IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

„Wir müssen Medien für Kinder im Guten nutzen“

Vorgestellt: Marlene Käseberg, Meander Interactive UG

Marlene Käseberg ist eine der ersten Absolventinnen des Studiengangs „Game Design“ der Berliner HTW. Sie entwickelt interaktive Bücher und Lern-Apps für Kinder. 2024 hat sie die UG „Meander Interactive“ gegründet. Heute sind sie zu dritt. Mit uns spricht sie über ihren Werdegang und die Verantwortung, die sie als Medien-Produzentin für Kinder spürt.

Ulrike Menn
Marlene Käseberg sitzt an einem Schreibtisch mit drei Bildschirmen vor sich. Ihre Hände sind auf der Tastatur und auf der Maus

Marlene Käseberg, Game-Design-Absolventin der HTW Berlin, entwickelt interaktive Lern-Apps für Kinder.

Marlene, Sie sind ja noch während Ihrer Uni-Zeit als Unternehmerin gestartet. Wie ist es dazu gekommen? 

Ich habe vor sechs Jahren mit einem Konzept für das erste Kapitel eines interaktiven Kinderbuchs als Bachelorarbeit gestartet. Damit habe ich mich beim Deutschen Computerspielpreis (DCP) beworben und den zweiten Platz gemacht. Da das mit einem Preisgeld verbunden war, konnte ich mir vorstellen, das wirklich beruflich weiterzuführen. So habe ich als Solo-Entwicklerin ein interaktives Buch, eine App, entwickelt und die 2022 veröffentlicht: „Die magische Bretterbudenburg“. Damit habe ich dann in der Familienkategorie den DCP gewonnen und dann 2024 gegründet. Ich habe vor allem auch deswegen meine Firma gegründet, weil ich Teil eines Forschungsprojektes sein wollte. Als Einzelunternehmerin wäre ich nicht gefördert worden. 

Was ist das für eine Forschungsprojekt?

Das heißt EnTree und da entwickeln wir eine therapeutische Begleit-App, die Kinder bei der Emotionsregulation unterstützt und digitale Interaktion gezielt zur Förderung emotionaler Kompetenzen einsetzt.

Ich finde das auch deswegen sehr spannend, weil wir mit einem großen Konsortium daran arbeiten, unter anderem mit dem UKE und der HTB Berlin. Aktuell arbeiten wir neben dem Forschungsprojekt noch an einer Edutainment App „Amsel entdeckt das Wattenmeer“, in der Kinder eine interaktive Reportage erleben und dabei das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, seine Tierwelt und die Bedeutung von Natur- und Umweltschutz entdecken. Die Inhalte werden über Exploration und spielerische Elemente vermittelt.

Sie selbst sind mit den Geschichten von Astrid Lindgren großgeworden. Verdrängen interaktive Kindermedien analoge Kinderbücher?

Ich bin ein riesiger Fan von analogen Büchern. Man braucht kein Internet und hat keinen Bildschirm vorm Gesicht. Ich sehe nicht, dass interaktive Kinderbücher normale Bücher ablösen. Das ist mir wichtig zu sagen. Und das ist auch nicht unser Anliegen. 

Ich glaube aber auch, dass es einen Mangel gibt an Medien für Kinder, die einen gewissen Qualitätsstandard haben - insbesondere bei Apps. Und die sind ja nichts Schlechtes per se. Es kommt auf das Maß an und wie sie genutzt werden. Und unsere Überlegung ist, dass unsere Apps Kindern, die vielleicht nicht so viel Spaß haben am Lesen, den Lese-Einstieg erleichtern. Wir sehen uns als Brücke zum normalen Buch. Und die Erfahrung zeigt, dass sich einige Kinder leichter einlassen können auf Wörter, die auf einem Bildschirm sind. Und dadurch, dass wir immer sehr kleine Textabschnitte nacheinander anzeigen, ist es auch für Kinder, die sich ein bisschen schwer tun einfacher, sich darauf einzulassen. 

Vorgestellt: Ingo Lösche, enlogen IT GmbH
Digitalisierung Vorgestellt: Ingo Lösche, enlogen IT GmbH
Lesezeit: 2 Minuten
Ulrike Menn
Vorgestellt: Mareen Eichinger, macheete - Agentur für Marken- und Kommunikationsberatung
Eine blonde Frau mit orangfarbenem Kleid und dunkler Jacke lehnt in einer Tür.
Unternehmen Vorgestellt: Mareen Eichinger, macheete - Agentur für Marken- und Kommunikationsberatung
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Holger Lunau
Wieviel Verantwortung tragen Sie als Medienproduzentin, die Inhalte für kleine Kinder macht?

Ich finde, wir haben so eine Macht mit diesen Medien und die Pflicht, diese im Guten zu nutzen. Kinder heute sind hingezogen zu Tablets. Warum nicht ihnen Medien anbieten, die noch was etwas mitgeben oder die Fähigkeiten ausbauen? Da haben wir eine gewisse Verantwortung. Mir ist sehr wichtig, dass in den Produkten bestimmte Werte vertreten werden. Und wir wollen uns auf jeden Fall ganz klar absetzen von vielen Apps und Kinderserien, die einfach die Kinder und Familien ausnutzen, weil sie sie mit Reizen beballern.

Da sehe ich auch die Politik in der Verantwortung. Die müssen auch was tun, aber wir tragen unseren Teil dazu bei.