IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Nadine Rauß, VD2 Gmbh

Nadine Rauß hat 2022 ihr Unternehmen VD2 (Verfahrensdokumentation Digital) GmbH mit Sitz in der Hardenbergstraße gegründet. Die ehemalige Prozessberaterin beschäftigt sich mit einem Thema, das von ihr selbst als „unsexy“ bezeichnet wird. Uns erzählt sie, warum sie mit ihrer Entwicklung großen Erfolg hat und warum ihr Produkt jetzt mehr denn je gefragt ist.

Ulrike Menn
In einem hellen Raum steht ein hellgraues Sofa. Auf diesem Sofa sitzt ein Mann mit einem Macbook. Neben dem Sofa stehen ein Mann und eine Frau, die ebenfalls ein Laptop in der Hand halten.

KI generiertes Unternehmensporträt: Christian Heinrich, Mark Henninger (sitzend) und Nadine Rauß.

Was genau macht Ihr Unternehmen?

Wir sind ein Anbieter für GoBD-konforme Verfahrensdokumentation, IKS und GoBD-Check und unterfüttern das mit Dienstleistung. Damit nehmen wir den Unternehmen die unliebsame Arbeit der Dokumentation ab und schaffen Klarheit und Sicherheit für eine GoBD-konforme Buchhaltung. Wir haben festgestellt, dass der reine Verkauf der Lizenz nicht ausreicht, wenn die Buchhaltung die Dokumentation selbst machen soll. Natürlich machen wir innovative Software mit Gamification, natürlich machen wir Automatisierung und natürlich machen wir KI. Aber, und das ist das Schönste zu sagen: Die Expertise des Menschen darf dabei nie fehlen! Für mich ist das Herzstück unseres Unternehmens ganz klar unser high-perfomance-team, nicht die Einzelperson an der Spitze. Unsere Mitarbeitenden kombinieren immer Branchenkenntnis mit Prozesswissen und sind intrinsisch motiviert. Das ist uns ganz wichtig. Wir sind drei verantwortliche Köpfe in der Projektleitung und nehmen dann immer wieder Freelancer mit an Bord. Unsere Kunden sind überwiegend mittelständische und große Unternehmen, Steuerberater und Kanzleien, Digitalisierungsberater und Softwarehersteller. 

Warum wird ihr Produkt immer relevanter?

Unser Thema ist so unsexy und emotionslos (lacht). Viele Finanzämter verlangen mit dem Prüfbescheid bereits vorab die Verfahrensdokumentation, spätestens aber wenn es Unregelmäßigkeiten in der Buchführung gibt. Das birgt ein enormes steuerliches Risiko, wenn man in die Hinzuschätzung läuft. Als Bindeglied zwischen Steuerberater und Unternehmensberater bringen wir Gamification und Compliance zusammen, und empfinden uns als kleine Powerzelle in einer deutschen Nische. Mit der Entwicklung sind wir zufrieden. Unsere jährliche Wachstumsrate liegt bei 30 Prozent. Das hängt auch damit zusammen, dass die Finanzämter die Verfahrensdokumentation mittlerweile konsequent einfordern. Die Verpflichtung dazu wurde übrigens schon mit der GoBD 2015 eingeführt. Der focus auf die e-Rechnung befeuert das noch. 

Was wünschen Sie sich von der Politik?

Ich wünsche mir weniger bürokratischen Aufwand bei der Beantragung von Digital-Förderungen und eine kürzere Bearbeitungszeit dieser Anträge. Wir wollen ja machen und wir wollen zügig umsetzen und brauchen für unsere Dienstleistung kumuliert auch nur etwa 2-3 Tage. Da können wir nicht neun Monate auf einen Förderbescheid warten. Und dem Unternehmen, dessen Prozesse wir ja auch digital optimieren wollen, kostet jeder Tag Wartezeit Geld.

Eine Frau steht vor einem weißen Hintergrund in einem schwarzen taillierten Anzug. Die Hände sind vor ihrer Brust verschränkt
Ich wünsche mir, dass der Förderfokus stärker auf den kompetenten Umgang mit der KI gesetzt wird, statt auf die Anschaffung von Technik.“
Nadine Rauß Geschäftsführerin der VD2 Gmbh
Welchen Umgang mit KI würden Sie gerne sehen?

Ich wünsche mir, dass der Förderfokus stärker auf den kompetenten Umgang mit der KI gesetzt wird, statt auf die Anschaffung von Technik. Da passieren Sache von amerikanischen und europäischen Anbietern, die wir nicht mehr aufhalten können und dann haben wir viele Menschen, die es nicht verstehen. Da würde ich mir wünschen, dass Politiker mit gutem Beispiel voran gehen und sich mehr zum verantwortungsvollen Umgang mit KI bekennen.