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Berliner KI-Startup

Ackerboden als Speicher für Kohlendioxid: Startup findet neue Wege CO2 zu messen

Das innovative Start-up CinSOIL hat eine Methode entwickelt, CO2 im Boden zu messen.

Von: Christian Nestler
Die drei Gründer:innen des Startups sind zwei Männer und eine Frau.

Gründungsteam der CinSOIL GmbH (v.l.n.r.): Dr. Giorgi Shuradze (CEO); Dr. Antonella Succurro (CTO); und Dr. Tavseef Shah (COO).

Der Boden unter unseren Füßen speichert nicht nur Wasser – er nimmt auch in erheblichem Maß CO2 auf. In einer Zeit, in der weltweit fieberhaft nach Wegen gesucht wird, Kohlendioxid überall, nur nicht in der Atmosphäre zu lagern, wird der Boden damit zu einem hochspannenden technischen Speicher. Genau hier setzt das Berliner Startup CinSOIL an und überführt dieses Potenzial in eine konkrete Anwendung. Wichtig: Dabei geht es nicht um das bekannte Verpressen von CO2 in tiefe Erdschichten.

„Ackerboden ist ein super Speicher für Kohlendioxid“, sagt Giorgi Shuradze, einer der Co-Founder. „Bisher ist es für Landwirte jedoch sehr aufwändig, das CO2-Speicherpotenzial ihrer Böden zu bestimmen und ihre Bewirtschaftung darauf abzustimmen.“ 

CinSOILs Ansatz: eine KI, die auf Basis von Satellitenbildern großflächig die Bodenbeschaffenheit analysiert und CO2 messen kann. In Echtzeit schlägt sie Landwirtinnen und Landwirten passende landwirtschaftliche Praktiken vor – mit dem Ziel, den Boden so zu bearbeiten, dass möglichst viel CO2 darin gebunden werden kann. Wie das genau funktioniert und welches Potenzial darin steckt, zeigt dieser Artikel.

 

CO2 messen: Erste Pilotprojekte und Auszeichnungen in Europa

In mehreren europäischen Ländern testet CinSOIL sein Produkt bereits gemeinsam mit landwirtschaftlichen Partnern. Parallel dazu konnte das Unternehmen mit seiner Idee schon einige Preise gewinnen – zuletzt die Auszeichnung des EIT Food Accelerator Networks

Diese Erfolge zeigen, welches Potenzial in der Technologie steckt, Landwirten dabei zu helfen, CO2 einzusparen und Böden effizienter zu bewirtschaften.

Von der Nebenbeschäftigung zur Gründung

Ursprünglich begann CinSOIL nur als Nebenprojekt der drei Gründer, erinnert sich Giorgi Shuradze. Während der Corona-Zeit nahmen sie an einem Online-Programm von EIT Food teil, dem Innovator Fellowship, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Entrepreneurship begeistern sollte. 

In diesem Rahmen entstand die Idee dazu, Co2 besser messbar zu machen. Die Idee zu CinSOIL. Zunächst hatten jedoch alle Gründer feste Stellen. Erst ein exploratives Teilzeitprogramm für angehende Gründerinnen und Gründer an der Münchner UnternehmerTUM gab den Ausschlag: Danach entschieden sie sich, CinSOIL tatsächlich zu gründen und ihre Vision von einer digitalen Lösung zum CO2 einsparen im Ackerbau in ein eigenes Unternehmen zu überführen.

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Warum CinSOIL in Berlin gegründet wurde

Die Standortwahl fiel bewusst auf Berlin. „Weil Berlin noch immer eines der besten Startup-Ökosysteme ist. Vor allem Talente finden wir hier und eine fantastische Startup-Kultur, auch dank der großen Wissenschaftslandschaft“, erklärt Shuradze. In Berlin zu gründen, sagt er, sei schon eine Botschaft an sich. 

Ganz ungetrübt ist der Blick auf die Hauptstadt allerdings nicht: „Für Early-Stage-Startups ist es einer der besten Orte überhaupt. In der Wachstumsphase werden die Möglichkeiten etwas eingeschränkt“, resümiert der Gründer. Doch bis CinSOIL diese Wachstumsphase erreicht, liegt noch ein Stück Weg vor dem Unternehmen – ein Weg, den das Startup konsequent weitergehen will.