IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Förderung & Nachhaltiges Wachstum

Programme mit Strategie: Wie Geyer Umformtechnik Förderungen für nachhaltiges Wachstum nutzt

Die Geyer Umformtechnik setzt auf Nachhaltigkeit und Resilienz. Laut Geschäftsführer Dr. Christian Wolff bestimmen genau diese Ziele die Auswahl passender Förderprogramme und Finanzierungsinstrumente.

Von: Jens Bartels
Zu sehen ist ein älterer Herr mit kurzen weißen Haaren und blauem Sakko, der freundlich in die Kamera schaut.

Förderung ist nicht gleich Förderung: Laut Dr. Christian Wolff, Geschäftsführer der Geyer Umformtechnik GmbH richtet sich da richtige Programm nach den Unternehmenszielen.

Blech ist bei Geyer Umformtechnik Werkstoff und Wandel zugleich. Das Unternehmen aus dem Berliner Süden beweist, wie sich ein über 80 Jahre alter Industriebetrieb neu erfinden kann, ohne seine Herkunft zu verlieren. „Unser Geschäftsmodell haben wir vom klassischen Blechbearbeiter zum hochdigitalisierten, nachhaltigen Systemfertiger gewandelt“, sagt Geschäftsführer Dr. Christian Wolff. Heute vernetzt das Unternehmen Menschen, Maschinen, Roboter und Software, um vom Musterbau bis zur Großserie flexibel reagieren zu können.

Die Fertigungstiefe reicht dabei längst über die reine Blechbearbeitung hinaus. Blechsysteme, Montagen, Beschichtungen, Druckverfahren sowie Lager- und Logistikkonzepte gehören inzwischen zum Angebot. „Nachhaltigkeit ist für uns längst kein rein ethisches Thema mehr, sondern ein harter Wettbewerbsfaktor“, so Wolff. Damit wird Geyer Umformtechnik zugleich zum Partner seiner Kunden auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Erst die unternehmerische Vision, dann die passende Förderung - nicht umgekehrt.“
Dr. Christian Wolff Geschäftsführer der Geyer Umformtechnik GmbH

Förderprogramme als strategischer Hebel

Dieser Anspruch ist eng mit Resilienz und der Frage verbunden, wie sich Investitionen beschleunigen lassen. Lieferketten, volatile Energiepreise und Fachkräftemangel sollen das Unternehmen nicht schwächen, sondern robuster machen. „Unser Ziel ist ein Geschäftsmodell, das äußeren Belastungen standhält“, sagt Wolff. Förderprogramme spielen dabei eine wichtige Rolle – allerdings nicht als Ausgangspunkt, sondern als strategischer Verstärker. „Förderprogramme entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn sie zur eigenen Strategie passen. Die Reihenfolge ist entscheidend: erst die unternehmerische Vision, dann die passende Förderung – nicht umgekehrt.“

Wer Förderprogramme zum Ausgangspunkt macht, verliert nach Überzeugung des Geschäftsführers schnell den strategischen Fokus. Die Förderlandschaft sei komplex, viele Programme zeitlich befristet oder regional begrenzt. „Es lohnt sich, gezielt zu suchen, statt sich im Dschungel der Möglichkeiten zu verlieren.“

Positive Erfahrungen hat das Unternehmen insbesondere mit der Investitionsbank Berlin und der Hausbank gemacht. Beide hätten „solide Beratung und konkrete Orientierung“ geboten. Gleichzeitig warnt Wolff davor, Förderbedingungen zu unterschätzen. Sie müssten sorgfältig geprüft und eingehalten werden, um Rückforderungen oder Reputationsschäden zu vermeiden. Sein Fazit: „Förderprogramme sind kein Selbstläufer, aber ein echter Hebel – wenn man sie richtig einsetzt.“

Grüne Transformation bis 2030

Wie wirkungsvoll dieser Hebel sein kann, zeigt der Transformationspfad des Berliner Unternehmens. Ziel ist die klimaneutrale Fabrik bis 2030. „Unsere Klimabilanz, gemessen am CO₂-Ausstoß, konnten wir in den vergangenen zehn Jahren bereits um 80 Prozent verbessern“, sagt Wolff. „Die verbleibenden 20 Prozent lassen sich durch rein interne Maßnahmen jedoch kaum noch erreichen.“ Deshalb setzt Geyer Umformtechnik neben Effizienzmaßnahmen auch auf externe Projekte. Ein Tiny Forest wurde bereits gepflanzt, außerdem beteiligt sich das Unternehmen an Klimaschutzprojekten in Indonesien und Brasilien.

Transformation endet für Wolff jedoch nicht bei der eigenen Klimabilanz. „Beim Großteil unserer Kunden können wir unsere nachhaltigen Strukturen als echten Vorteil einbringen.“ Immer mehr Auftraggeber legen Wert auf klimafreundliche Prozesse, Regionalität, faire Zusammenarbeit und nachhaltige Produktionsstrategien. So wird grüne Transformation für Geyer Umformtechnik zu einem industriellen Zukunftsmodell: effizienter produzieren, resilienter wirtschaften und Kunden aktiv auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung begleiten.