BER hängt in den Seilen

Emirates stoppt Pläne für neue Verbindungen zum BER

Die schlechten Nachrichten für den Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) reißen nicht ab. Nach Medienberichten hat die Fluggesellschaft Emirates seine Pläne gestoppt, Verbindungen von Berlin aus anzubieten. Grund dafür seien Unklarheiten bei der im September mit dem Bund geschlossenen Vereinbarung. Nach dem Rückzug von Ryanair die nächste Hiobsbotschaft.

Zu sehen sind vier Personen von hinten. Sie stehen in einem Flughafen neben ihren Koffern und schauen auf eine Anzeigetafel.

Der Stopp der Pläne für neue Verbindungen durch die Fluglinie Emirates, ist ein herber Rückschlag für den Flughafen BER.

Nach Medienberichten werden Formulierungen in der Vereinbarung unterschiedlich ausgelegt. Emirates befürchtet, im weiteren Wachstum eingeschränkt zu werden. Zudem sei ungeklärt, ob die Vereinbarung explizit auf Emirates zugeschnitten ist oder ob nicht auch Etihad Airways Berlin anfliegen könnte. Emirates bedient bisher in Deutschland die Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg und Düsseldorf.

Flughafen BER - Wirtschaftsmotor mit angezogener Handbremse
Zu sehen sind diverse Menschen, die in einem großen Gebäude mit Koffern einen Gang entlanglaufen. Es ist eine Szene aus dem Flughafen BER.
Luftverkehr Flughafen BER - Wirtschaftsmotor mit angezogener Handbremse
Lesezeit: 3 Minuten
Dr. André Schmiljun

„Jetzt muss schnell Klarheit geschaffen werden zu den Details der veränderten Flugrechte für die VAE nach Deutschland", fordert IHK-Vize-Präsident Robert Rückel. "Neue Langstrecken nach Berlin dürfen nicht an unterschiedlichen Übersetzung der Regelung scheitern! Für den Wirtschaftsstandort Berlin wären die zusätzliche Direktflüge ein großer Gewinn an weltweiter Erreichbarkeit.“ Ein kleiner Lichtblick dieser Tage: EasyJet will seine Präsenz am BER ausbauen. 

Ohnehin steht der BER im nationalen Wettbewerb der Flughäfen sehr schlecht da. Nach dem Konnektivitätsatlas des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft werden von Berlin aus 191 Ziele angeflogen, davon nur neun Langstreckenverbindungen - viel weniger als Frankfurt/Main mit 326 und München mit 251 Destinationen. Selbst von Düsseldorf sind 199 Ziele erreichbar, davon 17 interkontinentale. 

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