Nachgefragt bei Berliner Unternehmen

Wie kann KI kleine und mittlere Unternehmen unterstützen?

Knapp die Hälfte der Berliner Unternehmen nutzt laut einer IHK-Umfrage bereits regelmäßig generative KI im Betriebsalltag. Meist kommen dabei Standardlösungen wie ChatGPT oder Copilot zum Einsatz.

Noch mehr Potenzial bieten jedoch kleine KI-Bots, die gezielt auf firmeneigene Daten, Bedarfe und Anwendungsfälle zugeschnitten sind. Doch wie können kleine und mittlere Unternehmen solche Lösungen selbst entwickeln?

KI-Hackathon: Wie KMU eigene Anwendungen entwickeln

Hier setzt der KI-Hackathon an, den die IHK Berlin und die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin ins Leben gerufen haben. In anderthalb Tagen entwickelten Unternehmen aus verschiedenen Branchen gemeinsam mit KI-Expertinnen und -Experten eigene Lösungen, auch ohne Vorkenntnisse. Mit dem Hackathon-Format unterstützt die IHK Berlin ein landesgefördertes Forschungsprojekt zu KI-Nutzung im Mittelstand, an dem mehrere Berliner Hochschulen beteiligt sind.

Von Rechnungen bis Kundenberatung: Wo KI im Mittelstand helfen kann

Dabei geht es nicht um große Visionen, sondern um kleine, konkrete Anwendungsfälle: Rechnungen erstellen, Dokumente zu einer Materialliste zusammenführen oder Fachwissen zu Normen und Richtlinien so aufbereiten, dass Mitarbeitende Kunden schneller beraten können. Viele Teilnehmende wollen die Ergebnisse direkt im Betrieb einsetzen. Gerade beim Fachkräftemangel kann KI Freiräume schaffen, etwa bei Verwaltungsaufgaben, die bislang Überstunden kosten.

Einblicke in den KI-Hackathon in Berlin im Oktober 2026. Ein junger Mann sitzt in einem blauen Sessel und macht den Daumen nach oben.

Daumen hoch nach 1,5 Tagen: Wer beim Hackathon mitmacht, geht mit neuen Ideen, Kontakten und einem ersten Prototyp nach Hause.

Datenschutz und AI Act: Wo eigene KI-Lösungen an Grenzen stoßen

Der Hackathon zeigte aber auch Grenzen: Wer sensible Unternehmensdaten nicht in die Cloud geben will, kann manche Projekte derzeit nur eingeschränkt umsetzen. Datenschutz und Datensouveränität bleiben deshalb zentrale Fragen, ebenso wie die neuen Pflichten durch den AI Act der EU.

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Im Interview berichtet die Projektleiterin Prof. Dr. Christina Kratsch, wie Projekte wie der Hackathon KMU unterstützen können. Carl Duhn, Robert Krauter und Michael Sünkler erzählen außerdem, warum ihre Unternehmen auf KI setzen und wie KMU davon profitieren können.