7 x 3 – Das Ultra-Kurz-Interview

Peer Heinlein: Warum digitale Souveränität zum Wirtschaftsfaktor wird

Peer Heinlein ist Gründer und CEO der Berliner Heinlein Gruppe. Seine Wurzeln im Internet reichen bis Anfang der 1990er-Jahre zurück: Aus dem Mailbox-Projekt JPBerlin entwickelte sich über die Jahre ein Unternehmen für sichere Kommunikation, Linux, Hosting und Open Source.

Heute zählt die Heinlein Gruppe nach eigenen Angaben mehr als 150 Mitarbeitende, sieben Unternehmen und rund 325.000 Kund. Die Homebase der Gruppe liegt weiterhin in Berlin.

Heinlein Gruppe baut offene Alternativen zu großen Plattformen

Zum Portfolio gehören unter anderem mailbox für E-Mail und Online-Office, die Videokonferenzlösung OpenTalk, die Filemanagement- und Kollaborationsplattform OpenCloud sowie Heinlein Support für Linux, IT-Beratung und kritische Infrastruktur. Gemeinsam ist den Angeboten der Fokus auf Open Source, Datenschutz und die Möglichkeit, zentrale Systeme unabhängig von großen internationalen Plattformanbietern zu betreiben.

Gerade Unternehmen, Behörden und andere Organisationen sollen dadurch mehr Kontrolle über Daten und technische Infrastruktur behalten.

Digitale Souveränität wird für Unternehmen strategischer

Für Heinlein ist digitale Souveränität längst keine reine IT-Frage. Abhängigkeiten von einzelnen Cloud- und Softwareanbietern können auch Sicherheit, Handlungsfähigkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen.

2026 rückte er das Thema erneut beim IT-Sicherheitstag Mittelstand Berlin-Brandenburg in den Mittelpunkt. Seine Botschaft: Open Source, Cybersicherheit und unabhängige Infrastruktur werden für Unternehmen zunehmend Teil ihrer strategischen Resilienz.

Damit ist die Heinlein Gruppe zugleich ein Beispiel dafür, wie Berliner IT-Unternehmen mit eigenen Technologien Alternativen zu globalen Plattformanbietern entwickeln.