Aus für den Berliner Olympia-Traum

Berlin zieht Olympia-Bewerbung zurück

Berlin steigt vorzeitig aus dem Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 aus. Der noch amtierende Senat um Kai Wegner gab den Rückzug heute offiziell bekannt und bedauert das Ende der Bewerbung.

Zu sehen ist der Berliner Bürgermeister Kai Wegner (Links) sowie der Olympiabeauftragte Kaweh Niromaand (rechts) während einer Pressekonferenz.

Der noch regierende Bürgermeister Kai Wegner (links) sowie Olympia-Beauftragter Kaweh Niroomand (rechts) bedauern das Aus für die Berliner Olympia-Bewerbung.

Mit dem Konzept „Berlin+“ wollte sich die Hauptstadt gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern für die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben. Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl und der Aussage der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Olympia-Bewerbung habe sich „erledigt“, war der politische Rückhalt für das Vorhaben deutlich gesunken. 

Der noch regierende Bürgermeister Kai Wegner zog heute die Reißleine und gab den Rückzug Berlins aus dem Rennen um die Spiele bekannt. Gleichzeitig sicherte er weiterhin Unterstützung und Beratung für die Konkurrenten Köln-Rhein-Ruhr und München zu, um die Spiele nach Deutschland zu holen.

Für den Wirtschaftsstandort Berlin und die durch die Olympischen Spiele möglichen Investitionen in die Stadtentwicklung ist die Absage ein fataler Start der neuen Legislaturperiode. Auch IHK-Präsident Sebastian Stietzel bedauert den Rückzug: „Olympische Spiele wären eine große Chance für Berlin gewesen, sich als nachhaltige und internationale Weltmetropole zu präsentieren.“ 

Auch von den Investitionen in die Sportinfrastruktur hätten die Berlinerinnen und Berliner profitiert. Stietzel fordert nun, das zweite große Zukunftsprojekt der Stadt, die EXPO 2035, nicht aus dem Blick zu verlieren: „Deshalb sollte sich das Land jetzt gemeinsam mit Brandenburg auf eine Bewerbung für die Weltausstellung fokussieren.“