Außenhandelspartner

Exporte nach Osteuropa beflügeln deutsche Außenwirtschaft

Deutsche Unternehmen exportierten im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr nach Mittel- und Osteuropa. Das Wachstum der Region federt die Rückgänge im Geschäft mit den USA und China mehr als ab.

Symbolgrafik Exporte und Importe

Deutschlands Außenhandel zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 robust

Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die deutschen Exporte in 29 Länder Mittel- und Osteuropas nach Zahlen des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft um 7,4 Prozent auf 154,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von fast elf Milliarden Euro. Der Anstieg gleicht damit die aktuellen Exportrückgänge in die USA und nach China aus. Auch Berlin verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein Plus im Exportgeschäft.

Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Polen: Die Exporte legten um 9,2 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro zu. Damit ist das Nachbarland Deutschlands viertwichtigster Absatzmarkt und liegt deutlich vor China, das mit 36,3 Milliarden Euro auf Rang neun kommt. Auch die Ausfuhren nach Tschechien wuchsen kräftig, um 14 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro.

Der wichtigste regionale Handelspartner außerhalb der EU ist die Ukraine, mit 4,6 Milliarden Euro deutschen Exporten und Einfuhren im Wert von 1,4 Milliarden Euro. Die Importe aus Russland gingen um über 23 Prozent zurück und liegen nun knapp vor dem Wert von Estland und hinter Lettland mit 593 Millionen Euro.