IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nachgefragt: Das Kurzinterview

30 Jahre Ampelmann: Vom Verkehrszeichen zur Berliner Kultmarke

Eine Ampel wird abgebaut, ein Designer schaut genauer hin: Mitte der 1990er-Jahre beobachtet Markus Heckhausen am Rosenthaler Platz, wie eine der ostdeutschen Fußgängerampeln demontiert wird. Er sichert sich das farbige Glas und baut daraus auf dem Dach seiner Wohnung eine Lampe. Was zunächst wie ein gestalterisches Experiment wirkt, wird zum Ausgangspunkt einer Berliner Unternehmensgeschichte.  

„Alles war im Umbruch und gerade in Mitte, also im Ostteil der Stadt, war alles möglich. Es gab unheimlich viele Freiheiten, die sich viele Kreative einfach nehmen konnten, um etwas daraus zu machen”, erinnert sich Heckhausen. In “Nachgefragt: Das Kurzinterview” spricht er über seine wichtigsten Erkenntnisse aus 30 Jahren Ampelmann.

Die Rettung einer Berliner Figur

Entworfen hatte die Ost-Ampelmännchen der Verkehrspsychologe Karl Peglau. Am 13. Oktober 1961 reichte er seine Vorschläge für neue Verkehrssymbole ein. Die große leuchtende Fläche der Figuren sollte ihre Sichtbarkeit erhöhen und Fußgängerinnen und Fußgängern mehr Sicherheit geben.

Im Sommer 1996 lernten sich Peglau und Heckhausen kennen. Aus anfänglicher Skepsis entwickelte sich eine enge Freundschaft und Geschäftspartnerschaft. Heckhausen bezog den Urheber in seine Arbeit ein, gemeinsam dokumentierten sie die Geschichte der Figuren und warben öffentlich für ihren Erhalt. Wenig später wurde der weitere Abbau der ostdeutschen Fußgängerampeln gestoppt.

Karl Peglau steht mit Marcus Heckhausen vor den entworfenen Ampelmann-Lampen.

Wurden Freunde und Geschäftspartner: Karl Peglau und Marcus Heckhausen.

Parallel wuchs aus der ersten Ampelleuchte ein Unternehmen. 1999 gründete Heckhausen wegen des steigenden Produkterfolgs und besserer Vertriebsmöglichkeiten die Ampelmann GmbH. Zwei Jahre später präsentierte das Unternehmen zum 40. Geburtstag der Figuren seine ersten 20 Produkte in einem Trafohaus in den Hackeschen Höfen. Daraus entstand der erste eigene Ampelmann-Shop.

Ampelmann: Vom Designobjekt zur Stadtmarke

Mit dem Laden wurde Ampelmann erstmals als eigenständige Produktmarke sichtbar. Weitere Standorte folgten, unter anderem am Berliner Dom, am Gendarmenmarkt und Unter den Linden. Heute betreibt das Unternehmen sechs Geschäfte in der Hauptstadt. Das Sortiment ist auf mehr als 600 Produkte gewachsen – von Alltagsgegenständen und Textilien bis zu Leuchten und Souvenirs.

Entwickelt werden die Produkte weiterhin in Berlin-Mitte. Ein etwa zehnköpfiges Kreativteam kümmert sich um Gestaltung und Umsetzung. Das inhabergeführte Unternehmen versucht dabei, den Spagat zwischen touristischer Vermarktung und historischem Erbe zu meistern. Dafür nutzt Heckhausen auch den Blick über den städtischen Tellerrand: “Wir sind dabei, die Marke über E-Commerce weiterzuentwickeln, zum Beispiel in Richtung Kinderprodukte für den Schulweg – also dorthin, wo der Ampelmann herkommt.”

 

Ansicht des Ampelmann-Stores im Tacheles.

Am Tacheles ist der neueste Ampelmann-Store entstanden.

30 Jahre nach dem Start hat sich Ampelmann von einer Produktidee zu einer etablierten Berliner Marke entwickelt. Das Unternehmen verbindet die Geschichte der ostdeutschen Fußgängerampel mit einem breiten Sortiment und einer klaren gestalterischen Linie. Dabei wird ein bekanntes Symbol aus dem öffentlichen Raum wirtschaftlich weiterentwickelt, ohne seinen historischen Ursprung aus dem Blick zu verlieren.