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Stark Defence liefert erste Drohnen an Bundeswehr

Der Berliner Drohnenhersteller Stark Defence wird bald erste Kampfdrohnen an die Bundeswehr liefern. Das sagte der Senior Vice President des Unternehmens, Josef Kranawetvogl, bei der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo (Eudex) der Nachrichtenagentur dpa.

Drohne mit sechs langen, dünnen Armen und Propellern, frontal von unten fotografiert.

Die Drohne Virtus von Stark Defence hat eine Flugzeit von bis zu 60 Minuten bei 100 Kilogramm Gewicht.

Nach Angaben von Kranawetvogl hat die erste Charge einen Wert von 275 Millionen Euro. Die zu liefernde Stückzahl nannte er nicht. Bei der Lieferung geht es um “Loitering Munition”. Solche Fluggeräte werden auch Kamikaze-Drohnen genannt. Sie sollen sich auf feindliche Ziele stürzen und explodieren.

Insgesamt bekam Stark Defence einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro, für eine Milliarde davon hat der Bundestag bereits grünes Licht gegeben. Die Konkurrenten Helsing und Rheinmetall bekamen laut dpa ebenfalls milliardenschwere Verträge. 

Stark Defence wurde 2024 als Start-up gegründet, die Firma hat 750 Beschäftigte. Die Zentrale befindet sich in Berlin. In Großbritannien, Schweden und Griechenland gibt es Produktionsstandorte. Johannes Schaback, Gründer und CEO des Unternehmens betonte in einem früheren Interview gegenüber der “Berliner Wirtschaft”, seine “strategische Heimat ist Berlin. Hier findet der direkte Dialog zwischen technologischen Innovationen und staatlichen Institutionen statt”.