Offener Brief der Wirtschaft

Ausbildungsplatzabgabe in Berlin: Die größten privaten Arbeitgeber warnen

In einem gemeinsamen Appell rufen Berlins größte private Arbeitgeber Senat und Abgeordnete auf, die geplante Ausbildungsplatzabgabe nicht umzusetzen. Die Initiatoren warnen vor negativen Folgen der Abgabe für den Wirtschaftsstandort Berlin.

Berlins größte private Arbeitgeber warnen vor der Ausbildungsplatzabgabe

Der Gesetzentwurf zur Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe sieht vor, dass Berliner Unternehmen künftig jedes Jahr eine von der Politik definierte Abgabe entrichten müssen. Deren Höhe richtet sich nach der Bruttolohnsumme im Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden im jeweiligen Betrieb. Betroffen sind sowohl Betriebe, die selbst ausbilden, als auch Unternehmen, die keine klassischen Ausbildungsberufe anbieten können oder zwar ausbilden möchten, aber keine Azubis finden. In ihrem Schreiben warnen die Unternehmen vor zusätzlichen finanziellen Belastungen und mehr Bürokratie.

Die Administration der Umlage erfordert einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand – sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch auf Seiten der Behörden. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten muss es aber das Ziel sein, Bürokratie abzubauen.“
Offener Brief der Wirtschaft Berlins größte private Arbeitgeber

Top-Unternehmen mit 150.000 Jobs in Berlin

Zu den Unterzeichnern gehören Handelsunternehmen wie Rewe, Edeka, Bio-Company und Kaufland, aus der Industrie beteiligen sich die BASF, Siemens, Mercedes-Benz, BMW, Stadler, aus der Finanzbranche die Berliner Sparkasse, die Berliner Volksbank, die Deutsche Bank und die Commerzbank. Weitere Kritiker sind die Deutsche Bahn, Coca-Cola, der Entsorgungskonzern Alba, die Messe Berlin, die AOK Nordost, die Vivantes-Kliniken und die Dussmann Group.

Die unterzeichnenden Unternehmen stehen für mehr als 150.000 Arbeitsplätze in der Hauptstadt. Sie betonen ihr langjähriges Engagement in der dualen Ausbildung und unterstreichen, dass sie jedes Jahr tausenden jungen Menschen einen qualifizierten Start ins Berufsleben ermöglichen.

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Grafik mit den Worten: "Ja zur Ausbildung. Nein zur Ausbildungsplatzumlage."
Strafabgabe für Unternehmen

Ja zur Ausbildung, Nein zur Abgabe

Ab 2027 droht die Ausbildungsplatzabgabe. Das Gesetz würde jedes Unternehmen zusätzlich belasten, ohne die eigentlichen Probleme auf dem Ausbildungsmarkt zu lösen. Statt mehr Ausbildung drohen mehr Bürokratie, Klagen und Unsicherheit.