Fachkräfte

Effizienz dank Digitalisierung, auch bei der Suche nach Fachkräften

Die Sumerius GmbH unterstützt Mittelständler bei der Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen. Geschäftsführerin Monika Freimuth sagt: Da die Komplexität steigt, können automatisierte Prozesse auch kleinere Unternehmen im Alltag entlasten.

Von: Eli Hamacher
Das Bild zeigt Monika Freimuth, Geschäftsführerin der Sumerius GmbH

Monika Freimuth, Geschäftsführerin der Sumerius GmbH

Aus dem Fachkräftemangel im Finanz- und Rechnungswesen hat die Sumerius GmbH ein gut laufendes Geschäftsmodell gemacht. Die gut 20 Mitarbeitenden übernehmen für ihre Kunden, die oftmals aus dem Mittelstand kommen, kaufmännische Prozesse im Accounting, in der Buchhaltung und im Controlling. „Die Komplexität im Finanz- und Rechnungswesen ist immens gestiegen, auch wegen erhöhter regulatorischer Anforderungen“, sagt Monika Freimuth. Geschäftsführerin der Sumerius GmbH mit Hauptsitz in Berlin-Mitte sowie weiteren Standorten in Köln und Magdeburg. Diese Situation habe erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen, von verspäteten Jahresabschlüssen über erhöhte steuerliche Risiken bis hin zur Überlastung der verbleibenden Teams.

Effizienz dank Digitalisierung

Mehr Effizienz kann die Digitalisierung bringen, doch gerade kleineren Unternehmen fehlen oftmals die Kapazitäten, um die Technologie nicht nur einzuführen, sondern auch kontinuierlich zu begleiten. Für sie könne Sumerius automatisierte Workflows einrichten und sicherstellen, dass wichtige Aufgaben nicht liegen bleiben, etwa weil die zuständige Fachkraft ausfällt oder sogar kündigt. „Wenn die Kreditorenbuchhaltung brachliegt, ist die ganze Produktion gefährdet“, so Freimuth.

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Auf Digitalisierung setzt Freimuth auch bei der Suche von Fachkräften. „Ich habe meinen Bewerberprozess so weit wie möglich digitalisiert, etwa für das Terminmanagement.“ Musterprofile für Lebensläufe würden ihr helfen, geeignete Kandidaten auszuwählen, die sie zum Beispiel über die großen Plattformen wie Indeed anspricht. Ihnen schickt Freimuth via KI ein Standardschreiben mit einem Link zur Terminbuchung für ein halbstündiges Interview.

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation schätze ich die Fachkräfteentwicklung zurzeit sehr gut ein“
Monika Freimuth Geschäftsführerin der Sumerius GmbH

Offen für internationale Fachkräfte

Über Fachkräftemangel macht sich die Sumerius-Chefin aktuell keine Sorgen. „Aufgrund der wirtschaftlichen Situation schätze ich die Fachkräfteentwicklung zurzeit sehr gut ein. Ich bekomme alle offenen Stellen binnen zwei bis drei Monaten gut besetzt.“ Da die Geschäfte gut laufen, wird Freimuth ihr Team im laufenden Jahr weiter aufstocken. Und ist dabei auch offen für internationale Fachkräfte, vorausgesetzt, sie beherrschen Deutsch auf dem sogenannten C1-Niveau, bringen also fachkundige Sprachkenntnisse mit.

Um den Pool der Kandidaten groß zu halten, muss auch Sumerius flexible Arbeitsmodelle anbieten. Die Mitarbeitenden können vier Tage im Homeoffice arbeiten und müssen nur einen Tag ins Büro kommen. „Flexibilität ist ein Muss. Es gibt junge Leute, die sonst sagen, dann verdiene ich lieber ein bisschen weniger und bin mehr im Homeoffice.“