IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Simon Kozlik, Heuristiq AI Studio

Simon Kozlik, 38, leitet mit Co-Geschäftsführer Dr. Jan Stemplewski das „Heuristiq AI Studio“ für KI-Lösungen und Automatisierung. Mit uns spricht der gebürtige Berliner über seine Arbeit in einem völlig gehypten Markt und die - vielleicht typisch deutsche - Skepsis vor KI-Technologie.

Ulrike Menn
Ein Mann im Anzug sitzt vor seinem Laptop und guckt auf den Bildschirm. Hinter ihm ist eine betonfarbene Wand zusehen.

Simon Kozlik ist Co-Geschäftsführer des Heuristiq AI Studio und begleitet Unternehmen bei der Einführung und Nutzung von KI-Technologien.

Herr Kozlik, was ist Ihr Business? 

Wir als Heuristiq AI Studio sind im weitesten Sinne ein Dienstleister für die KI-Transformation von Unternehmen. Wir agieren in drei Blöcken. Der erste Block ist ist das Thema Beratung und KI-Strategie. Das heißt wir checken zunächst, was für das Unternehmen eigentlich wirklich relevant ist. Wir sind ja in einem sehr großen Hype-Thema unterwegs, wo alle von KI sprechen, wo alles mit KI vermeintlich lösbar ist, aber das ist natürlich nicht so. Wir helfen Unternehmen ihren eigenen, auf sie zugeschnittenen Ansatz in der Nutzung von KI herauszufinden. Es ist sehr viel Definitionsarbeit, sehr viel Strukturierung. Und gerade gerade bei mittelständischen Organisationen, mit denen wir ja auch viel zusammenarbeiten, geht es erstmal darum zu identifizieren: Was mache ich? Was mache ich nicht? Und: Was kostet mich der ganze Spaß eigentlich?

Der zweite Block ist das ganze Thema Umsetzung, Implementierung. Da bauen wir zum Beispiel auch unternehmenseigene Software, was in der Gesamtbetrachtung günstiger sein kann als teure Lizenzen zu kaufen. Und wir helfen, diese in bestehende Infrastrukturen zu integrieren. Und der dritte Punkt ist das Thema Schulungen, Enablement. Wir schulen Mitarbeiter auf KI-Tools, haben da eigene Workshop-Formate und machen das sehr bedarfsgerecht immer mit dem Blick, was die Unternehmen für ihre eigenen Strukturen wirklich brauchen.

Wo sehen Sie Ihren USP? 

Wir sind interdisziplinär aufgestellt. Wir können beraten, wir können begleiten, wir können aber auch sehr gut umsetzen. Das heißt, wir sprechen nicht nur darüber, wir sind auch technisch sehr versiert und haben damit eben beide wichtigen Werkzeugkästen, die man für diese Art der KI-Transformation braucht, in der wir uns gerade am Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt befinden. 

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Zu sehen ist ein auf einer Tastatur liegendes Handy, auf dessen Bildschirm das Logo der Firma OpenAI zu sehen ist.
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Aaron Baumgart

Gibt es trotz wachsender Nachfrage etwas, das Ihnen das Leben schwer macht? 

Wir sind in einem Markt unterwegs, in dem es noch nicht so viele Talente gibt für die Dinge, die wir machen. Es gibt natürlich sehr gute Entwickler, es gibt sehr gute Berater, aber diese Kombination der Fähigkeiten, also sehr gut mit Unternehmen als Berater zusammenzuarbeiten, plus auch diese KI-Entwicklungsskills mitzubringen; diese Kombination ist noch relativ rar. Das liegt daran, dass diese Rollen erst seit wenigen Jahren nachgefragt sind. Wir müssen uns in einem Marktumfeld behaupten, in dem viele Leute nach genau diesen Talenten suchen und wir sind jetzt ja auch nicht das größte Unternehmen am Markt, wo jeder direkt nach seinem Studium unbedingt hin möchte. Andererseits ist es gar nicht unsere Ambition, ein riesiges Dienstleistungsunternehmen aufzubauen. Wir begreifen uns als „Boutique“ und möchten das auch bleiben. 

Was wünschen Sie sich von Politik und Gesellschaft? 

Wir haben in Deutschland eine gewisse Technologieskepsis. Mit Blick auf die Möglichkeiten, auf die Wachstums- und Transformatios-Chancen, die mit (KI)-Technologie einhergeht, würde ich mir weniger Angst und Panik davor wünschen. Das könnte man politisch anders moderieren und begleiten. Natürlich müssen wir KI regulieren und steuern. Und natürlich müssen wir auch schauen, dass die Dinge, die da passieren, nicht ausufern und auch unseren allgemeinen als auch den individuellen Wohlstand nicht gefährden, weil da irgendwelche Rollen wegrationalisiert werden. Aber das passiert nicht. Wir haben in Deutschland, wie in ganz Europa, vielmehr ein Demografieproblem. Deswegen sollten wir uns besser damit beschäftigen, wie wir das mit Technologien ausgeglichen bekommen.