Social Economy in Berlin

Die Rolle der Neuroinklusion für soziale Innovation und wirtschaftliche Teilhabe

Der „Autism Awareness Month“ und der Weltautismustag am 2. April machen jedes Jahr darauf aufmerksam, wie relevant gleichberechtigte Chancen für neurodivergente Menschen sind. In diesem Umfeld zeigt die auticon Deutschland GmbH, welche Rolle Neuroinklusion für soziale Innovation und wirtschaftliche Teilhabe spielen kann.

Sabrina Benning
Zwei Männer blicken auf einen Computerbildschirm, einer sitzt am Schreibtisch

Auticon passt seine Arbeitsumgebung den Bedürfnissen seiner Fachkräfte an

Auticon ist das größte deutsche IT-Unternehmen, das ausschließlich autistische Fachkräfte in Bereichen wie Softwareentwicklung, Datenanalyse, Qualitätssicherung oder Cybersecurity einsetzt und dadurch ökonomische Ziele mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.

Größtes deutsches IT-Unternehmen beschäftigt ausschließlich autistische Fachkräfte

Die Vision des Unternehmens ist klar: faire Beschäftigung und gleichberechtigte Teilhabe von Autistinnen am regulären Arbeitsmarkt. Geschäftsführer Dieter Hahn verweist auf deutliche Unterschiede im Arbeitsmarkt: „Bei gleicher oder höherer Qualifikation sind fünf Mal so viele Autistinnen und Autisten arbeitslos wie sogenannte ´neurotypische` Erwachsene“. Dies zeigt Handlungsbedarf und bildet den Ausgangspunkt für Auticons Ansatz.

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Kirsten Niemann

Jährlicher Global Impact Report als Steuerungsinstrument

Auticon arbeitet mit einem sozialwirtschaftlichen Modell, das auf Stärkenorientierung und klaren Rahmenbedingungen basiert. Das Unternehmen kombiniert professionelle IT-Dienstleistungen mit Arbeitsstrukturen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, ihre fachlichen Kompetenzen effizient einzubringen. Der jährliche Global Impact Report dient dabei als Steuerungsinstrument. Hahn betont: „Der Report hilft uns, das Thema Neurodiversität stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und gleichzeitig unser Modell konstant weiterzuentwickeln.“

Erste Schritte für Unternehmen in Richtung Neuroinklusion

Für Unternehmen, die erste Schritte in Richtung Neuroinklusion gehen möchten, legt Hahn den Fokus auf grundlegende Voraussetzungen: ein strukturiertes Onboarding, klare Rollen, sensibilisierte Führungskräfte sowie Anpassungen im Arbeitsalltag, die eine verlässliche und transparente Arbeitsumgebung schaffen.

Die auticon Deutschland GmbH zeigt, dass soziale Innovationen Entwicklungen vorantreiben, die Arbeitsbedingungen inklusiver gestalten und Teilhabe direkt fördern. Neuroinklusion zeigt dabei, dass solche Ansätze klassische Geschäftsmodelle nicht einschränken, sondern erweitern. Unternehmen, die diversitätsorientierte Strukturen aktiv aufbauen, erschließen zusätzliche Fachkräftepotenziale, schaffen klarere Prozesse und stärken damit langfristig ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit.