IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Innovation & Förderung

Innovationsförderung für nachhaltige Visionen: Delta Engineering & Chemistry

Sarah Schmitz, Geschäftsführerin der Delta Engineering & Chemistry zeigt, dass internationale Chemie-Innovationen nicht nur aus Großkonzernen kommen. Der Berliner Mittelständler entwickelt nachhaltige Technologien und setzt dabei gezielt auf Innovationsförderung.

Von: Jens Bartels
Zu sehen ist eine mittelalte Frau, mit braun-grauen Haaren, die freundlich in die Kamera lächelt.

Dr. Sarah Schmitz ist die Geschäftsführerin der Delta Engineering & Chemistry GmbH.

Wer in Berlin über Chemie spricht, denkt häufig an Forschungscampus, Universitäten oder große Konzerne. Dass auch ein mittelständisches Unternehmen aus der Hauptstadt international Akzente setzen kann, beweist Delta Engineering & Chemistry mit nachhaltigen Produkten und innovativen Technologien.

„Nachhaltigkeit spielt bei Delta eine ausschlaggebende, übergeordnete Rolle“, betont Geschäftsführerin Dr. Sarah Schmitz. „Nur durch die Weiterentwicklung in diesem Bereich sehen wir eine wettbewerbsfähige Zukunft.“

Leider gibt es zu viele Berater, die KMU eine erleichterte Antragstellung als Dienstleister anbieten.“
Sarah Schmitz Geschäftsführerin der Delta Engineering & Chemistry GmbH

Wie konsequent das Unternehmen diesen Weg verfolgt, zeigt die Auszeichnung als „ZIM-Einzelprojekt des Jahres 2025“. Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte kleiner und mittlerer Unternehmen.

Nachhaltige Chemie für die Kunststoffbeschichtung

Im Mittelpunkt des ausgezeichneten Projekts steht ein Bereich, der im Alltag kaum sichtbar ist, aber in zahlreichen Produkten Anwendung findet. „Viele Teile im Automobil-Leichtbau sowie in Sanitär- oder haushaltsnahen Anwendungen bestehen aus mit Chrom beschichtetem Kunststoff“, erklärt Schmitz.

Problematisch sei bislang insbesondere die Vorbehandlung. „In diesem Beschichtungsprozess werden hoch mutagene, karzinogene und toxische Chemikalien sowie fluorierte Netzmittel – sogenannte Forever Chemicals – eingesetzt.“ Für Schmitz trägt die chemische Industrie hier eine besondere Verantwortung.

„Da der Prozess für den Endkunden meist undurchsichtig ist, sollte sich die chemische Industrie in der Verantwortung sehen, nachhaltige Ansätze auch ohne regulatorische Vorgaben aktiv voranzutreiben.“ Mit der eigenen Technologie verfolgt Delta Engineering & Chemistry ein ambitioniertes Ziel: Die Kunststoffbeschichtung nachhaltiger gestalten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Marktes stärken.

Förderprogramme als Impuls für Innovation

Bereits vor der ZIM-Auszeichnung erhielt das Unternehmen 2023 den Innovationspreis Berlin Brandenburg – ein weiterer Beleg für die Innovationskraft des Berliner Mittelständlers. „Um die Umsetzbarkeit einer chemischen Prozesstechnologie im Labormaßstab zu evaluieren, ist ZIM definitiv geeignet“, resümiert Schmitz.

Mit zunehmender Industrialisierung würden Entwicklungsprojekte jedoch deutlich komplexer. Hier stoßen Förderprogramme wie ZIM nach ihrer Einschätzung teilweise an Grenzen. Kritisch sieht Schmitz außerdem den Markt für Fördermittelberatung. „Leider gibt es viele Berater beziehungsweise Beratungsstellen, die KMU eine erleichterte Antragstellung versprechen, jedoch nicht auf Erfolgsbasis arbeiten und hohe Gebühren fordern. Hier sollte man sich ausreichend informieren, um Fördergelder nicht indirekt zu verschwenden.“

Für Delta Engineering & Chemistry bleibt Innovationsförderung dennoch ein wichtiger Baustein, um nachhaltige Technologien aus Berlin bis zur Marktreife weiterzuentwickeln und international wettbewerbsfähig zu bleiben.