Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Martin Müller, molitor GmbH

Vor 25 Jahren hat Martin Müller molitor gegründet. Der Berliner Mittelständler entwickelt mit seinem interdisziplinär aufgestellten Team Ausstellungen, die Wissen vermitteln und Spaß machen.

Von: Sabine Hölper
Porträt von Martin Müller, Geschäftsführer der molitor GmbH. Er blickt in die Kamera und leitet ein Unternehmen, das Ausstellungen konzipiert, gestaltet und realisiert.

Martin Müller ist Geschäftsführer der molitor GmbH. Der Berliner Unternehmer entwickelt mit seinem Team Ausstellungen für Museen, Gedenkorte, Zoos und Unternehmen.

Herr Müller, Sie sind Geschäftsführer der molitor GmbH. Welches Geschäft betreiben Sie seit mittlerweile 25 Jahren?

Mit unserem Team von 22 Mitarbeitenden entwickeln wir Ausstellungen, die Wissen vermitteln und Spaß machen. Zu unseren Auftraggebern gehören Museen, Zoos, Gedenkorte oder Firmen. Wir tauchen mit jedem Projekt in jedes Mal andere, spannende, für uns neue Themen ein. Aktuell etwa kann man in Berlin im Gebäude des ehemaligen Flughafen Tempelhof eine von uns realisierte Ausstellung über „100 Jahre Lufthansa“ besuchen. Überwiegend sind wir aber außerhalb Berlins aktiv.

Was machen Sie anderes als Ihre Mitbewerber?

In der Regel übernehmen Unternehmen nur einen bestimmten Leistungsbereich, zum Beispiel die Gestaltung. Wir hingegen decken den gesamten Bereich der Projektabwicklung ab, von der Konzeption über Gestaltung, Medientechnikplanung bis hin zur Realisierung, etwa auch interaktiver Exponate. Unser Team ist dementsprechend sehr interdisziplinär aufgestellt. Die Architektin bespricht bereits in der Planungsphase mit dem Tischler, wie ein Objekt unter Fertigungsgesichtspunkten optimal konstruiert wird. Dieser übergreifende Wissensaustausch erspart Korrekturschleifen und ist für die Kunden ein entscheidender Mehrwert. 

Warum haben Sie sich für die Selbstständigkeit entschieden?

Nach meinem Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik bin ich schnell bei der Planung von Ausstellungen gelandet, zuerst als freier Mitarbeiter. Irgendwann habe ich dann, um mich abzusichern, eine GmbH gegründet. So entstand das Unternehmen. Mir gefällt die Mischung: Als Geschäftsführer treffe ich Entscheidungen und kann mich in Projekte vertiefen. Und bei jedem Projekt nehme ich selbst neues Wissen mit. 

Ein Ausstellungsbereich mit Informationen, Exponaten und gestalterischen Elementen. Die Ausstellung wurde von der Berliner molitor GmbH konzipiert und umgesetzt.

Das Unternehmen entwickelt und realisiert Ausstellungen für Museen, Gedenkorte, Zoos und Unternehmen.

Gibt es auch etwas, das Sie nervt?

Schrumpfende Budgets, überbordende Bürokratie und die Banken, die einem gerne Geld geben, wenn man es nicht braucht und keines, wenn man es bräuchte.

Ihr Wunsch an die Politik?

Unmittelbar: ein klares Bekenntnis zum innerstädtischen Gewerbegebiet Storkower Straße. Grundsätzlich: Klarheit und Mut im Streben nach einer nachhaltigen Stadtentwicklung, Unterstützung und ausreichende Budgets für die Kultur  und Finger weg von populistischen Entscheidungen. 

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Zu sehen ist ein Mann mit Sakko, welcher freundlich in die Kamera schaut. Im Hintergrund sind Pflanzen zu erkennen.
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