IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Innovation und Wissenstransfer

Innovationspolitik in Berlin: Drei Strategien für mehr Wachstum

Berlin richtet seine Innovationspolitik neu aus. Das Ziel: Forschungsergebnisse schneller in zukunftsweisende Unternehmenskonzepte und marktfähige Lösungen verwandeln. Drei neue Strategien sollen dafür den Technologietransfer stärken, Ausgründungen fördern und die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft verbessern.

Tim Schneider
Zu sehen sind zwei ausgestreckte Hände einer Person. Darüber schwebt die Grafik eines menschlichen Gehirns.

Das Werner-von-Siemens Centre in Spandau weist den Weg: Start-ups, Forschungseinrichtungen und KMU entwickeln und testen hier gemeinsam neue Lösungen in Reallaboren. Diese Transferarbeit soll auf Grundlage der neuen Berliner Strategien an deutlich mehr Standorten in der Stadt stattfinden. So können technologische Entwicklungen schneller in die Breite der Berliner Wirtschaft getragen und insbesondere KMU frühzeitig eingebunden werden.

Dementsprechend richtet Berlin seine Innovationspolitik mit drei Strategien neu aus: der Transfer Bridge, der forschungspolitischen Strategie (FoStra) und der Deep Tech Berlin Agenda (DTBA) als berlinspezifische Ergänzung der Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035 (InnoBB 2035). Alle drei setzen auf mehr Transfer, stärkere Ausgründungen, bessere Infrastruktur und engere Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Für Unternehmen kommt es nun darauf an, dass aus strategischen Leitlinien konkrete Angebote werden: einfacher Zugang zu Technologien, Laboren, Testumgebungen, Förderprogrammen und passenden Partnern.

1. Deep Tech Berlin: Schlüsseltechnologien schneller in die Anwendung bringen

Die Deep Tech Berlin Agenda (DTBA) bündelt Berlins technologieorientierte Innovationspolitik. Im Fokus stehen Schlüsseltechnologien wie KI, Biotechnologie, Software, Mikroelektronik, Photonik, Quantentechnologien sowie neue Materialien und Produktionsverfahren. Auch Ausgründungen und industrielle Anwendungspartner sollen gezielter unterstützt werden.

Für die Berliner Wirtschaft ist entscheidend, die Angebote konsequent aus Unternehmenssicht umzusetzen: mit klaren Ansprechpartnern, schnellen Förderentscheidungen, unbürokratischem Zugang zu Testflächen und aktivem Matching zwischen Unternehmen, Start-ups und Forschung. Gerade KMU brauchen niedrigschwellige Einstiege, damit Deep-Tech-Anwendungen schneller aus dem Labor in Pilotprojekte, Produkte und Wertschöpfung überführt werden können.

Sonja Jost, Vizepräsidentin der IHK Berlin
Entscheidend ist jetzt, dass daraus konkrete Angebote für die Wirtschaft entstehen.“
Sonja Jost CEO Dude Chem, Vizepräsidentin der IHK Berlin

2. Transfer Bridge: Forschung und Wirtschaft enger zusammenbringen

Die Transfer Bridge soll die Lücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und wirtschaftlicher Anwendung schließen. Für Unternehmen werden zentrale Anlaufstellen, digitale Navigationsangebote sowie bessere Zugänge zu Forschungsinfrastrukturen angekündigt. Aus Sicht der IHK Berlin ist es wichtig, dass Bedarfe aus der Wirtschaft systematisch in Forschung und Entwicklung einfließen. Dafür braucht es verbindliche Schnittstellen und standardisierte IP-Prozesse.

Berlin Transfer Bridge als Operationalisierungskonzept der FoStra und der DTBA

➜ Stärkere Einbindung unternehmerischer Bedarfe in F&E
➜ Schnellerer Zugang zu Ansprechpartnern, Laborkapazitäten, IP-Kompetenz und Förderung
➜ Mehr Planungssicherheit durch kuratierte Konsortien, standardisierte Schutzrechtsprozesse und Weiterbildung

Sonja Jost, CEO von Dude Chem und Vizepräsidentin der IHK Berlin, bewertet die neuen Berliner Innovationsstrategien sehr positiv: „Sie setzen die richtigen Schwerpunkte: mehr Transfer, bessere Zugänge zu Forschungsinfrastrukturen und Reallaboren. Entscheidend ist jetzt, dass daraus konkrete Angebote für die Wirtschaft entstehen.“

Und sie betont: „Besonders für Zukunftsfelder wie die Grüne Chemie kann Berlin damit einen wichtigen Schritt machen: Wenn nachhaltige Verfahren, neue Materialien und klimafreundliche Produktionsprozesse frühzeitig gemeinsam mit der Wirtschaft getestet werden, entstehen schneller marktfähige Lösungen, neue Wertschöpfung und zusätzliche Innovationsimpulse für Berlin.“

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Ulrike Schattenmann

3. Forschungspolitische Strategie: Forschungsstärken für Unternehmen nutzbar machen

Neben der DTBA ist die forschungspolitische Strategie (FoStra) die zweite Säule der Innovation. Sie definiert Berlins Profil- und Chancenfelder, darunter Life Sciences, nachhaltige Technologien – wie etwa Grüne Chemie –, KI und gesellschaftlicher Wandel.

Für Unternehmen plant sie bessere Zugänge zu Forschungsinfrastrukturen, Experimentierräumen und Reallaboren sowie stärkere Innovationspartnerschaften mit Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen. Bei der Umsetzung kommt es nun darauf an, die wirtschaftliche Anwendung von Beginn an in der Forschung mitzudenken.

Wissenschaftsverwaltung: Forschungspolitische Strategie (FoStra)

➜ Besserer Zugang zu Berlins Forschungsstärken
➜ Mehr Möglichkeiten für Innovationspartnerschaften und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen
➜ Stärkere Anerkennung von Kooperation, Auftragsforschung, Ausgründung, Normung und Standardisierung

Was die neuen Innovationsstrategien für Unternehmen bedeuten

Die Strategien setzen wichtige Impulse für den Innovationsstandort Berlin. Entscheidend ist nun die Umsetzung: Unternehmen brauchen verlässliche Ansprechpartner, schnelle Verfahren, nutzbare Infrastrukturen, transparente Förderwege und Mitgestaltung.

Nur wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung dauerhaft kooperieren, wird aus Forschung schneller Wertschöpfung – und aus guten Ideen neue Produkte, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.

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