IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Anja Beecken, Architektin und Energieberaterin

Das Architekturbüro von Anja Beecken plant und betreut Projekte in einer riesigen Bandbreite von Bildungs- und Verwaltungs- bis hin zu Wohnbauten. Zum Portfolio gehört auch städtebauliche Planung vom Entwurf bis zur Bauleitung in den Bereichen Neubau, Denkmal und Sanierung. Darüber hinaus fungiert das Büro auch als unabhängiger Energieberater. Ehrenamtlich ist sie in der IHK-Vollversammlung tätig.

Von: Holger Lunau
Zu sehen ist eine Frau mit langen Haaren im Portraitfoto, sie lächelt in die Kamera.

Anja Beecken ist Geschäftsführerin von Anja Beecken Architekten - Gesellschaft von Architekten und Energieberatern mbH

Beschreiben Sie doch bitte Ihr Business.

Seit Gründung meines Unternehmens 1993 decken wir alle Leistungsphasen von Bauprojekten ab - vom Entwurf bis zur Bauleitung. Dadurch haben wir entsprechendes Know-how gewonnen.  Momentan ist das wieder sehr gefragt, gerade bei kleineren bis mittelgroßen Aufgaben. Wir arbeiten auch in Generalplanung mit anderen planenden Berufen zusammen. So schwankt meine Mitarbeiterzahl zwischen zwei und zehn fest Angestellten. 

Ultrakurz gefragt: Anja Beecken, Architektin und Künstlerin
Anja Beecken ist seit 16 Jahre Delegierte der Architektenkammer und engagiert sich in der IHK-Vollversammlung.
Video-Kurzinterview Ultrakurz gefragt: Anja Beecken, Architektin und Künstlerin
Dauer: 1 Minute
Luisa Maria Horn
Warum sind Sie Unternehmerin geworden?

Ich bin ein Freigeist, kreativ, als Architektin und Künstlerin von Natur aus selbstständig, jedes Projekt wird als eigenes Projekt gesehen. Schon vor Beginn des Studiums der Architektur war nichts anderes denkbar. Bereits während der Lehrjahre fand man mich nicht in den Großraumbüros, sondern in eigenen Baustellenbüros mit Projektleiter- oder Büroleiteraufgaben. 

Eine Frau in dunklem Hosenanzug und roter Bluse steht vor einem Gebäudeansemble.

Anja Beecken vor einer von ihr sanierten denkmalgeschützten Anlage auf dem Gut Bornim in Potsdam.

Was macht besonders Spaß?

Wir sind die Löser besonderer Probleme, wir sind die kreativen Köpfe, um komplizierte Aufgaben zu lösen. Ich fühle mich gern als Erfinderin, ich fühle mich gern als Unterstützerin in der Sache. Da ich auch als Bauleiterin immer einige Baustellen leite - anders könnte ich mir den Beruf auch nicht vorstellen - schließe ich die Projekte selbst ab und übergebe fertige, funktionierende Lösungen.

Und was nervt?

Die hohen Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in meinem Beruf nur schwer zu erwirtschaften. Das ist nur bei sehr großen Projekten, die wir in der Regel nicht haben, der Fall.

Gibt es Wünsche an die Politik?

Neben den vielen kleinen Maßnahmen, die die Politik angeht, sollten auch die großen Bilder  transportiert werden. Angestellte sollten wissen, dass sie das Doppelte von Ihrem Bruttogehalt kosten, und dass dieses Geld erwirtschaftet werden muss. Die Mitarbeiter haben in den vergangenen 30 Jahren immer größere Erwartungshaltungen entwickelt, aber es funktioniert immer weniger, diese zu erfüllen.

Arbeit für mich selbst finde ich zur Genüge bei mehr als 35 Jahren Berufserfahrung. Aber an auskömmlicher Arbeit für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen ich ihre Löhne bezahlen kann, wird immer mehr gespart. Drohnen für Vermessungen, die Nutzung von KI und die Senkung von Standards - nur um einige Beispiele zu nennen -  machen uns das Leben schwer.