und Biotech positioniert
Medizintechnologisches Forschungsgerät
Gesundheitswirtschaft Wo Medizin auf Märkte trifft: Wie Berlin sich als Taktgeber für Digital Health und Biotech positioniert
Lesezeit: 3 Minuten
Antonia Ostersetzer