Energiewende

Geothermie für Berlin: Erste Tiefenbohrung geplant

Vom 20. bis 22. Oktober trifft sich die Geothermiebranche in Potsdam zum größten deutschsprachigen Fachkongress ihrer Art. Während Expertinnen und Experten über Tiefengeothermie, Wärmespeicher und die Wärmeversorgung der Zukunft diskutieren, macht Berlin bei der Erkundung seiner eigenen Erdwärmepotenziale erste konkrete Fortschritte.

Zu sehen sind zwei Bauarbeiter, die Metallrohre auf einen Stapel legen.

Tiefengeothermie soll Berlins Wärmeversorgung klimafreundlich machen.

Bis zu 600 Teilnehmende werden zum Geothermiekongress 2026 in Potsdam erwartet. Auf der Agenda stehen mehr als 200 Fachvorträge zu Wärmeversorgung, Wärme- und Kältespeicherung sowie energie- und forschungspolitischen Fragen. Damit gilt der Kongress als wichtigstes Branchentreffen der Geothermie im deutschsprachigen Raum. 

Für Berlin kommt der Kongress zu einem passenden Zeitpunkt: Erst kürzlich wurde die erste Tiefenbohrung im Bereich des Kraftwerks Marzahn vergeben. Die geplante Erkundungsbohrung soll klären, ob heißes Wasser aus tiefen Gesteinsschichten künftig zur Wärmeversorgung der Hauptstadt genutzt werden kann. 

 

Die Untersuchung ist Teil eines größeren Programms zur Erschließung der Tiefengeothermie in Berlin.
“Tiefengeothermie hat absolutes Gamechanger-Potenzial, um Berlin bis 2045 klimaneutral mit Wärme zu versorgen”, so Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin.
Aus Sicht der Wirtschaft sind vor allem schnelle Planungs- und Genehmigungsverfahren, Planungssicherheit für Investoren sowie die weitere Erkundung der geologischen Potenziale entscheidend.