Cybersicherheit

Cyberangriffe: Was Firmen aus dem DCSO-Report lernen können

Platz zwei hinter den USA: Deutschland, Österreich und die Schweiz sind besonders häufig Ziel von Cyberangriffen. Das zeigt der Insights Report der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation. Welche Methoden Angreifer nutzen, wer im Visier steht und welche fünf Fragen Führungskräfte ihrer IT stellen sollten.

Von: Michael Gneuss
Mann lehnt an einem Tisch in einem Meetingraum mit einem Fernseher im Hintergrund.

Andreas Rohr ist Geschäftsführer der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation GmbH, die in einem neuen Report über Cybersicherheitsrisiken aufklärt.

Foto von Irma Mariam Kummer, Personalcheffin von DCSO.

DCSO-Mitarbeitende besprechen die Risiken von Cyberangriffen.

Wie stark ist die öffentliche Verwaltung von Cyberangriffen betroffen?

Wussten Sie schon, dass …

… vor allem der öffentliche Sektor sich heute stark im Visier von Cyberkriminellen befindet?

In diesem Jahr richteten sich 27 Prozent der Angriffe auf die öffentliche Verwaltung und 11 Prozent auf Regierungsstellen. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im Jahr 2022 waren es 9 Prozent auf die öffentliche Verwaltung und 14 Prozent auf Regierungsstellen.

Hier finden Sie das Whitepaper der DCSO.
 

Cybersecurity-Experte Andreas Rohr: „Geschäftsführer haften, wenn sie sich nicht kümmern“
Foto von Andreas Rohr, CEO der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation GmbH
November-Schwerpunkt Cybersecurity Cybersecurity-Experte Andreas Rohr: „Geschäftsführer haften, wenn sie sich nicht kümmern“
Dauer: 2 Minuten
Michael Gneuss

Wie häufig werden Deutschland, Österreich und die Schweiz angegriffen?

Wussten Sie schon, dass …

… der deutschsprachige Raum am zweithäufigsten von Cyberattacken betroffen ist?

Von den im Jahr 2024 weltweit insgesamt 6.129 verzeichneten Fällen von Cyberattacken und den bis Mitte September 2025 gezählten 5.359 Fällen entfallen auf Deutschland, Österreich und die Schweiz 552 Fälle. Das sind 4,8 Prozent aller Angriffe. Damit ist der deutschsprachige Raum nach den USA am häufigsten betroffen.

Was ist Hijacking und wie oft richtet es Schaden an?

Wussten Sie schon, dass …

… „Hijacking“ unter den Vorfall-Kategorien an erster Stelle steht?

Unter den in diesem Jahr registrierten Vorfällen von Cyberattacken entfallen 62 Prozent auf das sogenannte „Hijacking“. Der lässt sich mit „Entführung“ übersetzen und bezeichnet die Kontrollübernahme über ein System durch einen Angreifer. In 15 Prozent der Fälle entsteht aber zunächst kein Schaden, möglicherweise weil der Angreifer nur Daten sammeln oder die Möglichkeiten für einen späteren Angriff erkunden will. In 47 Prozent der Fälle entstehen durch „Hijacking“ Schäden. Ransomware-Attacken machen 19 Prozent der Attacken aus.

5 Fragen zur Cybersicherheit, die Geschäftsführer*innen ihrem IT-Dienstleister stellen sollten

Übrigens: Die DCSO empfiehlt Geschäftsführern, diese fünf Fragen zur Cybersicherheit an ihre IT-Dienstleister zu stellen: 

1. Nach welchem Schema werden Systeme auf dem aktuellen Stand gehalten?
2. Welche beziehungsweise wie viele Accounts sind mit einem zweiten Faktor geschützt?
3. Welche Systeme zur Angriffserkennung gemäß BSI-Empfehlung gibt es, falls der Primärschutz einmal nicht greift?
4. Wie sind die Back-ups geschützt, wenn Angreifer die komplette Umgebung verschlüsseln? Wurde bereits getestet, Systeme aus Back-ups wiederherzustellen?
5. Welcher Dienstleister ist für einen schwerwiegenden Cyberangriff unter Vertrag, der 24/7 gesichert zur Verfügung steht?