IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

eZeit Ingenieure

Energieeffizienz bei Immobilien: „Selten zuvor gab es so viel Innovationsdynamik“

Energieeffizienz ist in der Immobilienbranche längst zum Kernthema geworden. Das Ingenieurbüro eZeit hat sich das Ziel gesetzt, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu verbinden.

Von: Luisa Deppe
Porträt von Dietmar Deunert, CEO eZeit Ingenieure, bei einer Baubegehung.

Dietmar Deunert, Gründer und Geschäftsführer von eZeit Ingenieure GmbH, will Klimaziele erreichen ohne Investoren zu verschrecken oder Wirtschaftlichkeit und bezahlbare Mieten aufs Spiel zu setzen.

Dietmar Deunert beschäftigt sich bereits seit den 1990er Jahren intensiv mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. 2009 rief er das Berliner Planungs- und Beratungsbüro eZeit ins Leben, um die Transformation des Sektors voranzutreiben. Er hat es sich mit seinem 20-köpfigen Team zur Aufgabe gemacht, den Klimaschutzzielen 2045 schon jetzt gerecht werden. Besonders interessant war für ihn „die Frage wie sich Gebäude nicht nur technisch, sondern vor allem wirtschaftlich und ökologisch optimieren lassen.“ 

Die Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen – sie muss sich hinsichtlich Energieeffizienz deutlich verbessern. Etwa 30 Prozent des deutschen Energiegesamtverbrauchs werden von dem Gebäudesektor verursacht. Für die Umstellung von fossilen auf nachhaltige Energiequellen – und das Erreichen von Treibhausneutralität – braucht es Fachkräfte, die interdisziplinäre Kompetenzen mitbringen.

Deunert beschreibt eZeit Ingenieure als „interdisziplinäres Thinktank der Innovation zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors und der Transformation der Energieversorgung.“ Für ihn bedarf es dafür die Kooperation unterschiedlicher Fachbereiche, Erfahrungen und Perspektiven.

Klimaschutz darf weder die Investitionsfähigkeit der Eigentümer noch bezahlbare und stabile Warmmieten gefährden.“
Dietmar Deunert Geschäftsführer und Gründer von eZeit Ingenieure GmbH

Energieeffizienz: Die Technologie ist da, an der Umsetzung hapert es

Der Auftrag ist klar: Wärmeversorgung, Stromerzeugung und -speicherung und sogar Mobilität müssen zusammen neu gedacht werden. Allerdings treffen dabei hohe Bau- und Finanzierungskosten auf ambitionierte Klimaziele. Dazu kommt der hohe Sanierungsbedarf im Bestand.

„Gleichzeitig fehlt es vielen Akteuren an verlässlichen Rahmenbedingungen für langfristige Investitionsentscheidungen,“ fügt Deunert hinzu. „Mein Wunsch an die Politik wäre deshalb, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine aktive und wirtschaftlich attraktive Teilnahme an der Energiewende ermöglichen.“

Photovoltaikanlage auf einer Bestandsimmobilie.

eZeit Ingenieure kombiniert Umweltenergiequellen mit modernster Technologie – von Wärmepumpen bis innovative Speicherlösung.

Denn an der Technologie mangele es nicht, sondern an den Investitionen und der Wirtschaftlichkeit. Man müsse die Lösungen nur standardisieren und in großem Maße umsetzen, meint Deunert. Auch Künstliche Intelligenz kommt bei der Bewertung und Optimierung von Immobilienprojekten zum Einsatz. 

„Schon früh wurde deutlich, dass isolierte Betrachtungen einzelner Maßnahmen keine nachhaltige Systemlösung für den Gebäudesektor ergeben“, betont Deunert. eZeit Ingenieure, die sich die Dekarbonisierung des Gebäudesektors zur Aufgabe gemacht hat, betrachtet Gebäudehülle, technologische Ausstattung sowohl wie Energieversorgung und -speicherung als zusammenhängendes System. 

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Gebäude-Energieeffizienz in der Hauptstadt lebt von Innovation

Dietmar Deunert betrachtet die Stadt als Herausforderung, Experimentierraum und Lernort. Die wichtigsten Erfahrungen hätten die Energieexperten in Berliner Quartieren gesammelt. Inzwischen entwickelt eZeit Ingenieure eigene technische Lösungen, zum Beispiel im Bereich saisonale Energiespeicherung und Wärmerückgewinnung.

Mit einer Quartiersentwicklung in Berlin Lichterfelde haben eZeit Ingenieure zum ersten Mal eine gebäudeübergreifende Lösung im Bestand implementiert, die Energieströme ausbalanciert und Synergieeffekte nutzt. Beeindruckend waren dabei die Ergebnisse, die für ein denkmalgeschütztes Gebäude erzielt wurden. Der Wohnungsbau aus den 60ern wurde nur minimal saniert doch erreichte trotzdem eine Heizenergieeinsparung von über 60 Prozent. 

eZeit Mitarbeitende bei einer Baubegehung im Keller.

Heute verbindet eZeit Planung und Beratung mit Forschung, Simulation, Monitoring und Digitalisierung, um Geschäfts- und Betreibermodelle zu entwickeln.

eZeit Ingenieure entwickelte sich vom Nischen-Dienstleister zum Branchentransformierer

eZeit Ingenieure ließ sich stets vom Innovationsgeist leiten – immer auf der Suche nach besseren Lösungen zur Transformation des Gebäudesektors und Grenzen der Energieeffizienz verschieben. Gerade jetzt sei für Deunert eine spannende Phase, weil technologische und organisatorische Ansätze auf die Probe gestellt werden.

So beschäftigten sie sich bereits Anfang der 2000er Jahre mit Wärmepumpen, Umweltenergie und Speichertechnologien und erweiterten später ihre Kompetenzen von Einzelgebäuden hin zu Quartieren. Seit 2020 transformiert eZeit Ingenieure auch Bestandsportfolios. Zentral dabei ist die skalierbare Dekarbonisierung der gesamten Branche.

eZeit Ingenieure versuche dabei so viel vorhandene Infrastruktur zu nutzen wie möglich und Lösungen anzubieten, die für die Menschen bezahlbar bleibt. Deunert möchte unbedingt vermeiden, dass aufgrund steigender Wohnkosten „aus der Energiewende sozialer Sprengstoff wird.“ Aus der Energieeffizienz im Gebäudesektor und dem Erreichen der Klimaziele sollte ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung entstehen.

„Mir geht es nicht nur um systematischen Wissenstransfer, sondern auch unsere Haltung: Klimaschutz muss wirksam, wirtschaftlich und sozial verträglich sein“, so Deunert.