IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Joachim Spitzley, Vorstandsvorsitzender Bito AG
Verwaltungsreform Berlin

Joachim Spitzley: So könnten öffentliche Ausschreibungen in Berlin einfacher werden

Joachim Spitzley steht seit 1996 an der Spitze des Berliner Familienunternehmens Bito AG. Im Kurzinterview mit der „Berliner Wirtschaft“ spricht der Vorstandsvorsitzende über seine Erfahrungen mit öffentlichen Ausschreibungen, die Chancen der Digitalisierung und seine Erwartungen an eine leistungsfähigere Berliner Verwaltung. 

Seit vielen Jahren beschäftigt er sich auch ehrenamtlich mit dem Thema: Spitzley ist stellvertretender Vorsitzender des IHK-Ausschusses „Funktionierende Stadtverwaltung“. Diese Funktion hat er auch 2026 weiterhin inne.

Verwaltungsreform Berlin: Was sich seit dem Interview verändert hat

Seit dem Gespräch hat Berlin wichtige Schritte bei der Verwaltungsreform umgesetzt. Das neue Landesorganisationsgesetz gilt seit 1. Januar 2026 und soll die Zuständigkeiten zwischen Senat, Bezirken und anderen Verwaltungsebenen klarer ordnen. Seit Juli gilt zudem ein neuer Zuständigkeitskatalog. Seit August können Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen die Aufgabenverteilung der Berliner Verwaltung in einer zentralen Online-Datenbank nachvollziehen.

Doch damit ist die Reform nicht abgeschlossen. Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 fordert ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, den eingeschlagenen Kurs auch in der nächsten Legislaturperiode fortzusetzen. Zu den Forderungen zählen schnellere Genehmigungs-, Planungs- und Vergabeverfahren, weniger Doppelstrukturen und eine konsequent digitalisierte Verwaltung.

Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft legt Forderungen für Verwaltungsreform vor
Auf dem Bild sind acht türkise und graue Ordner vor einem türkis-grünen Hintergrund zu sehen. Fünf der Ordner kippen von links ins Bild.
Fortsetzung der Verwaltungsreform Bündnis aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft legt Forderungen für Verwaltungsreform vor
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Bürokratieabbau würde Berliner Wirtschaft Milliardenpotenzial bringen
IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner
Wirtschaftspolitik Bürokratieabbau würde Berliner Wirtschaft Milliardenpotenzial bringen
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Bürokratie kostet Berlin Wachstum und Arbeitsplätze

Wie groß der wirtschaftliche Hebel sein könnte, zeigen neue Berechnungen im Auftrag der IHK Berlin. Würde der Aufwand für bürokratische Pflichten halbiert, könnten berlinweit mehr als eine Milliarde Euro zusätzliche Wertschöpfung und rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Bei einem typischen Mittelständler mit 20 Beschäftigten würden rechnerisch etwa 35 Arbeitstage im Jahr frei, die heute für Formulare, Nachweise und Verwaltungsverfahren benötigt werden.

Die Forderungen, die Spitzley formuliert, haben damit im Wahljahr 2026 zusätzliche Aktualität bekommen. Die Berliner Wirtschaft verlangt unter anderem verbindlichen Bürokratieabbau, stärker digitalisierte Unternehmensverfahren und ein einfacheres Vergaberecht. Die entscheidende Frage nach der Wahl wird sein, ob die Reform auch im Unternehmensalltag tatsächlich zu schnelleren und unkomplizierteren Verfahren führt.

Hier lesen Sie das ausführliche Interview mit Joachim Spitzley.