IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Mobilität und Fernverkehr

Bahn-Sperrung Berlin-Hamburg: Wie Flixbus von der zusätzlichen Nachfrage profitierte

Monatelang war die direkte Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg gesperrt – für Flixbus bedeutete das mehr Fahrgäste und zusätzliche Kapazitäten. Doch das Unternehmen hat längst größere Pläne: Mit Flixtrain will Flix auch auf der Schiene massiv wachsen und hat dafür 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge bestellt.

Von: Jens Bartels
Grüner FlixBus-Reisebus der Marke Setra auf einer Straße in Berlin vor historischen Gebäuden

Berlin ist für Flixbus im Fernbusverkehr ein wichtiger Knotenpunkt

Zwangspause beendet: Die 278 Kilometer lange Bahnstrecke Berlin-Hamburg war vom 1. August 2025 bis zum 14. Juni 2026 vollständig gesperrt, mit weitreichenden Folgen für Pendler, Geschäftsreisende und die gesamte Hauptstadtregion. Für Pendelnde aus Städten entlang der gesperrten Strecke gab es zwar Ersatzangebote, allerdings waren diese fast immer mit einer erheblichen Verlängerung des Reiseweges verbunden. Für die in Berlin ansässige Flixbus DACH GmbH bedeutete die Sperrung allerdings vor allem eines: zusätzliche Nachfrage.

Flixbus profitierte von der gesperrten Strecke Berlin–Hamburg

Entsprechend schnell stellte sich während der Sperrung die Frage nach praktikablen Alternativen. Ein Teil der Betroffenen setzte auf das Auto, riskierte dabei aber steigende Kosten und einen erhöhten CO₂-Ausstoß. Gleichzeitig eröffneten sich neue Chancen für den Fernbusverkehr. „Viele Menschen entscheiden sich aufgrund der Sperrung der Bahnstrecke für den Fernbus, wir sehen das an den Buchungszahlen auf dieser Verbindung“, sagte Daniel Packenius, Geschäftsführer der Flixbus DACH GmbH, während der Sperrung. 

„Um der steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen, haben wir auch bereits die Kapazitäten erhöht.“ Spezielle Services in den Fernbussen, etwa für Geschäftskunden, nahm das Unternehmen aufgrund der Sperrung aber nicht ins Programm auf.

Auf globaler Ebene wird Flix im Fernbussegment vor allem in neuen Märkten wie Indien, Mexiko oder in Südamerika wachsen.“
Daniel Packenius Geschäftsführer

Mehr als ein Knotenpunkt: Warum die Flix SE ihr DACH-Geschäft aus Berlin führt

Auch unabhängig von der damaligen Sperrung der Strecke Berlin-Hamburg spielt der Fernbusverkehr eine gewichtige und zunehmende Rolle als strukturelle Ergänzung des Schienenverkehrs. „Für eine nachhaltige Mobilitätswende braucht es ein attraktives Angebot auf der Schiene und mit dem Fernbus auf der Straße“, betont Daniel Packenius. „Das wollen wir bereitstellen.“ Dabei ist Berlin für den europäischen Marktführer im Fernbusverkehr weit mehr als ein wichtiger Knotenpunkt im Netz.

Mit der Flixbus DACH GmbH befindet sich in Berlin das wirtschaftliche Zentrum der Aktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz der Flix SE. Auch die Geschichte des Fernbusunternehmens ist eng mit dem Berliner Markt verknüpft: Im Jahr 2015 fusionierte das Münchner Start-up Flixbus mit dem Berliner Anbieter Mein Fernbus. „Die Fusion mit Mein Fernbus war ein wichtiger strategischer Schritt für die Firmenentwicklung von Flix und für den Erfolg des Unternehmens“, erklärt Daniel Packenius. „Heute befindet sich in Berlin nicht nur einer der größten Standorte der Flix SE, die Hauptstadt ist auch zentraler Hub für unser Fernverkehrsangebot.“ Von Berlin aus fahren Flixbus Fernbusse in hunderte nationale und internationale Städte.

Foto von Daniel Packeis von Flixbus

Daniel Packeinius ist Geschäftsführer der Flixbus DACH GmbH

Flixbus expandiert international

Allein im Jahr 2024 hat Flix insgesamt mehr als 90 Millionen Fahrgäste weltweit befördert und über zwei Milliarden Euro Umsatz erzielt. Deutschland ist der älteste Flixbus-Markt, hierzulande hat das Unternehmen bereits alle Regionen an den Fernbusverkehr angeschlossen. „Dennoch wollen wir das Angebot weiter optimieren, etwa durch das Verdichten von Takten oder die Anbindung zusätzlicher kleinerer Orte im ländlichen Raum“, so Daniel Packenius. „Auf globaler Ebene wird Flix im Fernbussegment vor allem in neuen Märkten wie Indien, Mexiko oder in Südamerika wachsen.“

Grüner FlixBus fährt auf Landstraße, grüner FlixTrain auf Gleisen daneben, Stadt mit Hochhäusern im Hintergrund

Die Flix SE will neben dem Fernbusverkehr auch auf der Schiene erfolgreich sein und expandieren.

Von der Straße aufs Gleis: Flixtrain-Verbindungen sollen dichter werden

Während sich Flixbus als feste Größe im weltweiten Fernbusverkehr etabliert, baut das Mobilitätsunternehmen auch sein Bahnangebot kontinuierlich aus – mit Berlin als einem der zentralen Knotenpunkte. Vom Berliner Hauptbahnhof starten bereits heute Flixtrain-Verbindungen in Metropolen wie Hamburg, Stuttgart, Köln und Leipzig; weitere Strecken und zusätzliche Verbindungen sind geplant. Seit der Wiedereröffnung der Strecke Berlin-Hamburg im Juni 2026 fährt Flixtrain dort an ausgewählten Tagen sogar im Zweistundentakt. Bis 2027 soll das Angebot auf bis zu zehn Fahrten pro Tag und Richtung wachsen.

Auch bei der Flotte hat Flixtrain große Pläne: Bereits 2025 gab das Unternehmen die Bestellung von 65 europäischen Hochgeschwindigkeitszügen bekannt. Inzwischen steht fest, dass alle 65 neuen Züge ab 2028 in Deutschland eingesetzt werden sollen. „Das heißt: Wir wollen und werden mit Flixtrain weiterwachsen, das Angebot ausbauen und Takte verdichten – in Deutschland und Europa.“ Von dieser Expansion wird auch Berlin direkt profitieren. In einer Stadt, in der sich Urbanität, Innovation und digitale Mobilität ständig weiterentwickeln, findet die Flixtrain DACH GmbH immer wieder neue Impulse für die nächste Etappe. Die inzwischen beendete Sperrung der Bahnstrecke Berlin–Hamburg brachte Flixbus kurzfristig zusätzliche Nachfrage – langfristig setzt das Unternehmen aber vor allem auf den Ausbau von Bus und Bahn als grüne Alternative im Fernverkehr.

Kunden
90
Millionen Fahrgäste
hat die Flix SE im Jahr 2024 weltweit befördert.
Investition
65
Hochgeschwindigkeitszüge
hat Flixtrain im Mai 2025 bestellt.

Flixbus DACH GmbH

Die Flixbus DACH GmbH mit Sitz in Berlin verantwortet das Fernbusgeschäft der Flix SE in Deutschland, Österreich und der Schweiz; Geschäftsführer ist Daniel Packenius. Der Berliner Standort geht auf die Fusion des 2011 in München gegründeten Start-ups Flixbus mit dem Berliner Wettbewerber MeinFernbus im Jahr 2015 zurück. Heute ist Berlin einer der größten Standorte des Konzerns und zentraler Hub des Fernverkehrsangebots. Die Muttergesellschaft Flix SE beförderte 2024 weltweit mehr als 90 Millionen Fahrgäste und erzielte über zwei Milliarden Euro Umsatz. Neben FlixBus gehören FlixTrain sowie das US-Unternehmen Greyhound zur Gruppe.