IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Nach einer aufmerksamkeitsstarken Teaserphase geht die Kampagne der IHK Berlin in die nächste Stufe. Mit „WTF is IHK?“ wurde bewusst Neugier geweckt und Gespräche angestoßen.

Jetzt löst die Kammer diese Frage auf – klar, sichtbar und mit Haltung. 

Die Unternehmer stehen stellvertretend für die Vielfalt der Berliner Wirtschaft. 

Durch ihre Perspektiven wird deutlich, was der Claim konkret bedeutet – und wie die IHK Berlin Unternehmen tatsächlich unterstützt. 

IHK Berlin. Offizieller Unterstützer der Berliner Wirtschaft.

Energiemanagement für Unternehmen

Energiekosten senken mit KI? So arbeitet Trawa für mittelständische Unternehmen

Deutschlands Strompreise für Nicht-Haushaltskunden gehören im EU-Vergleich zu den höchsten. Das Berliner Technologieunternehmen Trawa hat eine KI-gestützte Komplettlösung entwickelt, mit der Unternehmen nach eigenen Angaben ihre Energiekosten um bis zu 30 Prozent senken können.

Christian Buck
Drei Männer in dunkler Kleidung vor schwarzem Hintergrund mit weiß leuchtendem Schriftzug 'trawa.'

Max Lüddemann, David Budde und Robert Quick (v.l.n.r.) sind die Gründer von Trawa.

Die hohen Strompreise in Deutschland sind für energieintensive Unternehmen eine erhebliche Belastung. „Wir sehen seit Jahren eine massive Welle der Deindustrialisierung“, warnt David Budde, Gründer und Geschäftsführer des Berliner Technologieunternehmens Trawa. „Große Konzerne haben ganze Teams zur Energiekostenoptimierung. Der Mittelstand stand der Kostenexplosion hingegen lange hilflos gegenüber.“

3 Bausteine: Trawa bietet Energielösungen für KMU

Hier setzt Trawa an. Das Unternehmen positioniert sich als ausgelagerter Einkaufsexperte für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Seine Lösung basiert auf drei Bausteinen:

  1. wird Trawa selbst zum Stromversorger und bietet nach eigenen Angaben Beschaffungsmodelle, die sich an Strategien großer, energieintensiver Unternehmen orientieren.
  2. analysiert ein Energiemanagement-Portal die Verbrauchsdaten der Kunden in Echtzeit.
  3. Flexibilitätslösungen: Mithilfe von eigenen Batteriespeichern können Kunden Lastspitzen reduzieren. Den Strom beziehen sie dann, wenn er an der Börse günstig ist oder aus einer eigenen PV-Anlage. Je nach Marktpreisen kann Strom in anderen Phasen wieder vermarktet und damit können zusätzliche Erlöse erzielt werden.

Nach Angaben von Trawa kann allein der optimierte Einkauf die Energiekosten um bis zu 10 Prozent senken. In Kombination mit weiteren Lösungen des Unternehmens seien zusätzliche Einsparungen möglich. Wie hoch diese im Einzelfall ausfallen, hängt unter anderem vom Verbrauchsprofil und den eingesetzten Lösungen ab. Für Batteriespeicher nennt Trawa derzeit eine Amortisationszeit von drei bis sechs Jahren.

Porträt eines Mannes vor einem schwarzem Hintergrund.
Große Konzerne haben ganze Teams zur Energiekostenoptimierung. Der Mittelstand stand der Kostenexplosion hingegen lange hilflos gegenüber.“
David Budde Gründer und Geschäftsführer

So funktionieren die Algorithmen hinter Trawa

Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei Trawa eine Schlüsselrolle. „Wir könnten diese Dienstleistung für hunderte Unternehmen gar nicht anbieten, wenn wir nicht alles mit KI automatisiert hätten“, erklärt Budde. Die Algorithmen berechnen individuelle Einkaufsmodelle, erstellen Preisprognosen und steuern die Batteriespeicher vollautomatisch. Das System erkennt in Echtzeit günstige Phasen an der Strombörse zum Laden und entlädt den Speicher beispielsweise in den teuren Abendstunden.

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Christian Buck

Von Flixtrain bis Maritim: Trawas Kundenstamm wächst

Knapp 200 Kunden aus verschiedensten Branchen vertrauen mittlerweile auf Trawa, vom Automobilzulieferer über Textilfirmen bis hin zur Hotelkette Maritim. „Auch die grünen Züge von Flixtrain fahren mit unserem Ökostrom“, berichtet David Budde. Insgesamt beliefert das Start-up rund 10.000 Standorte in Deutschland und Österreich.

Die Idee entstand im Februar 2022, als die Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs explodierten. David Budde, damals Unternehmensberater, fragte sich, warum der Mittelstand der Krise so schutzlos ausgeliefert war. Gemeinsam mit den Mitgründern Robert Quick und Max Lüddemann – alle drei gebürtige Berliner – analysierte er die Strategien der Großkonzerne. Im November 2022 folgte die Gründung des Unternehmens.