IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Köpfe der Berliner Wirtschaft

Vorgestellt: Horst Großmann, nanoLogika GmbH

Horst Großmann hat 2008 zusammen mit zwei Kollegen die Softwarefirma nanoLogika gegründet. Die Firma mit Sitz in Steglitz entwickelt und vertreibt Produktkonfiguratoren, die unter anderem bei der Planung von Abwasserschächten bis hin zur Individualisierung von Kugelschreibern eingesetzt werden. Der studierte Informatiker spricht mit uns über die Entwicklung der Branche und seinen Ärger mit der Bürokratie.

Ulrike Menn
Ein Mann schreibt an eine Tafel.

Arbeit an Konzepten: Horst Großmann entwickelt mit nanoLogika Lösungen für komplexe Produktkonfigurationen.

Herr Großmann, was konkret macht Ihr Softwareunternehmen nanoLogika

Wir sind Spezialisten für branchenneutrale Produktkonfiguratoren. Wir haben aber in der Vergangenheit eine kleine Seitwärtsbewegung gemacht, weil wir über einen Zufall in die Gas- und Wasserwirtschaft geraten sind und seitdem machen wir vor allem viele Projekte in dieser Branche. Mit „produktLogika®“ haben wir einen eigenen Produktkonfigurator entwickelt, der sich vor allem für komplexe Produktstrukturen auszeichnet. Wenn Sie ein Produkt haben, das in vielen unterschiedlichen Ausprägungen existieren kann, dann ist dieser Konfigurator genau der richtige. Vor knapp zwei Jahren haben wir uns noch einen weiteren Produktkonfigurator – Apto.ONE – dazu gekauft, der sich dadurch auszeichnet, dass er der einzige Open-Source Produktkonfigurator im deutschsprachigen Raum ist. Er ist bestens geeignet für E-Commerce-Anwendungen und ganz einfach zu konfigurieren, sodass man damit eine sehr schnelle Time-to-Market realisieren kann.

Wie blicken Sie auf die Entwicklung der heutigen Softwarebranche? 

Naja, uns geht es auch nicht mehr so gut, wie es uns mal ging. Also auch wir merken, dass dieser Einfluss der KI immer näher kommt. Das führt dazu, dass IT-Unternehmen Stellen abbauen. Das ist für uns einerseits gut, weil wir es leichter haben, Leute zu rekrutieren. Andererseits ist es schlecht, weil es der Branche dadurch insgesamt nicht so gut geht. Wir haben jetzt in den letzten Jahren häufiger mal auch Projektabsagen bekommen, da halt die Budgets nicht mehr so fit sind, wie sie mal waren. Andererseits ist es schon so, dass die IT in Deutschland immer noch eine Wachstumsbranche ist, auch wenn die Wachstumszahlen nicht mehr zweistellig sind.

 

Herr Großmann, Sie haben uns verraten, dass Sie Ende des Jahres Ihren 70. Geburtstag feiern. Ist das für Sie der Zeitpunkt, den Chefsessel gegen die Wohnzimmer-Couch zu tauschen?

Im Moment geht es mir gesundheitlich und mental noch sehr gut. Ich habe immer noch Spaß an der Arbeit. Und solange das gegeben ist, möchte ich gerne weitermachen. Allerdings habe ich mir so ein Datum gesetzt, wann ich meinen Hut nehme. Das liegt so in zwei Jahren - vielleicht.

Was würden Sie sich von der Politik wünschen?

Aus meinem privaten, politischen Verständnis heraus finde ich die Kompliziertheit deutscher Prozesse fürchterlich, die die Politik immer wieder an ihre Grenzen bringt. Es gibt kaum ein Gesetzgebungsverfahren, das nicht irgendeiner vors Verfassungsgericht bringt, um es dann wieder auszuhebeln. Das bremst die ganze Republik aus. Und als Unternehmer ärgert mich besonders die Überregelung. Ein Beispiel: Wir sind im letzten Jahr von der Berufsgenossenschaft „entdeckt“ worden und müssen seitdem einen bürokratischen Aufwand betreiben, der uns Monate Arbeitszeit kostet, weil wir alles Mögliche dokumentieren und regeln müssen. Allgemein würde mir sehr wünschen, dass der Wert unserer Demokratie wieder mehr in der Bevölkerung ankommt und dort auch wertgeschätzt wird.

Vorgestellt: Marlene Käseberg, Meander Interactive UG
Marlene Käseberg sitzt an einem Schreibtisch mit drei Bildschirmen vor sich. Ihre Hände sind auf der Tastatur und auf der Maus
Köpfe der Berliner Wirtschaft Vorgestellt: Marlene Käseberg, Meander Interactive UG
Lesezeit: 2 Minuten
Ulrike Menn
Vorgestellt: Ingo Lösche, enlogen IT GmbH
Köpfe der Berliner Wirtschaft Vorgestellt: Ingo Lösche, enlogen IT GmbH
Lesezeit: 2 Minuten
Ulrike Menn
Vorgestellt: Mareen Eichinger, macheete - Agentur für Marken- und Kommunikationsberatung
Eine blonde Frau mit orangfarbenem Kleid und dunkler Jacke lehnt in einer Tür.
Köpfe der Berliner Wirtschaft Vorgestellt: Mareen Eichinger, macheete - Agentur für Marken- und Kommunikationsberatung
Lesezeit: 2 Minuten
Holger Lunau