IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Veranstaltungswirtschaft

Berlin als Event-Metropole: Was die Hauptstadt zum Top-Standort für Veranstaltungen macht

Berlin etabliert sich zunehmend als einer der wichtigsten Meeting- und Eventstandorte des Landes. Die Teilnehmerzahlen bei Messen, Kongressen und Konferenzen nehmen seit Jahren stetig zu. Was macht die Hauptstadt so attraktiv?

Von: Laurenzia Kiesche
Panoramabild mit Funkturm, Messe Berlin und dem ICC.

Berlin hat zahlreiche Veranstaltungsorte, von etablierten Größen wie der Messe Berlin bis hin zu neuen Orten wie dem NLND.

  • 2025 waren 75 Prozent der knapp 87.000 Veranstaltungen in Berlin Business-Events. 
  • Mit dem Estrel-Tower und dem NLND baut die Hauptstadt das Angebot an Veranstaltungsflächen weiter aus. 
  • Der Trend stärkt nicht nur den Tourismus, sondern zahlt auf den internationalen Stellenwert Berlins ein. 

Wo Messen, Kongresse, Konferenzen, Tagungen und andere Events stattfinden, profitieren die Gastgeberstädte. Teilnehmende reisen an, buchen Hotels, besuchen Restaurants und Geschäfte, erkunden während ihres Aufenthalts die Stadt. 

Berlin ist eine der gefragtesten Meeting-Destinationen – vor allem für Unternehmen. Wie aus der aktuellen Veranstaltungs- und Kongressstatistik von visitBerlin hervorgeht, besuchten 2025 rund 13,7 Millionen Menschen etwa 86.800 Veranstaltungen, knapp 75 Prozent davon waren Business-Events. 

Doch was macht Berlin so attraktiv und wie entwickelt sich die Hauptstadt zunehmend zur Meeting-Metropole?

Grund Nr. 1: Onsite-Veranstaltungen sind bedeutsam – und Berlin hat das Angebot

Ein Vergleich der Statistiken macht deutlich: Berlin gewinnt immer mehr Besucherinnen und Besucher. Zwar sank die Zahl der Veranstaltungen von rund 92.300 im Jahr 2023 auf 86.200 im Jahr 2024, gleichzeitig stieg die Zahl der Teilnehmenden jedoch deutlich – von rund 10 Millionen auf 12,9 Millionen. Das spricht für einen Trend hin zu größeren und stärker besuchten Veranstaltungen.

Teilnehmende
13,7
Millionen
Menschen haben 2025 an Veranstaltungen in Berlin teilgenommen.
Veranstaltungen
86.800
Veranstaltungen
fanden 2025 in Berlin statt.

Dieser Aufwärtstrend zeigt sich auch im Estrel, dem größten Kongresshotel der Stadt. „Die Entwicklung der vergangenen Jahre bestätigt, dass persönliche Begegnungen für Unternehmen, Startups und Verbände nach wie vor einen hohen Stellenwert haben. Wir beobachten im Estrel Berlin eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach Kongressen, Tagungen und Corporate Events“, so der Eigentümer Maxim Streletzki. 

Porträt von Maxim Streletzki, Co-Eigentümer des Estrel in Berlin.

Maxim Streletzki ist zusammen mit Ekkehard Streletzki Eigentümer des Estrel in Berlin.

Nach wie vor wird also auf den Austausch vor Ort gesetzt – und Berlin hat zahlreiche Formate, in denen er sich entfalten kann. Dazu gehören etablierte Messen wie die Grüne Woche mit rund 350.000 Besucherinnen und Besuchern sowie die IFA mit etwa 220.000 Teilnehmenden. 

Für Jürgen Amann liegt die Anziehungskraft der Stadt vor allem in ihrer Vielschichtigkeit: Berlin verbinde wirtschaftliche, wissenschaftliche und kreative Kompetenz mit einer starken internationalen Marke. 

„Wer Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern zusammenbringen möchte, findet hier eine moderne Infrastruktur, die passenden Netzwerke, und ein Umfeld, das Austausch und neue Ideen fördert“, so der visitBerlin-Geschäftsführer.

Grund Nr. 2: Zusätzliche Veranstaltungsflächen entstehen

Wo Nachfrage besteht, steigt das Angebot: Damit Berlin langfristig als Event-Metropole gelten kann, werden Veranstaltungsorte ausgebaut. Mit dem Estrel Tower, der ab Dezember 2026 schrittweise eröffnet werden soll, entstehen unter anderem 522 zusätzliche Zimmer und rund 4000 Quadratmeter mehr Veranstaltungsfläche. 

Dazu soll in Zukunft eine neue Eventhalle mit Platz für bis zu 10.000 Besucherinnen und Besucher enstehen. Eine Eröffnungstermin steht noch aus. Laut Maxim Streletzki soll die Halle Voraussetzungen schaffen, noch größere Veranstaltungen nach Berlin zu holen und somit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hauptstadt zu stärken.

Visualisierung der Dachterasse auf dem Estrel Tower mit Blick über Berlin.

Berlins größtes Hochhaus: Ende 2026 soll der Estrel Tower eröffnen.

Wer Berlin beruflich erlebt, kommt häufig wieder, knüpft Partnerschaften oder investiert in den Standort.“
Jürgen Amann Geschäftsführer visitBerlin

Laut Jürgen Amann profitiert Berlin vom Kongressgeschäft vor allem langfristig. „Wer Berlin beruflich erlebt, kommt häufig wieder, knüpft Partnerschaften oder investiert in den Standort. Das stärke nicht nur den Tourismus, sondern fördere auch die wirtschaftliche Entwicklung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Grund Nr. 3: Die Veranstaltungslandschaft der Stadt entwickelt sich weiter

Berlin bietet immer mehr Möglichkeiten, Veranstaltungen aller Art unterzubringen. Innerhalb von zehn Jahren ist die Anzahl der Veranstaltungsstätten in Berlin nach visitBerlin-Statistiken von 355 (2016) auf 442 (2026) Locations gestiegen – also um knapp 25 Prozent. 

Wichtig sind dabei nicht nur Orte für Großveranstaltungen, meint auch Jürgen Amann. Ihm zufolge prägen große Leitkongresse zwar die Wahrnehmung eines Standorts, doch getragen wird das Geschäft von zahlreichen kleineren und mittleren Tagungen, Workshops und Business-Meetings über das gesamte Jahr hinweg. Sie würden den Tourismus stärken und Berlin als wichtigen Standort für Wissenstransfer und internationalen Dialog positionieren.

Zu den Newcomern gehört das NLND (ausgesprochen: Neuland) in Neukölln. Aus der ehemaligen Marlboro-Fabrik entstand 2025 ein ganzer Campus mit einem Konferenzzentrum. 

Eine große halle mit Stuhlreihen, Vorbereitung für ein Fashion-Event.

Das Konferenzzentrum des NLND in Berlin besteht aus drei Flächen, die insgesamt rund 11.000 Quadratmeter umfassen.

Die Stärke des NLND sieht es in seiner Flexibilität: Durch variable Raumkonzepte lassen sich laut der Green City Development (GCD) GmbH, die zusammen mit der Philip Morris GmbH hinter dem NLND steckt, Konferenz-, Ausstellungs-, Workshop- und Networking-Bereiche auf einer Fläche kombinieren.

„Veranstaltungen finden hier nicht nur in einer flexiblen Fläche statt, sondern in einem aktiven Innovation District. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem sich Veranstaltungen mit Themen wie Innovation, Technologie und Transformation verbinden lassen“, so die GCD.

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Grund Nr. 4: Berlin gewinnt als Veranstaltungsstandort an Gewicht – mit Luft nach oben

Gleichzeitig kommen neue Veranstaltungen nach Berlin, etwa der Jahreskongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR), der 2027 erstmals in der Hauptstadt ausgerichtet wird, oder der Fahrradkongress towards tomorrow, der im November 2026 stattfindet.

Darüber hinaus wirbt Berlin um weitere Großereignisse: Mit der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 will die Hauptstadt ihre Rolle als internationale Eventmetropole weiter stärken. Zudem treibt Berlin seine Bewerbung um die Weltausstellung Expo 2035 voran, die die Position als internationale Eventmetropole weiter festigen wird.

Damit Berlin diesen Aufwärtstrend beibehalten kann, sieht Maxim Streletzki vor allem bei der internationalen Anbindung des BER Verbesserungspotenzial, da direkte Flugverbindungen ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit im Kongressgeschäft seien. „Hier sollte Berlin in den kommenden Jahren gezielt in den Ausbau seines Streckennetzes investieren, um seine Position im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken“, so der Estrel-Eigentümer.

Für Jürgen Amann braucht es neben einer leistungsfähigen Infrastruktur auch effiziente Genehmigungsprozesse und eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Branche. „Wenn wir diese Themen gemeinsam weiterentwickeln, kann Berlin seine Position als einer der führenden Kongress- und Meeting-Standorte Europas nachhaltig stärken.“