IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Gewerbestandorte

Top Gewerbestandorte: Hier produziert, forscht und entwickelt Berlin

Berlin ist nicht nur Start-up-Metropole und Verwaltungsstandort. In der Hauptstadt wird produziert, getestet, geforscht und industriell entwickelt. Diese Gewerbestandorte zeigen, wo Berlins Wirtschaft besonders greifbar wird.

Von: Jana Illhardt
Gasometer auf dem EUREF Campus Berlin.

Ikonischer Industriebau: Gasometer auf dem EUREF Campus in Schöneberg.

Berlin wird oft über Büros, Start-ups, Kreativwirtschaft und Verwaltung erzählt. Dabei ist die Stadt zugleich ein Standort für Industrie, Produktion, Technologieentwicklung und angewandte Forschung. Zwischen Adlershof, Marzahn, Tegel, Spandau, Schöneberg, Buch und Köpenick entstehen Produkte, Verfahren und Geschäftsmodelle, die weit über die Stadt hinaus wirken.

Gerade für die Berliner Wirtschaft sind diese Orte wichtig. Sie bieten Flächen für wachsende Unternehmen, Nähe zu Forschungseinrichtungen, Zugang zu Fachkräften, Netzwerken und Testumgebungen. Manche Standorte sind historisch gewachsen, andere werden gerade erst entwickelt. Gemeinsam zeigen sie, dass wirtschaftliche Zukunft in Berlin nicht nur am Schreibtisch entsteht.

Was steckt hinter der Auswahl?

Berücksichtigt wurden Berliner Gewerbestandorte, Industrieareale, Technologieparks und Zukunftsorte, die für Produktion, produktionsnahe Entwicklung, Forschungstransfer oder industrielles Wachstum besonders relevant sind. Entscheidend waren sichtbare Standortprofile, Unternehmensdichte, Flächenpotenzial, Vernetzung mit Wissenschaft und Wirtschaft sowie Bedeutung für Zukunftsbranchen wie CleanTech, Mobilität, Life Sciences, Urban Tech, Energie oder Hardtech.

Was ist ein produzierender Standort?

Ein produzierender Standort ist mehr als ein klassisches Industriegebiet. Gemeint sind Orte, an denen Unternehmen Produkte herstellen, Prototypen bauen, technische Verfahren entwickeln, Anlagen testen oder Forschung in marktfähige Anwendungen überführen.

Dazu gehören:

Industrie- und Gewerbegebiete mit produzierenden Unternehmen

Technologieparks mit Laboren, Werkstätten und Entwicklungsflächen

Zukunftsorte mit enger Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft

Standorte für Hardware, CleanTech, Life Sciences, Mobilität oder Energie

Gewerbeareale, in denen Mittelstand, Handwerk und Industrie zusammenarbeiten

Wichtige Gewerbestandorte für Technologie, Industrie und Produktion

Adlershof – Berlins größter Wissenschafts- und Technologiepark

Standort: Treptow-Köpenick
Schwerpunkt: Photonik, Optik, Mikrosystemtechnik, IT, Medien, Energie, Materialforschung
Geeignet für: Technologieunternehmen, Forschungsnahe Produktion, Start-ups, Scale-ups, Industriepartner

Adlershof ist einer der bekanntesten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte Berlins. Auf dem Areal arbeiten Unternehmen, außeruniversitäre Forschung, Humboldt-Universität und technologieorientierte Start-ups eng zusammen. Genau diese Nähe macht den Standort für produzierende und produktionsnahe Unternehmen interessant.

Hier geht es nicht nur um Forschung im Labor, sondern um Anwendungen: optische Technologien, Sensorik, Energielösungen, Mikrosystemtechnik, Software und materialnahe Entwicklungen. Für Unternehmen ist Adlershof attraktiv, weil Wissen, Fachkräfte, Infrastruktur und Kooperationspartner räumlich nah beieinanderliegen.

Auch die Größe macht den Standort besonders: Adlershof gehört zu den wichtigsten Technologieparks Deutschlands und ist zugleich Berlins größter Medienstandort.

Luft- und Raumfahrtforschung im Technologiepark Adlershof.

Raum für Innovation: Im Technologiepark Adlershof wird unter anderem im Bereich Luft- und Raumfahrt geforscht.

CleanTech Business Park Marzahn – Berlins großes Industrieareal für grüne Produktion

Standort: Marzahn-Hellersdorf
Schwerpunkt: CleanTech, nachhaltige Produktion, Energie, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Materialeffizienz
Geeignet für: Produzierende Unternehmen, Green-Tech-Firmen, industrielle Ansiedlungen, Mittelstand

Der CleanTech Business Park Marzahn ist einer der wichtigsten Standorte für produzierende Unternehmen in Berlin. Das Areal bietet große Industrieflächen und richtet sich besonders an Unternehmen, die nachhaltige Technologien entwickeln oder herstellen.

Im Fokus stehen unter anderem umweltfreundliche Energien, nachhaltige Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft, Rohstoffeffizienz und grüne Chemie. Damit ist der Standort ein Gegenentwurf zur Vorstellung, Berlin habe keinen Platz mehr für Industrie.

Für die Berliner Wirtschaft ist der CleanTech Business Park besonders relevant, weil er zwei große Themen verbindet: industrielle Wertschöpfung und Klimatransformation. Unternehmen, die hier wachsen, können zeigen, wie Produktion ressourcenschonender, effizienter und zukunftsfähiger werden kann.

Berlin
12
offizielle Zukunftsorte
gibt es in Berlin.
Mehr als
2.000
Unternehmen
und 42 wissenschaftliche Einrichtungen sind an dieses Zukunftsorten aktiv.
Rund
1.300
Unternehmen
und 18 wissenschaftliche Einrichtungen mit rund 29.600 Beschäftigten zählt allein Adlershof.

Berlin TXL – Urban Tech Republic – aus dem Flughafen wird ein Industrie- und Forschungspark

Standort: ehemaliger Flughafen Tegel, Reinickendorf
Schwerpunkt: Urban Tech, Mobilität, Energie, Wasser, Recycling, Werkstoffe, Smart City
Geeignet für: Technologieunternehmen, Industrie, Forschung, Start-ups, Hochschulen

Berlin TXL – Urban Tech Republic ist eines der größten Zukunftsprojekte der Stadt. Auf dem Gelände des früheren Flughafens Tegel entsteht ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien. Wo früher Flugzeuge starteten, sollen künftig Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Studierende an Lösungen für die Stadt von morgen arbeiten.

Geplant sind Gewerbe- und Industrieflächen, Testumgebungen, Forschungsräume und ein Hochschulcampus. Die Berliner Hochschule für Technik soll in das frühere Terminal A ziehen. Damit entsteht ein Ökosystem, das Forschung, Gründung, industrielle Entwicklung und Anwendung eng verzahnt.

Rendering der Berlin TXL – Urban Tech Republic

Auf dem Geände des ehemaligen Flughafens Tegel entsteht ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien.

Industriequartiere im Wandel

Siemensstadt Square – historischer Industriestandort mit Zukunftsanspruch

Standort: Spandau
Schwerpunkt: Industrie, Forschung, digitale Technologien, Produktion, urbanes Quartier
Geeignet für: Industrieunternehmen, Technologiepartner, Start-ups, Forschung und Entwicklung

Die Siemensstadt steht wie kaum ein anderer Ort für Berlins Industriegeschichte. Mit dem Siemensstadt Square wird der historische Industriestandort in Spandau nun zu einem modernen Stadtquartier weiterentwickelt. Dabei soll Industrie nicht verdrängt, sondern neu eingebunden werden.

Das ist für Berlin wichtig. Denn die Frage vieler Gewerbestandorte lautet: Wie bleiben Produktion und industrielle Entwicklung in einer wachsenden Stadt möglich? Siemensstadt Square versucht darauf eine Antwort zu geben. Wohnen, Arbeiten, Forschung, Bildung und Produktion sollen stärker miteinander verbunden werden.

Konzepte für Gewerbestandorte
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Michael Gneuss

EUREF-Campus – das Reallabor für Energie, Mobilität und Smart City

Standort: Schöneberg
Schwerpunkt: Energie, Mobilität, Nachhaltigkeit, Smart City
Geeignet für: Energieunternehmen, Mobilitätsanbieter, Forschung, Start-ups, Infrastrukturpartner

Der EUREF-Campus rund um den Gasometer in Schöneberg gehört zu den bekanntesten Zukunftsorten Berlins. Der Standort ist kein klassisches Industriegebiet, aber ein wichtiger produktionsnaher Innovationsort: Hier werden Energie-, Mobilitäts- und Nachhaltigkeitslösungen entwickelt, getestet und sichtbar gemacht.

Das Besondere ist der Reallabor-Charakter: Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups arbeiten an konkreten Anwendungen für Energiewende, Ladeinfrastruktur, vernetzte Mobilität und intelligente Stadtquartiere. Für die Berliner Wirtschaft ist der EUREF-Campus deshalb ein Schaufenster dafür, wie neue Technologien im urbanen Raum funktionieren können.

Motzener Straße – gewachsener Industriestandort mit starkem Unternehmensnetzwerk

Standort: Marienfelde, Tempelhof-Schöneberg
Schwerpunkt: Metall, Kunststoff, Maschinenbau, Elektrotechnik, Pharma, Mittelstand
Geeignet für: Produzierende KMU, Industrie, Handwerk, Zulieferer, Ausbildungsbetriebe

Das Industriegebiet Motzener Straße ist ein Beispiel dafür, wie wichtig gewachsene Gewerbestandorte für Berlin bleiben. Hier sitzen zahlreiche Unternehmen aus klassischen industriellen und gewerblichen Bereichen. Anders als bei vielen neuen Zukunftsorten steht hier weniger das große Entwicklungsversprechen im Vordergrund, sondern die tägliche industrielle Praxis.

Besonders stark ist der Standort durch sein Unternehmensnetzwerk. Unternehmen kooperieren bei Themen wie Ausbildung, Standortqualität, Energie, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung. Das macht die Motzener Straße zu einem Modell dafür, wie bestehende Gewerbegebiete zukunftsfähig bleiben können.

Top 10 Zukunftsorte Berlin: Wo nachhaltige Innovation entsteht
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Ulrike Schattenmann

Spezialisierte Standorte für Life Sciences, Hardtech und Mittelstand

Berlin-Buch – Life Sciences, Biotech und Gesundheitswirtschaft

Standort: Pankow
Schwerpunkt: Biotechnologie, Medizin, Life Sciences, Gesundheitswirtschaft
Geeignet für: Biotech-Unternehmen, Medtech, Forschung, kliniknahe Entwicklung, Pharma-nahe Dienstleistungen

Der Campus Berlin-Buch ist einer der wichtigsten Life-Science-Standorte der Hauptstadt. Forschungseinrichtungen, Kliniken, Biotech-Unternehmen und spezialisierte Infrastruktur liegen hier nah beieinander. Für Unternehmen, die in der Gesundheitswirtschaft forschen, entwickeln oder produzieren, ist diese Nähe ein großer Standortvorteil.

Besonders relevant ist der BiotechPark Berlin-Buch. Hier arbeiten Unternehmen an Diagnostik, Wirkstoffen, Medizintechnik und Dienstleistungen für Forschung und Pharma. Der Standort zeigt, dass Produktion in Berlin auch hochspezialisiert, wissensintensiv und laborbasiert sein kann.

Für die Berliner Wirtschaft ist Buch vor allem dort wichtig, wo Forschung in Anwendung übergeht. Der Standort verbindet Grundlagenforschung, klinische Nähe und unternehmerische Entwicklung – eine Kombination, die in der Gesundheitswirtschaft entscheidend ist.

Innovationspark Wuhlheide – Technologie- und Gründerstandort im Südosten

Standort: Köpenick
Schwerpunkt: Technologieunternehmen, Werkstätten, Labore, Mittelstand, Start-ups
Geeignet für: Technologieorientierte KMU, Gründer, produktionsnahe Dienstleister, Entwicklungsunternehmen

Der Innovationspark Wuhlheide gehört zu den etablierten Technologie- und Gewerbestandorten im Südosten Berlins. Auf dem Campus sitzen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen, viele davon mit technischem oder produktionsnahem Profil.

Der Standort bietet Büro-, Labor-, Werkstatt- und Serviceflächen. Damit ist er besonders für Unternehmen interessant, die mehr brauchen als einen Schreibtisch, aber noch keinen großen Industriecampus. Gerade für technische Gründer und mittelständische Entwicklungsunternehmen kann diese Mischung attraktiv sein.

Gewerbegebiet Herzbergstraße – industrieller Mittelstand in Lichtenberg

Standort: Lichtenberg
Schwerpunkt: Gewerbe, Produktion, Dienstleistungen, Mittelstand
Geeignet für: Lokale Industrie, Handwerk, produktionsnahe Dienstleister, KMU

Die Herzbergstraße in Lichtenberg ist ein klassischer Berliner Gewerbestandort mit einem aktiven Unternehmensnetzwerk. Hier zeigt sich eine Seite der Berliner Wirtschaft, die im öffentlichen Bild oft weniger sichtbar ist: mittelständische Betriebe, produzierendes Gewerbe, Dienstleistungen und lokale Wertschöpfung.

Unternehmen organisieren sich gemeinsam, um den Standort weiterzuentwickeln, sichtbarer zu machen und Interessen zu bündeln. Solche Strukturen werden für Berliner Gewerbegebiete immer wichtiger.

Für die Hauptstadtwirtschaft zählt die Herzbergstraße deshalb nicht nur als Adresse, sondern als Beispiel für die Zukunft bestehender Gewerbeareale. Wenn Flächen knapper werden, entscheidet nicht nur die Größe eines Gebiets, sondern auch, wie gut Unternehmen vor Ort kooperieren.

MotionLab.Berlin – Werkbank für Hardtech, Prototyping und Climate-Tech

Standort: Treptow und Marzahn
Schwerpunkt: Hardtech, Deep Tech, Prototyping, Makerspace, Climate-Tech-nahe Entwicklung
Geeignet für: Hardware-Start-ups, Entwicklerteams, Industriepartner, Produktentwicklung

MotionLab.Berlin ist ein wichtiger Ort für die frühe Phase produktionsnaher Innovation. Hier arbeiten Teams an Software, physischen Produkten, Prototypen und Hardware-Lösungen.

Der Standort verbindet Coworking mit Werkstätten, Maschinen, Prototyping-Infrastruktur und Start-up-Programmen. Für Hardware-Teams ist das entscheidend: Wer ein Produkt bauen, testen und verbessern will, braucht Raum, Geräte, Material, Know-how und Austausch.

Gerade in Bereichen wie Climate-Tech, Mobilität, IoT, Renewable Energies oder Smart City kann MotionLab eine Brücke schlagen – von der Idee über den Prototyp bis zur industriellen Anwendung. Damit ergänzt der Standort die größeren Berliner Gewerbe- und Industrieareale um eine agile Werkbank für neue Technologien.

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Sonja Jost, Vizepräsidentin der IHK Berlin
Innovationen in der Wirtschaft Deep Tech: Große Chancen für Berlin
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Warum Gewerbestandorte für Berlin wichtiger werden

Berlins Wirtschaft wächst nicht nur durch Büros, Dienstleistungen und digitale Geschäftsmodelle. Die Stadt braucht auch Orte, an denen Unternehmen produzieren, entwickeln, testen und skalieren können. Genau hier werden Gewerbestandorte zum Engpass – und zum Standortvorteil.

Drei Gründe machen sie besonders wichtig:

1. Flächen werden knapper: Produzierende Unternehmen brauchen andere Räume als klassische Büromieter: Anlieferung, Hallen, Labore, Werkstätten, Lager, Energieversorgung und teilweise Lärmtoleranz.

2. Innovation braucht Nähe: Viele Zukunftsbranchen entstehen an der Schnittstelle von Forschung, Entwicklung und Anwendung. Standorte wie Adlershof, Buch, EUREF oder TXL zeigen, wie wertvoll kurze Wege zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Infrastruktur sind.

3. Produktion stärkt die Stadtwirtschaft: Wer in Berlin produziert oder produktionsnah entwickelt, schafft Arbeitsplätze, Ausbildung, Wertschöpfung und Lieferketten vor Ort. Davon profitieren nicht nur einzelne Unternehmen, sondern ganze Bezirke und Branchencluster.

Zusammen machen diese Orte deutlich: Berlin bleibt nur dann ein starker Wirtschaftsstandort, wenn die Stadt nicht nur Platz für Ideen schafft, sondern auch für deren Umsetzung.