WTF is IHK?

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Konjunktur

Berliner Konjunktur weiter im Abwärtstrend

Die Wirtschaft in Berlin verliert im Frühsommer 2026 weiter an Dynamik, die strukturelle Schwäche verfestigt sich. Laut des Konjunkturberichts der IHK Berlin sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das größte Risiko für die geschäftliche Entwicklung. Weniger als jedes zweite Unternehmen plant aktuell Investitionen. IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner fordert deshalb, auch in Wahlkampfzeiten den Fokus auf die Wirtschaft zu richten.

Milena Fritzsche
Konjunkturklima

Der IHK-Konjunkturbericht fasst Lage und Erwartung der Unternehmen zusammen.

Konjunkturklima fällt auf kritischen Wert

Seit Jahresbeginn hat der Konjunkturklima-Index sechs Punkte eingebüßt und liegt mit 100 Punkten nun deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 124 Punkten. Das zeigt die repräsentative IHK-Konjunkturumfrage unter 830 Berliner Unternehmerinnen und Unternehmern. Zwar waren vergleichbar niedrige Werte auch in den Krisenjahren 2009, 2020 und 2022 zu beobachten, auf diese folgte jedoch jeweils eine rasche Erholung. Der derzeitige Rückgang ist hingegen Ausdruck einer anhaltenden konjunkturellen und strukturellen Schwäche der Berliner Wirtschaft. 

Die Berliner Wirtschaft kämpfe nun mit einer Langzeiterkrankung, betont Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin IHK Berlin. Hier müsse dringend mit Bürokratie-Abbau und Wachstumsimpulsen gegengesteuert werden.

Manja Schreiner
Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Berlinerinnen und Berlinern gut. Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage einer handlungsfähigen Demokratie.“
Manja Schreiner IHK-Hauptgeschäftsführerin

Schwache Geschäftslage und pessimistische Erwartungen 

Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage hat sich laut Konjunkturbericht deutlich verschlechtert. Der entsprechende Indikator liegt nur noch bei drei Punkten. Die Geschäftsentwicklung ist dabei in nahezu allen Branchen rückläufig. Besonders stark betroffen sind Baugewerbe, Handel und Gastgewerbe, während sich der Dienstleistungssektor vergleichsweise stabil zeigt. 

Auch beim Blick in die Zukunft überwiegt die Skepsis: Der Erwartungsindikator fällt auf minus drei Punkte und liegt damit unter der Nulllinie. 

Investitionen und Beschäftigung gehen zurück

Die schwache konjunkturelle Entwicklung schlägt sich in den Planungen der Unternehmen nieder. Die Beschäftigungsabsichten sind so zurückhaltend wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Der entsprechende Indikator liegt aktuell bei minus vier Punkten und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 13 Punkten. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Effekte: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist rückläufig, womit der langjährige Wachstumstrend unterbrochen wurde. 

Parallel dazu bleibt die Investitionsbereitschaft gering. Weniger als jedes zweite Unternehmen plant aktuell Investitionen. Der Investitionsindikator fällt auf 13 Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit der Coronapandemie. 

Risiken nehmen deutlich zu

Die wirtschaftlichen Risiken haben sich im Frühsommer 2026 spürbar verschärft. Vor allem gestiegene Energie- und Rohstoffpreise belasten die Unternehmen. Energiepreise werden von rund der Hälfte der Betriebe als Risiko genannt, Rohstoffpreise von etwa einem Drittel. 

Allerdings sind für zwei von drei Unternehmern die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das größte geschäftliche Risiko.  Auch der schwache Inlandsabsatz (57%) und hohe Arbeitskosten (53%) sind weiterhin problematisch. Demgegenüber verliert der Fachkräftemangel an Bedeutung (39%) und liegt aktuell auf einem niedrigeren Niveau als vor der Corona-Pandemie, er bleibt aber strukturell eine zentrale Herausforderung.

Den gesamten Bericht finden Sie hier.