Wohnungsbau

Druck aus Brüssel für Wohnungsbauinvestitionen in Berlin

Die EU-Kommission ruft Deutschland dazu auf, die öffentliche Verwaltung schneller zu modernisieren und die Rahmenbedingungen für Wohnungsbauinvestitionen verbessern. Aus Sicht der Berliner Wirtschaft muss der Appell auch für das Land Berlin gelten.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner

Auch Berlin brauche bessere Rahmenbedingungen für Wohnungsbauinvestitionen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner.

Halbjährlich nimmt die EU-Kommission die wirtschaftliche Lage der Mitgliedsstaaten unter die Lupe und gibt Empfehlungen. Diesmal mahnt sie für Deutschland unter anderem bessere Rahmenbedingungen für Wohnungsbauinvestitionen, um Wohnraum erschwinglicher zu machen.

Dieser Ordnungsruf gelte erst recht für Berlin, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner. Zwar habe die Hauptstadt das Schneller-Bauen- und das Einfacher-Bauen-Gesetz, aber wichtige Aspekte wie die Angleichung der Arten- und Denkmalschutzvorgaben auf den Bundesstandard würden noch fehlen. 

"Die Berliner Vorgaben und die unterschiedliche Handhabung in den Bezirken verursachen regelmäßig Mehrkosten in Millionenhöhe und jahrelange Bauverzögerungen. Über allem schwebt zudem das Damoklesschwert der Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbaugesellschaften. Das ist das Gegenteil von besseren Rahmenbedingungen für Investitionen in den Wohnungsbau.“, so Manja Schreiner.